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Psychotherapie
Psychotherapie, Doktor
Kategorie: Erziehung
Zufriedene Kunden: 12
Erfahrung:  Heilpraktiker für Psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Supervisor, Zusatzausbildung Kommunikationspsychologi
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Psychotherapie ist jetzt online.

Hallo! Unsere Tochter ist 15, wird dieses Jahr 16. Sie hat

Kundenfrage

Hallo!
Unsere Tochter ist 15, wird dieses Jahr 16. Sie hat im März ihren Freund kennengelernt, der aber einen schlechten Einfluß auf sie hat. Zu seiner Vergangenheit kann man sagen, das er der rechten Szene angehört, mehrere Anzeigen diebezüglich hat und auch schon die Schule verlassen mußte. Er wohnt mit seiner Mutti und seiner Schwester in einer 3 Raum Wohnung und bezieht Hartz IV. Hat auch keine Lust eine Arbeit anzunehmen. Wir sind eine Familie mit 5 Kindern, bekommen kein Hartz IV, aber Kinderzuschlag. Seit unsere Tochter mit diesem Jungen zusammen ist, hat sich ihr Leben total verändert. Sie ist in der Schule schlechter geworden, macht zu Hause nichts mehr, kümmert sich nicht mehr um ihren Hund und ihr Umgangston ist unter aller Würde. Ihr Freund wird auch schnell handgreiflich, hat unseren großen Sohn so unglücklich geschlagen, das er Nasenbluten hatte und der kleineren Tochter leicht die Hand verdreht. Es haben ihr schon viele von dieser Beziehung abgeraten. Aber sie möchte es nicht wahrhaben und diese Beziehung unbedingt beibehalten. Das größere Problem ist, das sie mit ihm zusammenziehen möchte, sobald sie 16 ist. Er ist 18. Beide haben im Internet gelesen, das dies nur duch eine Hochzeit oder mit einem Kind möglich ist. Laut Gesetz müssten sie ja bis 25 zu Hause leben, wenn sie nicht für ihren eigenen Unterhalt sorgen können. Gestern war ich mit ihr beim Frauenarzt um die Pille verschreiben zu lassen. Sie hat abgelehnt, weil sie ein Kind möchte. Sie weiß, das sie noch minderjährig ist und eigendlich mit ihm nicht zusammensein sollte, aber das ist ihr egal. Sie verbringt jetzt in den Ferien auch die Nächte bei ihm. Kurz gesagt provozieren die beiden so sehr, um eine eigene Wohnung zu bekommen. Ihr Freund sagte, das er einen Antrag gestellt habe, um etwas eigenes zu bekommen. Seine Mutter hätte gesagt, das er allen das Leben schwer macht. Unsere Tochter sollte das nun auch so machen, damit es einen Grund gibt. Einer solchen Art und Weise können wir aber nicht zustimmen. Wie können wir verfahren, gibt es Möglichkeiten für eine eigene Wohnung. Ich muß dazu sagen, das wir für unsere Tochter keine eigene Wohnung finanzieren können. Unsere Tochter hat zu Hause ein eigenes Zimmer. Unsere Wohnung hat 99 qm. Insgesamt haben wir nicht sehr viel Platz. Aus unserem Wohnzimmer haben wir zwei ganz kleine Kinderzimmer gemacht für die beiden Jungen, die aber jetzt auch etwas mehr Platz benötigen. Für uns als Eltern bleibt die Küche und das Schlafzimmer. Ansonsten hat jedes Kind sein eigenes Zimmer. Ich möchte noch dazu sagen, das es zwischen uns und unserer Tochter keine Streitereien gibt, außer die oben genannten Konflikte. Sie liebt ihre Familie, schreibt auch mal liebe Zeilen, aber sie will mit aller Macht mit diesem Jungen zusammenziehen. Kann sie das? Welche Möglichkeiten gibt es für einen Auszug? Käme eine WG mit Betreuung in Frage? Wer übernimmt die Kosten ? Sie möchte jetzt mit diesem Jungen 4 Tage in den Urlaub fahren. Wie sollen wir uns verhalten? Ist das rechtlich möglich? Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erziehung
Experte:  Psychotherapie hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Vielen Dank XXXXX XXXXX offene und ausführliche Frage. Ich habe das gut verstanden, dass sie eigentlich eine gute familiäre Beziehung zu ihrer Tochter haben? Nun sehen sie, dass ihre Tochter dabei ist, Entscheidungen zu treffen, vor denen sie sie schützen möchten. Dies entspricht auch ihrer Rolle als Eltern, die sich sorgen. Ihre Tochter ist erst 15, somit liegt das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei ihnen. Sicher wäre es ihnen recht, wenn sie ein Gespräch mit der Tochter führen könnten, sie dann zur Vernunft käme und vielleicht etwas vorsichtiger in ihr erwachsenenleben starten würde. So einfach ist das aber leider nicht, das haben sie selbst schön festgestellt.

