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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26451
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich bin Vater von 2 T chtern und lebe seit 3 Monaten

Kundenfrage

Hallo, ich bin Vater von 2 Töchtern und lebe seit 3 Monaten getrennt von der Mutter / den beiden Töchtern. Wir haben geteiltes Sorgerecht. Sie ist in eine andere Stadt gezogen (zum Glück nur eine Autostunde entfernt). Ich sehe die Kinder z.Z. sofern die Mutter es zulässt mehr oder weniger jedes 2. Wochenende. Ich möchte meine Kinder gerne noch viel mehr sehen. Ich bin ein guter Vater, die Kinder fühlen sich wohl bei mir. Es geht ihnen gut bei mir. Ich möchte aber nicht das alleinige Sorgerecht beantragen, das geht mir zu weit. Ich zahle regelmäßig Unterhalt 580,-€ im Monat. Für mich bleibt recht wenig zum Leben. Jetzt droht die Mutter damit mir weitere Kosten "aufzudrücken", Sie stellt einen Antrag auf Kitakostenbeteiligung.
Ich frage mich, habe ich kein Recht auf Zuschuß/Anteiliges KIndergeld, wenn ich die Kinder regelmäßig sehe und die beiden auch bei mir Zeit verbringen?
Gruß von A. aus Berlin
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Hinsichtlich der Kita geht die Rechtsprechung davon aus, dass diese Beträge nicht in der Düsseldorfer Tabelle enthalten sind und somit von beiden Elternteilen quotal nach Leistungsfähigkeit zu tragen sind. Verpflegungskosten sind dabei herauszurechnen, weil diese schon mit dem Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle abgegolten sind.

Das Kindergeld steht natürlich beiden Elternteilen zu. Das Kindergeld wird an den Elternteil ausbezahlt bei dem die Kinder Ihren Lebensmittelpunkt haben (hier die Kindsmutter). Indirekt erhalten Sie jedoch Ihren Anteil vom Kindergeld. Das hälftige Kindergeld wird Ihnen nämlich beim Kindesunterhalt abgezogen.

Beim Umgang haben Sie momentan die Standartregelung. Wichtig für den Umgang ist jedoch das Kindeswohl. Also wenn Ihre Kinder gerne öfters Umgang haben möchten und Sie dies auch so einrichten können, dann sollten Sie diesbezüglich mit dem Jugendamt reden. Die 2-Wochen-Regelung ist kein Gesetz! Wenn Sie auf den "richtigen" Angestellten beim Jugendamt treffen, so sollte er Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen. Der Grundsatz den wir gegenüber unseren Mandanten immer wieder predigen ist: Je öfter Sie Umgang mit den Kindern haben, desto besser.

Erfahrungsgemäß entspannt sich auch das Verhältnis zur Kindsmutter, wenn nach der Trennung etwas mehr Zeit verstreicht.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick gegeben zu haben und bitte meine Frage zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Fachanwalt für Familienrecht

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