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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Wie kann ich meiner Unterhaltspflicht gegen ber meiner Tochter

Kundenfrage

Wie kann ich meiner Unterhaltspflicht gegenüber meiner Tochter (11 Jahre, wird im Juli 12) nachkommen, ohne das ich es der Mutter auszahlen muss bzw. nur Teilweise.

§1612 besagt ja das man mir eine Andere Art gewähren muss wenn besondere Gründe vorliegen. Da mir die Kindesmutter und auch anderen aus meiner Familie schon von erheblichen Schulden und Kontopfändung erzählte und ich auch die Vermutung habe das die Kindesmutter den Haupteil für sich nutzt.
Von Oktober bis mitte März lebte das Kind in meinem Haushalt und ich bekam nur staatliches Kindergeld (184€) und Unterhaltsvorschuss (184€) , von daher weiß ich das dieses Geld vollkommen ausreicht und sogar noch was über sein kann.
Ich soll jetzt im Juli 272€ und ab Juli 294€ zahlen und dazu bekommt sie ja das staatliche Kindergeld noch.
Da ich nicht einsehe das Leben der Kindesmutter (HartzIV-Empfängerin) zu finanzieren, suche ich nach rechtlichen Möglichkeiten meiner Zahlungspflicht nach zu kommen ohne bzw. nur Teilweise der Kindesmutter auszuzahlen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt.

Gerade weil die Kindesmutter ALG II empfängt müssen Sie es hinnehmen, dass ein Teil des Unterhalts den Bedarf der Kindesmutter deckt, denn der Bedarf Ihrer Tochter beträgt ja nach den Bedarfssätzen beim ALG II nicht 294,00 € zzgl. Kindergeld. Dies ist ausdrücklich so vom Gesetzgeber auch gewollt, obwohl ich vollstes Verständnis dafür habe, dass dies nicht im Sinne des Erfinders ist.

Da Sie das Kind nicht mehr bei Ihnen in der Betreuung haben, schulden Sie dahe den Barunterhalt als Geldleistung.

Es tut mir leid, Ihnen keine andere Alternative bieten zu können, stehe für Rückfragen zur Verfügung. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn Sie keine weitere Nachfrage haben, darf ich Sie bitten, Ihre Frage hier durch Akzeptieren meiner Antwort zu schließen. Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
was würde passieren wenn ich meinen AV auf 800€ basis ändern lassen würde und nur noch Halbtags arbeite
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
ich kann Ihre Bedenken durchaus verstehen, allerdings haften Sie weiterhin für den vollen Unterhaltsbetrag, wenn Sie bewusst Ihre Einkommensverhältnisse nach unten korrigieren. Selbst wenn Sie für 800,00 € arbeiten gehen, geht der Gesetzgeber davon aus, dass Sie eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit gegenüber Ihrem minderjährigen Kind gegenüber haben. Ihnen wird dann zugemutet, eine Nebentätigkeit aufzunehmen, sollten Sie dies nicht tun und nicht alle Anstrengungen unternehmen einen Arbeitsplatz zu erlangen, mit dem Sie zumindest den Mindestunterhalt abdecken können, wird Ihnen dieses Einkommen fiktiv zugerechnet, so dass es zumindest beim Mindestunterhalt verbleibt.
Kindesunterhalt ist nicht pfändbar, wenn Sie sich insoweit Sorgen machen, dass das Geld an die Gläubiger verschwindet. Wenn Sie beobachten, dass Ihr Kind nicht ausreichend von der Kindesmutter versorgt wird, können Sie ja wieder die Übertragung der Aufenthaltsbestimmung auf sich beantragen.
Ich habe vollstes Verständnis für Ihre Situation, aber es wird Ihrem Kind auch nicht besser gehen, wenn Sie überhaupt keinen Unterhalt mehr bezahlen. Ich halte es persönlich auch verwerflich und glauben Sie mir, mir sind in meiner Berufstätigkeit sehr viele Mütter begegnet, die sich ihren Lebensunterhalt über ihre Kinder finanziert haben. Leider gibt es hier keine geeigneten Mittel der Kontrolle über den Unterhalt, außer das Kind in den eigenen Haushalt zu übernehmen und dann mit aller Wahrscheinlichkeit keinen Unterhalt zu erhalten.