Aber ihre Position ist möglicherweise mit mehr Energie ausgestattet als sie glauben. Sie sind doch überzeugt, dass ihre Tochter vor einem Fehler steht. Möglicherweise können sie dies nicht verhindern, das könnte schon sein, in dem Fall muss ihre Tochter möglicher Weise eigene -nach ihrer nachvollziehbaren Sicht schlechte Erfahrungen machen. In dem Fall wäre es wichtig, dass sie evtl. Nach der Krise für sie da sind.

Aber so weit ist es noch lange nicht. Bitte überlegen sie gut, wie sie vielleicht unbewusst ihre Tochter dabei sogar zu ihrer Entscheidung bestärken. Suchen sie dazu vielleicht das Gespräch mit einer guten Freundin oder auch einer Erziehungsberatungsstelle in ihrer nahe, die können sie nach terminabsprache aufsuchen. Und dann heißt es sich auseinandersetzen und kämpfen. Machen sie es ihrer Tochter nicht zu leicht. Bestehen sie auf die Einhaltung der Pflichten (z.b. Hund). Stellen sie sich in den Weg, vertreten sie ihre Elternrolle respektvoll aber klar. Wenn sie sich sicher sind, können sie ihre Meinung auch klarer vertreten. Ob und wann der Freund in ihrer Wohnung ist, bestimmen sie z.b. mit.

Geben sie bei allem, was sie tun deutlich zur Kenntnis, das sie aus Sorge um ihre Tochter handeln, dass sie sich Grosse Sorgen machen. Sicher sollen Sie dabei der Meinung ihrer Tochter Respekt entgegen bringen, behalten Sie sich aber auch den gleichen Respekt vor.

Ich hoffe, ihnen mit dieser Antwort eine Hilfe und eine Ermutigung gegeben zu haben und Wünsche ihnen eine gute Hand bei ihrer schwierigen Aufgabe als Eltern.

Herzliche Grüsse

Könnten Sie uns mehr Informationen zu Ihrer Frage geben?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für die informationsreiche Antwort. Wir möchten , das unsere Tochter wieder den richtigen Weg findet und zu Hause wohnen bleibt. Wir werden nach wie vor für sie da sein. Vor der Zeit mit ihrem Freund sagte sie immer: "Ich ziehe nie aus.". Natürlich ändern sich die Zeiten. Ich hätte schon gerne noch eine Antwort auf meine letzten gestellten Fragen. Wie vor allem die Rechtslage in diesen Situationen ist. Dies ist uns wichtig, damit wir einerseits unserer Tochter richtige Antworten geben können und andererseits damit wir wissen, was es für Möglichkeiten gibt.
Experte:  Psychotherapie hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,Erst mal vielen dank XXXXX XXXXX nachfrage. Für eine rechtliche Beratung sollten Sie sich an einen Juristen wenden. Das darf ich als Psychotherapeut nicht. Ich kann ihnen allerdings sagen, dass Sie bei ihrem zuständigen Jugendamt einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung Stellen können. Dort würden Sie auch beraten und zu den Kosten. Ob eine Unterbringung zum Beispiel in einer betreuten wg Sinn macht, wenn ihre Tochter nicht einverstanden ist, ist fraglich, aber ein Gespräch mit dem Jugendamt kann natürlich nicht schaden.Sehr geehrte Fragesteller/in, meine Devise ist immer, lieber eine unangenehme Wahrheit als eine angenehme lüge. Bitte prüfen Sie aber selbst gut, ob ich ihre Situation auch richtig verstanden habe, das können nur Sie selbst beurteilen , denn niemand ist ein besserer Experte für ihre sehr persönliche Situation als Sie selbst. Mein Rat ist: bringen Sie mehr Klarheit und Sicherheit in die Situation, nehmen Sie deutlich Stellung, ... Dazu ist es sehr wichtig, dass Sie selbst auch einen klaren Standpunkt für sich finden. Bitte gönnen Sie sich dazu möglichst Beratung, sicher gibt es in ihrer Gegend eine Beratungsstelle. Dabei geht es mir drum, Sie in dem Prozess zu Stärken. Ich Wünsche ihnen viel Kraft für den sicher nicht einfachen Weg. Herzliche Grüsse