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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 24926
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, mein Lebenspartner bietet nach der Trennung vor

Kundenfrage

Guten Tag,

mein Lebenspartner bietet nach der Trennung vor 3 Monaten mietfreies Wohnen in seinem Hausfür mich und unser Kind und die Übernahme der Kosten für eine private Grundschule
für unsere Tochter an. Mir erscheint das großzügig und ich möchte das Angebot gern annehmen. Kann ich auch später ( evtl. auch Jahre später ) " richtigen " Unterhalt beantragen oder muß ich das zwingend sofort nach der Trennung tun ?

Vielen Dank.
K.Lohs
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Bitte beachten Sie, dass der Unterhalt, sowohl für die Ehefrau, als auch für die Kinder grundsätzlich in Geld geschuldet ist. Eine Bestimmung der Leistung, als Naturalleistung steht dem Unterhaltsschuldner nicht zu. Wenn Sie den Vorschlag des Ehemannes so akzeptieren wollen, so würde ich dennoch nicht auf eine Berechnung des Unterhalts (Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt verzichten, da Sie ja nicht wissen können, ob das Angebot wirklich so großzüglich ist. Sicherer erscheint es in jedem Fall sich den Unterhalt als Geldbetrag zahlen zu lassen. Die Nutzung des Hauses kann Ihnen entweder einkommenserhöhend angerechnet werden, oder Sie zahlen Ihrem Ehemann eine monatliche Nutzungsentschädigung. Den Kindesunterhalt und den Mehrbedarf für die Privatschule würde ich als Barzahlung ausgestalten.

Beachten Sie, dass Sie nur einen Unterhaltsanspruch haben, wenn Sie ihn geltend machen, also wenn Sie Ihren Mann in Verzug setzen. Unterhaltsansprüche für die Vergangenheit können sehr wohl verwirken, wenn sie nicht geltend gemacht werden. Die Rechtsprechung nimmt hier einen Zeitraum von etwa einem Jahr an.

Insoweit sollten Sie den Unterhalt durchaus regulär geltend machen.

Sie merken also, Sie sind nur auf der sicheren Seite, wenn Sie den Unterhalt fordern und auch durchsetzen. Natürlich können Sie sich hinsichlich der Nutzung des Hauses dahingehend einigen, dass Ihnen eine bestimmte Summe als Einkommen (Wohnvorteil ) zugerechnet wird, was im Ergebnis auch dazu fürht dass der Ehemann nur noch wenig oder keinen Trennungsunterhalt mehr zu zahlen hat.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 24926
Erfahrung: Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle und ausführliche Antwort.
Wir sind nicht verheiratet und ich bin selbstständig,konnte aber seit der Geburt unserer Tochter nur ein sehr geringes Einkommen erzielen,da ich Mitarbeiter einstellen musste, um meine Praxis für Physiotherapie erhalten zu können.Das Haus und den Haushalt habe ich nahezu allein bewältigt, darum eine letzte Frage: unter welchen Umständen steht mir neben dem Kindesunterhalt auch eine Unterstützung zu und in welcher Form muß ich diese geltend machen. Unsere Tochter wird dieses Jahr eingeschult und ich bin unsicher, ob ich evtl. auch staatl. Hilfe, wie Wohngeld usw. beantragen kann, obwohl das Kind wie während der Partnerschaft beschlossen eine private Grundschule besuchen soll, die ich unter anderen Umständen keinesfalls in Erwägung gezogen hätte.
Nochmals großen Dank für Ihren Rat.
K.Lohs
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der Anspruch auf Wohngeld bestimmt sich nach § 26 SGB I. Danach kann Wohngeld sohl ein Mietzuschuss sein, als auch für die eigengenutzte Immobilie in Anspruch genommen werden. In Ihrem Fall liegt keine der beiden Alternativen vor, so dass es hier zu Problemen kommen könnte. Das Wohngeld beantragen Sie beim zuständigen Wohnungsamt.

Soweit Sie lediglich ein geringes Einkommen erzielen können Sie zudem ergänzend Hartz IV beantragen.

Soweit Ihre Tochter diese Jahr eingeschult wird und keine Reiferückstände aufweist besteht kein Anspruch auf Betreunungsunterhalt gegenüber dem Kindsvater.

Ergänzend rate ich Ihnen den Kindsvater dazu zu bewegen den Kindesunterhalt beim Jugendamt titulieren zu lassen. Dies ist absolut Kostenfrei und Sie haben im Falle eines Falles einen vollstreckbaren Titel und können so im Notfall gegen den Kindsvater sofort und ohne Umweg über das Gericht vollstrecken.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Frage zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht

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