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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26196
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

ich bin seit 2006 getrennt lebend, mein mann hat bis jetzt

Kundenfrage

ich bin seit 2006 getrennt lebend, mein mann hat bis jetzt noch nie regelmäßig unterhalt gezahlt und seit ca.1,5 gar nicht.. er hat allerdings das aufenthaltsbestimmungsrecht für meinen sohn und behält diesen bei sich, die tochter ist bei mir.. wie wird das behandelt?? was kann man da tun??
frage 2: in der ehe gründeten wir eine firma. welche ansprüche hab ich da?? wir sind noch nicht geschieden, nur getrennt lebend

MfG Kirchgessner Viktoria
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Auch soweit die Kinder zwischen den Ehegatten verteilt sind, kann ein Anspruch auf Trennungsunterhalt bestehen. Aufgrund der Trennungsdauer besteht jedoch Ihrerseits eine Erwerbsobliegenheit. Das bedeutet, dass Sie allein aufgrund der Trennungsdauer einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Soweit Sie dies nicht tun, wird Ihnen ein fiktives Einkommen angerechnet. Einen Unterhaltsanspruch haben Sie dann in Höhe der Differenz zwischen Bedarf und Ihrem (fiktiven) Einkommen.

Soweit Ihr Mann keine Auskunft über seine Einkünfte erteilen will (schon probiert) sollten Sie auf Unterhalt im Wege einer sogenannten Stufenklage klagen. Dabei wird der Mann verurteilt Auskunft zu erteilen. Nach Erteilung der Auskunft können Sie im Verfahren Ihren Unterhaltsanspruch beziffern.

Hinsichtlich der Firma gehe ich davon aus, dass diese beiden gemeinsam gehört.

Tatsächlich muss dieser Vermögensgegenstand Firma nach gesellschaftsrechtlichen Grundsätzen auseinandergesetzt werden. Dies bedeutet entweder, dass die Firma verkauft wird und der Erlös entsprechend den Beteiligungen zu teilen ist oder dass Ihr Mann Ihnen Ihren Anteil abkauft.

In beiden Fällen wird die Bewertung der Firma von erheblicher Bedeutung sein. Korrekt bewerten kann sie nur ein Gutachter. Erste Anhaltspunkte erhalten Sie von Ihrem Steuerberater, der Ihnen zumindest den ungefähren Wert der Firma (beispielsweise nach dem sog. Stuttgarter Verfahren) nennen kann.

Die Auseinandersetzung der Firma ist ein zeit und nervenintensives Unterfangen, welches im Idealfall schon vor der Scheidung abgeschlossen sein sollte. Da diese Auseinandersetzung unter Umständen die Existenz der Firma (Verkauf) in Frage stellt, liegt hier erfahrungsgemäß das meiste Konfliktpotential in einer Scheidung.

Sie sollten hier mit Ihrer Rechtsanwälin reden und eine Wertbestimmung veranlassen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

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