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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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Wie stehen die Chancen ein 8 -J hriges Tochter, die seit Ihrer

Kundenfrage

Wie stehen die Chancen ein 8 -Jähriges Tochter, die seit Ihrer Geburt bei einer Pflegefamilie lebt, zur leiblichen Familie zurückzuführen.
Die Umgangskontakte laufen schleppend, da die sogenannte Pflegeltern den Kontakt zu den leiblichen Eltern um jeden Preis verhindern würden und diese fast nach jedem Umgang Bedenken äußern (das Kind konnte sich ja zu den leiblichen Eltern gewönnen und den Pflegeeltern den Rücken kehren).
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank XXXXX XXXXXür Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung des von Ihnen zur Prüfung überlassenen Vertrages sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:



Sofern das Kind von den Pflegeeltern nicht adoptiert worden ist, wovon ich nach Ihrer Sachverhaltsschilderung zunächst ausgehe, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie wieder ihre elterliche Fürsorgepflicht wahrnehmen können. Sie sollten sich diesbezüglich einmal mit dem für Sie zuständigen Jugendamt auseinandersetzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.



Im Endeffekt kommt es auf das Wohl des Kindes an. Wenn es dem Kind bei der Pflegefamilie extrem gut geht, wird es relativ schwierig eine Rückführung zu bewirken. Dennoch ist dieses nicht unmöglich es kommt immer auf die Umstände des Einzelfalles an.



Sie sollten sich zunächst an das Jugendamt wenden. Sollte man ihnen dort nicht weiterhelfen, so sollten sie einen Fachanwalt für Familienrecht vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und gegebenenfalls der Einleitung gerichtlicher Schritte beauftragen.






Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven [email protected] im
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Zu dem Jugendamt, es macht uns viel Schwierigkeiten, da dieses damals das Kind der Pflegefamilie mit dem Vesprechen es adoptieren zu können, übergeben hat.

Kurz gasagt, es ist einer unserer Gegner.

Nur ein Rechtsanwalt kann uns helfen. Dass es dem Kind dort in der Pflegefamilie gut geht, kann ich mir vorstellen, aber bei uns würde ihm auch sehr gut gehen.

 

Was für Antrag sollen wir beim Gericht stellen?

- Rückführungsantrag oder Umgangskontakt (zur Zeit sind es 4 Stunden pro Monat und das halten wir für zu wenig). Was kann man verlangen?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Liebe Fragestellerin,
der von Ihnen geschilderte Sachverhalt ist ein schweres Schicksal, dass sich sicherlich nicht über dieses Forum abschließend klären lässt.
Aufgrund Ihrer Schilderung liegt die Vermutung nahe, dass weder das Jugendamt noch die Pflegefamilie ein Interesse daran hat, dass Ihr Kind in Ihre Familie zurückgeführt wird. Es ist leider nicht ersichtlich, wie die vergangenen 8 Jahre verlaufen sind. Um überhaupt eine Abschätzung vornehmen zu können, ob eine Rückführung realistisch realisierbar ist, müsste schon bekannt sein, ob während der gesamten Pflegschaft Kontakt zwischen Ihnen und dem Kind bestand, warum Sie die schwerwiegende Entscheidung getroffen haben, Ihr Kind in eine Pflegefamilie zu geben und hier wohl auch die Adoption des Kindes in den Raum gestellt haben.
Wichtig für den weiteren Verlauf ist auf jeden Fall, dass Sie die Möglichkeit erhalten, einen intensiveren Kontakt zu Ihrem Kind aufzubauen. Dem Kindeswohl absolut schädlich ist es allerdings, wenn alle Seiten quasi an dem Kind "ziehen".
Auch wenn es schwer fällt, sollten Sie für Ihr Kind die Bindung zu den Pflegeeltern akzeptieren. Denn die Fähigkeit der Bindungstoleranz ist in einem zu führenden Verfahren immer entscheidend. Unter Bindungstoleranz versteht man die Fähigkeit, emotionale Bindungen zu anderen Bezugspersonen zu akzeptieren.
In vergleichbaren Fällen wird mit dem Jugendamt ein Plan erstellt, wie die Besuchskontakte verlaufen und entsprechende Protokolle geführt, zu denen alle Beteiligten Stellung nehmen können.
In Ihrem Fall ist der Umgang mit 4 Stunden im Monat am untersten Limit angesetzt. Sie sollten daher die Umgangsvereinbarung einer erneuten gerichtlichen Regelung zuführen. Dies kann in einer sich langsam steigernden Umgangsregelung geschehen.
Gegenwärtig sehe ich die Chancen für eine Rückführung des Kindes in Ihren Haushalt unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes bedauerlicherweise sehr ungünstig.
Ich hoffe, Ihnen einen kleinen Einblick verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung: selbständiger Rechtsanwalt
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