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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3136
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Familienrecht
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Ich lebe seit 2008 in Trennung. Wir haben eine Mietwohnung.

Kundenfrage

Ich lebe seit 2008 in Trennung. Wir haben eine Mietwohnung. Ich wohne dort nicht mehr. Kommende Woche will mein Ehemann ein Haus kaufen, er nimmt Kredit auf und kündigte seine LV. Die Wohnung haben wir gemeinsam gekündigt. Im Grundbuch wird er als alleineigentümer stehen. Wäre es günstiger, wenn ich mich ebenfalls eintragen lasse? Mein Mann ist FA für FamR.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Ihr Mann Sie in das Grundbuch lässt, sollten Sie dies grds. tun, da Sie dann Miteigentümerin des Hauses werden und hier einen entsprechenden Vermögensvorteil erhalten. Da die Trennung bereits vollzogen ist, dürfte hier auch keine Änderung im Rahmen des Zugewinnausgleichs mehr eintreten, da Sie ihr Vermögen dann erhöhehn würden, was zu einer Verringerung des Ausgleichs führen kann.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sind Sie FA für FamR? Ist es nicht so, dass das Haus in den Zugewinn geht? wenn ich nicht im Grundbuch stehe, steht mir dann die Hälfte des Verkehrswertes zu? Wenn ich im Grundbuch stehe, dann gehört mir zwar die Hälfte des Hauses, aber ich kann weder die kreditraten zahlen, noch die Hälfte des Hauses meinem Ehemann abkaufen. Wird er nicht die Teilungsversteigerung später beantragen um im 2. Termin meine Hälfte günstig zu erwerben?

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, FA bin ich nicht, aber FamR gehört zu meinen Tätigkeitschwerpunkten. Wenn Sie im Grundbuch stehe, gehört Ihnen je nach Höhe des Miteigentumsanteils, das Grundstück (Haus). Allerdings müssen Sie nicht und das würde ich als Voraussetzung für den Erwerb machen, die Darlehensbelastung tragen. Dann macht der Erwerb keinen Sinn. Tatsächlich kann es zu einer Teilungsversteigerung kommen, dort droht dann ein geringerer Verkaufserlös.

Nach meiner Auffassung würde das Haus allerdings nur indirekt in den Zugewinn fallen, da das Vermögen hier in das Haus fließt. Sie allerdings tatsächlich, wie o.g. eine Erhöhung Ihres Vermögens durch die Haushälfte eintreten würde. Hier sollten Sie vorab konkrete Auskünfte über die Vermögensverhältnisse des Mannes fordern und ggf.mit anwaltlicher Hilfe die beiden Varianten durchrechnen.

Gerne stehe ich Ihnen hierfür wie auch weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich habe gestern erst den Entwurf vom Notar über meinen Mann erhalten. Er finanziert das Haus voll, d.h. er hat auch eine LV (angeblich nur 11000€) aufgelöst um die Nebenkosten zu zahlen. Vermögen hatten wir nicht, nur die Kanzlei und eine Eigentumswohnung die vermietet ist und kreditbelastet. Er ist Einzelanwalt und ich habe 14 Jahre mitgearbeitet, seit 5 Jahren haben wir noch eine RAgehilfin. Zählt das Haus zum Zugewinn oder nicht, das habe ich nicht verstanden.Da die Trennung vollzogen ist, habe ich keinen anspruch? Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das Haus gehört in den Zugewinnausgleich, wenn es bis zum Zeitpunkt des Scheidungsantrags erworben wird. Dies ist der Stichttag für das Endvermögen. Gleichtzeitig fallen auch alle anderen Transaktionen mit in den Zugewinnausgleich.

Den Anspruch behalten Sie weiterhin. Es ist nur die Frage, was und wieviel dort hineinfällt.
Daher mein Rat hier eine genaue Berechnung vorzunehmen. Wenn das Haus nicht hoch kreditbelastet ist, kann es für Sie eher vorteilhaft sein, dass Miteigentum anzutreten, wenn ansonsten nur wenig Endvermögen zu erwarten ist.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das Haus wird zu 100% finanziert, nur die Nebenkosten nicht. Ich sollte also nicht ins Grundbuch gehen?
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Jahren.
Also wird nicht sehr viel Eigenkapital hineinfließen. Daher sollten Sie ggf. mit in das Grundbuch gehen, wobei das Haus natürlich dann fast ausschließlich der Bank gehört. Es wird Ihnen daher nicht viel bringen, als dass sich Ihr Zugewinn erhöht.

Sie sollten es daher eher bleiben lassen, immer vorbehaltlich einer genaueren Prüfung.

Über Ihre Akzeptierung würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße

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