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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Dipom Jurist
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrter Rechtsanw lte, Ich u. meine Frau wollen uns

Beantwortete Frage:

Sehr geehrter Rechtsanwälte,

Ich u. meine Frau wollen uns Scheiden lassen. Nun wollen wir unser Vermögen aufteilen. Ich habe einen laufenden Bausparvertrag nur auf meinen Namen(Ehemann)noch bis 2013. Nun will meine Frau die hälfte des derzeitgen Kontostand des Bausparvertrag.Muss ich den Vertrag kündigen und Ihr die Hälfte auszahlen? Hat überhaupt anspruch darauf? Wie ist die Rechtslage?
Vielen Dank XXXXX XXXXX und mit freundlichen Grüßen Thorsten Voigt
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Herr Voigt,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

Es ist im Volksmund ein häufiger Irrglaube zwischen Ehegatten, dass infolge einer Scheidung die Vermögensgegenstände bzw. Vermögenswerte aufgeteilt werden. Dementsprechend müssen Sie Ihren Bausparvertrag grundsätzlich nicht kündigen und Ihre Frau hat auch keinen Anspruch auf Auszahlung der Hälfte des aktuellen Kontostandes.

Dies hat ganz einfach damit zu tun, dass während der ihr das viele nicht wissen Gütertrennung herrscht. Das bedeutet, dass das Vermögen der Ehegatten getrenntes Vermögen bleibt und nicht gemeinschaftliches Vermögen wird.

Nach der Ehescheidung bestehen grundsätzlich drei Ansprüche:

1. Versorgungsausgleich

2. nachehelicher Unterhalt

3. Zugewinnausgleich

Es besteht der Irrglaube, dass im Rahmen dieses Zugewinnausgleichs die Vermögensgegenstände der Hälfte nachzuteilen sind. Dass ist aber nicht der Fall. Es wird vielmehr der Zugewinn der beiden Ehegatten (also das, was die Ehegatten während der Ehe zum Beispiel durch Arbeitslöhne etc. hinzugewonnen haben, Schenkungen und Erbschaften bleiben grundsätzlich unberücksichtigt) ausgeglichen. Dies bedeutet, dass der eine Ehegatten der mehr hat dem anderen Ehegatten der weniger hat, die Hälfte der Differenz von seinem Zugewinn auszahlen aus.

Hierzu ein Beispiel:

Wenn der Ehemann mit 0 € in die Ehe geht und mit 100.000 € zum Stichtag aus der Ehe ausgeschaltet hatte einen Zugewinn von 100.000 € .

Wenn die Ehefrau 0 € in die Ehe geht und mit 10.000 € zum Stichtag aus der Ehe ausgeschaltet hatte einen Zugewinn von 10.000 €.

Die Differenz zwischen dem Zugewinn von Ehemann und Ihre Frau beträgt somit 90.000 €.

Hier müsste der Mann der Frau die Hälfte, also 45.000 € als Zugewinnausgleich auszahlen.

Ich möchte gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine
völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132

Danjel Newerla und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.