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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, mein Sohn (21) f ngt an zu studieren. Er zieht in

Kundenfrage

Hallo,

mein Sohn (21) fängt an zu studieren. Er zieht in eine WG, wohnt also nicht mehr bei seiner Mutter (meine geschieden Frau). Bisher wurde der Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Alterstufe 4, gesamt-Nettoeinkommen ca. 5000,-EUR berechnet und betrug somit 781,- EUR. Welchen Gesamtunterhaltsbedarf hat er nun als Student? Die Unterlagen sprechen alle von 640,-EUR + Krankenkasse + Semesterbeitrag, was ja deutlich weniger ist!

vielen Dank
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Sie haben den Unterhaltsbedarf korrekt festgestellt. In der Tat bemisst sich der Unterhaltsanspruch des volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand - und hierzu zählt auch ein WG-Zimmer - nach einem festen Bedarfssatz. Dieser beträgt 640 €.

Korrekt ist auch, dass etwaige Krankenversicherungskosten nicht mit erfasst sind und somit bedarfserhöhend wirken, wie auch Studiengebühren.

Anzurechnen ist allerdings das staatliche Kindergeld in voller Höhe, mithin also 184 €.

Die Eltern haften anteilig entsprechend der Höhe Ihres Einkommens für den Bedarf.

Eigenes Einkommen des Kindes, falls vorhanden, wäre ebenfalls gegenzurechnen.




Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Verändert von Tobias Rösemeier am 03.09.2010 um 06:39 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo Herr Rösemeier,

vielen Dank für Ihre sehr schnelle Antwort.

Eine Frage habe ich noch:

Meinem Sohn steht also demnächst weniger zu (640,-) als vorher (781,-).

Ist die Aussage so korrekt?

vielen Dank!

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ja, das ist so.

Der Grund liegt darin, dass mit Begründung eines eigenes Hausstandes die Kinder sozusagen eine eigene, von den Eltern losgelöste Lebensstellung erlangen. Deswegen wird ein fester Bedarf in Ansatz gebracht, der unabhängig von der Höhe des Einkommens der Eltern ist.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für die sehr gute und begründete Auskunft!!

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Bitte schön !