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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Meine Tochter ist jetzt 28 Jahre alt und hat herausgefunden,

Kundenfrage

Meine Tochter ist jetzt 28 Jahre alt und hat herausgefunden, das mein vor 8 Jahren geschiedener Ehemann nicht ihr leiblicher Vater ist. Ich bin inzwischen mit ihrem biologischen Vater verheiratet. Sie hat ihen Scheinvater entsprechend informiert. Dieser wird nun die Vaterschaft anfechten und den gezahlten Unterhalt zurückverlangen.
Meine Tochter ist entsetzt. Kann seine Klage Erfolg haben?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich kann mit Kenntnis der Tatsache, nicht der Vater zu sein, die Vaterschaft durch den Scheinvater angefochten werden.
Ein Anspruch auf Regreß für erbrachte Unterhaltszahlungen setzt die Feststellung der Vaterschaft durch den biologischen Vater, die Tochter, oder die Mutter voraus. Sollten diese die Feststellung nicht veranlassen, ist dem Scheinvater im Regreßverfahren ausnahmsweise die Möglichkeit der Feststellung durch das Gericht eröffnet, die er rein vom Gesetz her nicht hätte. Dies hat der BGH in einer Entscheidung aus dem Jahre 2008 so entschieden (Az: XII ZR 144/06).

Der Scheinvater kann daher tatsächlich Erfolg haben.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gibt es Fristen für die Vaterschaftsanfechtung bzw. eine Möglichkeit, das Verfahren abzuwenden? Wo finde ich das o.g. Urteil des BGH?
Vielen Dank!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Vaterschaft kann innerhalb von zwei Jahren (gerichtlich) angefochten werden. Die Frist beginnt mit Kenntnis von allen Umständen des Berechtigten die gegen die Vaterschaft sprechen.
Abwendungsmöglichkeiten bestehen nur dann, wenn dem Scheinvater nachgewiesen werden kann, dass er dies schon länger als zwei Jahre wusste.

Das Urteil finden Sie hier:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&az=XII%20ZR%20144/06

Mit freundlichen Grüßen

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