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Sandra100784
Sandra100784, staatlich anerkannte Erzieherin
Kategorie: Erziehung
Zufriedene Kunden: 6
Erfahrung:  Arbeit in einer U3 Gruppe, Fortbildung im Bereich Sprache, LES, Psychomotorik u. Erste Hilfe am Kind
59755210
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Sandra100784 ist jetzt online.

Hallo, Ich bin Tagesmutter und mein Tageskind Romina h rt nicht

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Ich bin Tagesmutter und mein Tageskind Romina hört
nicht auf mich, wenn es in die Schule geht, verkriecht sie sich unterm Bett.
In der Schule ist alles soweit ok.
Was soll ich Tun, damit das nicht mehr vorkommt???
Guten Tag liebe Tagesmutter!

Mit welcher Stimmung verkriecht sie sich denn?
Ist es eher ein Spiel für sie, also wirkt sie dabei entspannt oder hat sie eher eine angespannte Mimik und Gestik?


Es könnten mehrere Gründe geben, warum sie so reagiert.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es nicht an der Schule selber liegt, da sie ja schildern, dass in der Schule alles ok ist.

Es könnte sein, dass sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte. Die meisten Erwachsenen sehen es als selbstverständlich an, wenn ein Kind ohne Diskussion Folge leistet. Wenn sie eine Aufgabe erledigt hat, loben Sie sie prompt. Auch wenn sie nicht sofort auf die Aufforderungen reagiert. Kriecht sie letztendlich aus ihrem Versteck, denken bzw. äußern Sie nicht "Endlich!" oder ähnliches, sondern sprechen Sie ein Lob aus (auch wenn es in dem Moment vielleicht schwer fällt).
Sie möchte in dem Augenblick vielleicht auch einfach nur, dass sie sich mit ihr beschäftigen, auch wenn sie keine positive Aufmerksamkeit bekommt,sie bekommt Aufmerksamkeit und es ist ihr dann egal in welcher Form.

Ein weiterer Grund könnte sein,es findet ein Machtkampf zwischen Ihnen und dem Kind statt. Dann ist es wichtig, dass es nicht um jeden Preis darum geht, die Regeln zu befolgen. Gerade im Schulalter möchten Kinder verhandeln. Reden Sie mit ihr, gehen Sie Kompromisse ein, machen Sie Ausnahmen, so dass es für beide Seiten akzeptabel wird.
Das Gefährliche bei solchen Machtkämpfen ist, dass jeder unbedingt gewinnen möchte und auf seinem Standpunkt beharrt. Und selbst wenn das Kind zum Schluss Ärger bekommt, wird es diesen als Triumph ansehen, da es sie mal wieder so richtig auf die "Palme" gebracht hat.

Ich würde früh genug mit ihr über die nächsten Schritte/ die weitere Vorgehensweise reden. Beim Frühstück/ gemeinsamen beisammen sitzen o.ä. den weiteren Plan besprechen, sie miteinbeziehen (sie ist ja schon "groß"). Irgendeinen Anreiz bieten, den sie motiviert und von ihrem "Versteckspiel" abhält. Was macht sie gerne? Hat sie ganz bestimmte Vorlieben/ Hobbies? Womit könnte ich sie "locken"?
Auch eventuelle Konsequenzen können besprochen werden, sogar von ihr selber aufgestellt werden (eine super Idee, die ich bei meiner Tochter auch schon angewandt habe: einen "Regelplan" selber basteln). Fragen sie mal nach, was sie für angebracht halten würde. Wichtig dabei ist, dass die Konsequenz eher eine logische Folge ist, als eine Bestrafung. Also in Zusammenhang mit der Tat steht (z.B. "Wenn du jetzt nicht aus deinem Versteck kommst, können wir vor der Schule nicht zum Bäcker. Das schaffen wir dann nicht mehr." oder "...dann gehen wir nicht an der Pferdeweide vorbei, sondern einen kürzeren Weg... oder "...können wir nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren..."). Dann sind Sie nicht die Bestrafende, sondern es ist eine logische Folge aus ihrem Verhalten heraus. Das Einhalten von Regeln klappt besser, wenn das Kind sie einsieht!
Achtung!: Die Konsequenz muss auf jeden Fall eingehalten werden! Nicht nur drohen, sonst nimmt sie Sie nicht mehr ernst.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Habe für weitere Fragen auch weiterhin ein offenes Ohr:)

Freundliche Grüße und viel Erfolg!

Sandra
Sandra100784 und weitere Experten für Erziehung sind bereit, Ihnen zu helfen.