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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe October 1977 geheiratet und bin seit dem 12.06.2009

Kundenfrage

Ich habe October 1977 geheiratet und bin seit dem 12.06.2009 getrennt lebend. Der Scheidungsantrag ist bei meine Frau am 18.08.2010 eingangen. Mein Einkommen nach Abzug meiner privaten Krankenversicherung beträgt monatlich ca. € 5.000 bei Vollbeschäftigung und ich beziehe Jahresprämien von ca. € 24.000 - 44.000 Netto. Meine Frau hat immer mitgearbeitet in Teilzeit ca. 50 Stunden im Monat als voll examenierte Krankenschwester und hat ein Nettoeinkommen von ca. € 800. Wir sind uns bereits einig über den Zugewinn aber nicht bei Unterhalt. Seit der Trennung zahle ich meine Frau € 1.150/Monat Unterhalt. Wie wird der Unterhalt berechnet bei der Scheidung und wie lange muss ich ihr Unterhalt zahlen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne beantworte ich Ihre Frage nach Ihren Sachverhaltsangaben wie folgt:

Der Unterhalt bemißt sich auf 3/7 der Differenz der beiderseitigen bereinigten Nettoeinkommen.Jahresprämien sind auf den Monat umzurechnen.Verbindlichkeiten in Abzug zu bringen.

Zu der Berechnung verweise ich auf die sog. Düsseldorfer Tabelle.

Der Unterhalt ist nach der Scheidung nur dann längstens 3 Jahre fortzuzahlen, sofern Ihrer Frau nicht eine Ganztagsbeschäftigung zugemutet werden kann.

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen

Dieter Michaelis

[email protected]

Neupforte 15
52062 Aachen
Tel. : 0241 38241
Fax : 0241 38242

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sie weisen auf der Düsseldorfer Tabelle hin. Demnach ist mein Einkommen weit aus höher als € 5.100 (Höchstsatz) mit Tantieme nämlich ca. € 8.000/Monat wie in meiner Frage erwähnt. Daher würde der 3/7 Regelung nicht gelten oder?
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Abend,

in solchen Fällen gilt nicht automatisch die 3/7 Regelung.

Es soll eine angemessene Versorgung gewährleistet werden.

Die Familiengerichte treffen Einzelfallentscheidungen.

Maßgeblich in Ihrem Falle ist die Frage, ob es Ihrer Ehefrau bereits jetzt zumutbar ist, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen.

Dies ist der Fall, sofern keine Kinder vorhanden sind oder diese bereits volljährig sind.

Dann ist das von Ihrer Frau erziehlbare Einkommen zugrundezulegen.

M.f.G.
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

haben Sie noch Fragen ?

M.f.G.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ihre Antworten sagen mir ganz ehrlich nichts! Der erste Antwort war daneben, der zweite nur das das Einkommen meiner Frau zugrundegelegt wird.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Maßgeblich für die Berechnung des Trennungs- und nachehelichen Unterhalts ist das Einkommen der letzten 12 Monate inklusive aller Zulagen. Wenn die Zulagen in unterschiedlichen Höhen ausfallen, wird hier ein Mittelwert der letzten 3 Jahre herangezogen.

Ausgehend von einem Nettoeinkommen Ihrerseits in Höhe von 8000 €, können hier die tatsächlichen berufsbedingten Aufwendungen geltend gemacht werden oder aber eine Pauschale in Höhe von 5 %, die rein rechnerisch 400 € beträgt, durch viele Unterhaltsleitlinien begrenzt werden.

Hierneben können noch ehebedingte Verbindlichkeiten berücksichtigt werden. Hierzu zählt z.B. eine Fahrzeugfinanzierung oder ähnliches.

Abhängig von dem Bundesland in dem Sie leben und den dortigen Unterhaltsleitlinien können Sie dann noch einen Erwerbstätigenbonus in Höhe von 1/7 bis 1/10 vom Einkommen abziehen.

Unter Berücksichtigung der von Ihnen gemachten Angaben ermittelt sich Ihr unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen wie folgt:

8000 € - 400 € (berufsbedingte Aufwendungen) = 7.600 € - 1/7 Erwerbstätigenbonus 1.085 € = 6.515 € unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen

Bei Ihrer Ehefrau verhält sich das genauso:

800 € Einkommen – 40,00 € berufsbedingte Aufwendungen = 760 € - 1/7 Erwerbstätigenbonus 108,00 € = 652,00 € unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen

Die Einkommensdifferenz zwischen Ihrer beiden Einkommen beträgt danach 5.863 €, so dass Ihre Ehefrau unter diesen Bedingungen einen Unterhaltsanspruch Ihnen gegenüber in Höhe von rund 2.931 € hätte.

