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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin 22 Jahre alleinerziehende Mutter, Tochter 5 Jahre Der

Kundenfrage

Ich bin 22 Jahre alleinerziehende Mutter, Tochter 5 Jahre
Der Kindesvater kümmert sich nicht um einen regelmäßigen Kontakt.
Die ehemaligen "Schwiegereltern" legen Ab und zu termine fest, zu welcheen sie ihr Enkelkind sehen wollen. Bei Nichteinhaltung wird mir immer wieder mit Jugendamt und Rechtsanwälten gedroht. Leider ist meine Tochter nach den Besuchen bei den Omas immer vollkommen durchgedreht. Beschimpft meinen derzeitigen Lebenspartner. Welche rechtlichen möglichkeiten habe ich, um derartige besuche zu unterbinden.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

 

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

 

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

 

Sicherlich haben die Großeltern väterlicherseits ein Recht auf Umgang, wenn eine gewachsene Beziehung vorhanden war und diese im Interesse und zum Wohle des Kindes aufrecht erhalten werden soll.

Wenn der Umgang allerdings dazu benutzt wird, das Kind negativ gegen den betreuenden Elternteil bzw. des Partner zu beeinflussen, dann ist dies dem Kindeswohl nicht mehr dienlich und sollte eingeschränkt oder gegebenenfalls gänzlich unterbunden werden.

Sie sollten diesbezüglich in die Offensive gehen und die Großeltern konkret auf Ihre Wahrnehmung ansprechen. Sollte sich keine Besserung zeigen sollten Sie zuerst den Weg zum Jugendamt gehen und um ein Vermittlungsgespräch bitten.

Wenn dies alles nichts nützt und die Beeinflussungen stattfinden, sollten Sie schon von der Möglichkeit der Unterbindung Gebrauch machen.

Solange es keine gerichtliche Umgangsregelung gibt, können Sie im Sinnes des Kindeswohls entscheiden, ob und in welchem Umgang mit den Großeltern stattfinden kann oder nicht.

 

 

 

 

 

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung: selbständiger Rechtsanwalt
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Herr Rösemeier,

wie sie aus den Altersangaben sehen können war ich zum zeitpunkt der Entbindung sehr Jung. in dieser zeit gab es nur unterstützung durch meine Mutter, diese hatte auch das sorgerecht für meine Tochter

als meine Tochter 2 Jahre alt war versuchte ich eine Beziehung mit dem Kindsvater zu führen (auch 87 geboren) dieser versuch scheiterte kläglich nach weniger als 6 Monaten.(gemeinsame Wohnung). Bei der Polizei hatte ich auch Anzeige wegen Stalkings und körperlichen Übergriffen gemacht.
ca 1 Jahr später hatte ich dann eine Vorladung beim Jugendamt. zum umgangsrecht unserer gemeinsamen Tochter (über die Großeltern inszeniert, war mir zu dem Zeitpunkt nicht bekannt)
Man einigte sich über einen "Betreuten Umgang mit meiner Mutter".

das ist über ein Jahr her, und der KV hatte nur einmal einen solchen Termin wargenommen. Die Großelter hatten meine tochter etwa 4 mal in dieser zeit gehohlt.
Was damals für mich auch kein Problem darstellte, außer dass die termine eher mir umstände bereiteten als entlasteten.
wie ich im nachhinein erfuhr war der KV mit seiner Freundin ebenfalls bei diesen treffen vor Ort.
Da ich mit meiner Tochter ruhig leben möchte und auch im Hinblick auf das evtl neuer recht zum Umgang, wass sollte ich tun um nicht dauern von der gegenseite belästigt zu werden.

