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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Mutter einer 19 -j hrigen

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Mutter einer 19 -jährigen Tochter mit eigenem Kind ( 2 Jahre)
Meine Tochter hat seit über einem Jahr eine eigene Wohnung mit Ihrer Tochter zusammen.
Sie ist alleinerziehend und ledig.
Nun hat sie im August eine Ausbildung über die Jugendhilfe angefangen, sind wir nunmehr wieder Unterhaltspflichtig, da sie vorher in einem Mutter-Kind Haus lebte und wir nur das Kindergeld abtreten mussten.
Über eine Antwort wäre ich dankbar
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:


Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und von Ihnen akzeptiert.

 

Unterhaltspflichtig für Ihre Tochter und deren Kind ist zunächst der Vater des Kindes. Allerdings reicht die Unterhaltsverpflichtung nur bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Kann der Vater des Kindes den Unterhalt nicht aufbringen oder ist er nicht auffindbar/ermittelbar, sind Sie als Eltern unterhaltspflichtig. Der Unterhaltsbeitrag beträgt EUR 640,- wobei das Kindergeld ebenso in Abzug zu bringen ist, wie die Ausbildungsvergütung.

 

Allerdings ist von der anrechenbaren Ausbildungsvergütung EUR 90,- als Selbstbehalt abziehbar. Insoweit sollten Ihre Tochter, wenn Sie Unterhaltsansprüche einfordert, Ihren Gehaltsnachweis vorlegen, damit eine Berechnung des Unterhaltes erfolgen kann.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe bei Nachfragen weiterhin zur Verfügung.

 

Viele Grüße

 

RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung: Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
RASchroeter und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Wenn Ihre Tochter bislang keine Ausbildung absolviert hat, hat Sie Ihnen gegenüber wieder einen Unterhaltsanspruch. Allerdings konkurieren hier die Unterhaltsverpflichteten, denn auch der Vater Ihre Enkelkindes wäre zunächst für den Betreuungsunterhalt heranzuziehen. Ist dieser nicht leistungsfähig, dann kann auf Sie für den Ausbildungsunterhalt zurückgegriffen werden.

Der Unterhaltsbedarf für den Ausbildungsunterhalt Ihrer Tochter beträgt 640,00 €. Dies ist ein Festbetrag, weil sie eine eigene Wohnung hat. Hiervon wird zunächst bedarfsdeckend das volle staatliche Kindergeld in Abzug gebracht, so dass ein Restbedarf in Höhe von 456,00 € verbleibt. Sollte Ihre Tochter eine Ausbildungsvergütung erhalten, wird diese zunächst um 90 € ausbildungsbedingte Aufwendungen bereinigt und die verbleibende Ausbildungsvergütung auf den Restbedarf von 456,00 € angerechnet. Der dann verbleibende Betrag stellt den Unterhaltsansrpuch dar, für den Sie als Kindesmutter, aber auch der Vater Ihrer Tochter entsprechend Ihrem Einkommen haften.

Der Selbstbehalt, der Ihnen gegenüber Ihrer Tochter zusteht, beträgt 1.100 €.

Wenn Sie mir Zahlen zur Verfügung stellen, rechne ich den Anspruch gerne für Sie aus.


Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen