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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 15725
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Wird der Nebenverdienst meiner Tochter (15),geht noch zur Schule,auf

Kundenfrage

Wird der Nebenverdienst meiner Tochter (15),geht noch zur Schule,auf meine Unterhaltszahlungen angerechnet?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage speziell an mich, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Mit der Anrechnung von eigenen Einkünften bei minderjährigen Kindern verhält es sich wie folgt.

Eigenes Einkommen des Kindes mindert nach § 1602 I BGB dessen Unterhaltsbedarf.

Eigenes Einkommen ist beispielsweise das Kindergeld, oder aber eine Ausbildungsvergütung, Zinsen etc.

Soweit das Kind Ausbildungsvergütung erzielt, ist das Einkommen vorab um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf zu bereinigen , d.h. dieser muss vorab abgezogen werden.

Hierfür werden überwiegend pauschal 90 € angesetzt ( so die Leitlinien zur Düsseldorfer Tabelle).

Bei minderjährigen Kindern wird das Nettoeinkommen auf den Barunterhalt hälftig angerechnet.

Dies wird so begründet, dass der Unterhaltsbedarf des minderjährigen Kindes in Barunterhalt und Naturalunterhalt zerfällt, wobei der Naturalunterhalt durch Betreuung und Versorgung des Kindes erbracht wird.

Bar- und Naturalunterhalt sind nach dem Willen des Gesetzgebers gleichwertig.

Eine Hälfte des Einkommens wird also auf den Naturalunterhalt angerechnet, wobei sichd as nicht auswirkt, weil dieser ja nicht in Geld geleistet wird.

Die andere Hälfte wird auf den Barunterhalt angerechnet.

Erhält das minderjährige Kind beispielsweise eine Nettovergütung von 400 € werden ( 400 - 90 ) : 2 = 155 € auf den Barunterhalt angerechnet.

Eine Ausnahme davon dass eigenes Einkommen des Kindes seinen Unterhaltsbedarf mindert besteht dann, wenn das Kind überobligtorisch arbeitet, d.h. wenn es nicht arbeiten müsste, oder wenn Billigkeitsgründe vorliegen.

Denkbare Fälle sind hier beispielsweise, wenn das Kind in seiner Freizeit Zeitungen austrägt, oder babysittet, oder wenn es sich einen bestimmten Wunsch durch die Tätigkeit erfüllen will, ZB Kauf eines PKWs mit 18.

Dieses Einkommen ist dann, je nach der Rechtsauffassung des entscheidenden Gerichts und je nach den genauen Umständen des Einzelfalls, entweder gar nicht , oder nur zum Teil zu berücksichtigen.

Es wird also bei Ihrer Tochter stark darauf ankommen, was Sie genau arbeitet und wieviel sie verdient.

Wenn sie nur Zeitungen austrägt und sich somit ihr Taschengeld aufbessert, wird eine Anrechnung gegegebenfalls unterbleiben können.




Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte, folgendes zu beachten:

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Sie akzeptieren diese Antwort, indem Sie auf den grünen Button klicken.


Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht










Verändert von Claudia MarieSchiessl am 15.10.2010 um 12:47 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Tochter bestreitet das sie arbeitet.Wir haben beweise.Macht sie sich strafbar?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrer Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bei böswillig verschwiegenen Einkünften ist es unterhaltsrechtlich so,dass deswegen Unterhaltsansprüche ZB auf Ehegattenunterhalt verwirken können, d.h kein Unterhalt mehr geschuldet wird.

Dies ist jedoch beim minderjährigen Kind nicht möglich., § 1611 II BGB.

Ob sich Ihre Tochter hier eines Betruges strafbar macht, hängt davon ab, ob von sie selbst von Ihnen Unterhalt verlangt hat, unter Vortäuschung eines eigenen Einkommens und davon, ob das Einkommen unterhaltsrechtlich überhaupt zu berücksichtigen.

Betrg, § 263 STGB setzt nämlich immer Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung und Schaden voraus.

Am Schaden würde es beispielsweise fehlen, wenn sich die eigenen Einkünfte des Kindes auf den Unterhaltsanspruch nicht auswirken würde.

Ein Betrug würde dann nicht vorliegen, weil nicht alle Tatbestandsmerkmale erfüllt sind.



Wenn Sie keine Fragen mehr haben, würde ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Vielen Dank


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Wenn nicht bitte ich höflichst darum, meine Antwort entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen von just answer zu akzptieren.


Vielen Dank


Mit freundlichen Grüßen aus Regensburg und ein schönes Wochenende


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gibt es dazu Gerichtsurteile?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bezüglich des Betrugstatbestands ergibt sich meine Antwort aus der einfachen Anwendung geltenden Rechts, nämlich der Prüfung der Tatbestandsvoraussetzungen.
Dies ist völlig unproblematisch und daher nicht Gegenstand höchstrichterlicher Entscheidungen.

Was die Beschreibung der Nebentätigkeiten anbelangt, so verweise ich hier auf das Handbuch für den Fachanwalt für Familienrecht, 7. Auflage, Kapitel 6 wo diese Problematik, so wie ich sie Ihnen dargestellt habe, kommentiert ist.


ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und würde mich über eine Bezahlung meiner Tätigkeit durch Akzeptieren sehr freuen.




Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Familienrecht


Wenn Ihre Frage beanwortet ist würde ich um Akzeptierung bitten


Vielen Dank





Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin

Verändert von Claudia MarieSchiessl am 11.11.2010 um 21:39 Uhr EST

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