Dies stellt natürlich nur eine vorläufige Unterhaltsberechnung dar, die durch verschiedene Parameter noch verändert werden kann. Dies kann natürlich nicht in diesem Forum abschließend geklärt werden. Deswegen empfehle ich Ihnen dringend einen Fachanwalt für Familienrecht mit Ihrer Vertretung zu beauftragen. Anhand der Düsseldorfer Tabelle wird übrigens der Kindesunterhalt ermittelt und nicht der Ehegattenunterhalt.

Wie lange Sie Ihrer Ehefrau nachehelichen Unterhalt schulden hängt von vielen Faktoren ab. Bei 33jähriger Ehe kommt unter Umständen sogar ein unbefristeter nachehelicher Unterhalt in Betracht, wenn z.B. Ihre Ehefrau Ihre Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder voll ausüben kann.

Schon alleine deswegen und der Möglichkeit zur Befristung des nachehelichen Unterhalts sollten Sie auf jeden Fall einen Fachanwalt beauftragen. Denn, wenn die entsprechenden Einwände nicht gleich erhoben werden, kann ein Unterhaltstitel später hin nicht mehr abgeändert werden.

Nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH trifft Ihre Ehefrau allerdings die Verpflichtung eine Vollzeitstelle kurzfristig aufzunehmen, da ich nicht davon ausgehe, dass sie noch Kinder betreut. Sollte sie dies nicht tun, kann die Unterhaltsberechnung auch anhand eines fiktiven Einkommens für Ihre Ehefrau erfolgen.




Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Nein

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Was bedeutet Ihr Nein ?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein heist ich weis nicht was ich noch fragen soll gegenüber meine ursprungliche frage um ein antwort zu bekommen das mich mich verständlich ist oder deutlicher ist. erst wird geantwortet es ist der 3/7 regelung, wenn ich darauf hinweise das mein einkommen über der düsseldorfer tabelle ist (erste frage war deutlich erwähnt) dann bekomme ich eine antwort wo es lediglich heist der einkommen meine frau wird angerechnet.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Die Düsseldorfer Tabelle regelt den Kindesunterhalt nicht den Unterhaltsanspruch Ihrer Ehefrau. In welcher Stadt leben Sie denn, dann kann ich Ihnen die Unterhaltsleitlinien die für Sie gelten zur Verfügung stellen.
MFG
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Osnabrück, unser Sohn ist 29 aus dem haus seit jahren, meine frau hat immer zumindest teilzeit gearbeitet und in mein augen voll arbeitsfähig.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Für Ihren Sohn müssen Sie keinen Unterhalt mehr leisten. Allerdings berechnet sich der Unterhalt Ihrer Ehefrau anders, wie der Unterhalt für ein Kind. Für den Ehegattenunterhalt gibt es keine Tabelle, dieser Unterhalt wird anhand des tatsächlichen Einkommen erzielt, so wie ich Ihnen dies oben beschrieben habe.

Für Sie sind die Unterhaltsleitlinien des Oberlandesgerichts Oldenburg heranzuziehen.

Hier ist der entsprechende Link:
http://www.oberlandesgericht-oldenburg.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=26857&article_id=79994&_psmand=136

auf der linken Seite dieser Internetseite können Sie diese als PDF downloaden.

Dort wird eingehend erklärt, wie sich das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen ermittelt. Ab Punkt 15. wird die Berechnung des Ehegattenunterhalts erläutert.

Tatsächlich trifft Ihre Ehefrau auch eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Die Leitlinien besagen hierzu:
Bei nachehelichem Unterhalt besteht nur dann keine Verpflichtung zu einer eigenen
Erwerbstätigkeit, wenn der geschiedene Ehegatte wegen Kindesbetreuung, Krankheit oder Alter an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gehindert ist.

Ich empfehle Ihnen dringendst sich in die anwaltliche Vertretung eines Fachanwaltes bei Ihnen vor Ort zu begeben. Sollte Ihre Ehefrau einen gerichtlichen Antrag auf Unterhalt stellen, benötigen Sie sowieso einen Rechtsanwalt, weil in Unterhaltsverfahren Anwaltszwang herrscht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich darf noch höflichst an die Akzeptanz meiner Antwort erinnern! Vielen Dank!
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung: selbständiger Rechtsanwalt
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.