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich kann Ihre Siuation durchaus nachvollziehen. Offensichtlich haben die Großeltern väterlicherseits das eigene Umgangsrecht dazu genutzt, um den betreuten Umgang des KV zu umgehen. Dies ist so nicht hinnehmbar.
Da der KV den vereinbarten Umgang nur ein einziges Mal wahrgenommen hat und hier keine Gründe aus dem Sachverhalt entnehmbar sind, dass dieser durch Sie verhindert wurde, so stehen seine Chancen, sollte er einen Umgangsantrag bei Gericht stellen, nicht sonderlich gut.
Aber dennoch hat er einen Anspruch auf Umgang mit seinem Kind. In einem gerichtlichen Verfahren würde dann unter Abwägung des Kindeswohls wohl zunächst eine Annäherung wieder stattfinden, die durchaus im Rahmen eines betreuten Umgangs stattfinden könnte und später hin, dann eine Ausweitung des Umgangs auf das übliche Maß (alle 14 Tage über das Wochenende), wenn hiergegen keine Gründe sprechen.
Da der KV hier selbst aber offensichtlich kein Interesse an dem Umgang mit seinem Kind hat und die Großeltern an ein umfangreiches indirektes Umgangsrecht mit Ihrem Kind nur kämen, wenn der Kindesvater einen Umgangsantrag stellt, müssen Sie mit dieser Möglichkeit allerdings rechnen.
Oftmals sind es eben leider die Großeltern die Umgangsverfahren initiieren, obwohl der KV überhaupt kein Interesse hat. Dies sind sehr anstrengende Verfahren, die allerdings oftmals tatsächlich mit einem Abbruch des Umgangskontaktes enden, da der KV sich nicht an die Vorgaben halten will.
Um ein solches Umgangsverfahren zu vermeiden, könnten Sie mit den Großeltern eine verbindliche Vereinbarung zum Umgang treffen, die bestimmte Zeiträume erfasst und sicherstellt, dass der KV bei diesen Umgängen nicht anwesend ist.
Auf der anderen Seite können Sie den Umgang auch unterbinden, dann müssen Sie allerdings damit rechnen, dass ein Umgangsverfahren eingeleitet wird. Diese Verfahren haben aber auch etwas reinigendes und eine verbindliche Vereinbarung oder ein verbindlicher Ausschluss (der ist aber höchst selten) des Umgangs tragen oftmals zur Entspannung der Situation bei.
Ruhe werden Sie erst finden, wenn eine Regelung da ist, mit der alle Parteien leben können. Diese zu erzielen ist in den meisten Fällen extrem schwierig, weil eben im Familienrecht nicht nur das "Recht" eine Rolle spielt, sondern auch die Emotionen, Enttäuschungen und Verletzungen.
Auch wenn Sie noch sehr jung sind, müssen Sie Ihren eigenen Weg finden, mit der Siutation umzugehen. Ich kann Ihnen nur sagen, was unter Umständen auf Sie zukommt und wozu Sie verpflichtet sind.
Ich habe viele Umgangsverfahren erlebt, in denen die Eltern in eine Umgangsvereinbarung gepresst wurden, mit der sie gar nicht konform gehen konnten, was im Ergebnis zu weiteren Anspannungen, Streitigkeiten und in manchen Fällen sogar mehrfachen gerichtlichen Umgangsverfahren führte.
Gerade bei sehr jungen Eltern meinen die Großeltern leider oft, einen "Anspruch" auf die Enkelkinder zu haben, weil die eigenen Kinder ja noch so jung sind. Hier ist es wichtig, Grenzen zu ziehen und sich selbst zu behaupten.

Eine Richterin bei mir hier am Amtsgericht liest den Eltern bei jedem Verfahren die 20 Wünsche der Scheidungskinder vor, immer in der Hoffnung, dass man seine eigenen Emotionen zu Gunsten der Kinder hinten an stellen kann. Sie können diese Wünsche hier nachlesen:

http://www.alleinerziehend.info/News-file-article-sid-16.html

Welchen Weg Sie letztendlich einschlagen, ist einzig und alleine Ihre Entscheidung. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, bei meiner Arbeit ist es mir immer besonders wichtig, dass meine Mandanten im Wissen über die Konsequenzen Ihrer Entscheidung, den eigenen Weg wählen. Dies bedeutet auch immer die Übernahme von Verantwortung für sich und das eigene Leben.

Viele Grüße

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