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Sandra100784
Sandra100784, staatlich anerkannte Erzieherin
Kategorie: Erziehung
Zufriedene Kunden: 6
Erfahrung:  Arbeit in einer U3 Gruppe, Fortbildung im Bereich Sprache, LES, Psychomotorik u. Erste Hilfe am Kind
59755210
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Sandra100784 ist jetzt online.

Wir haben einen eineinhalbj hrigen Sohn, der u erst quirlig,

Kundenfrage

Wir haben einen eineinhalbjährigen Sohn, der äußerst quirlig, unruhig, rastlos und sehr fordernd ist. Manchmal haben wir den Eindruck, dass er ADS haben könnte. Er reagiert auf Frust meistens mit auf dem Tisch hauen oder werfen eines Gegenstandes. Es ist klar, dass man ADS oder ADHS in diesem Alter noch nicht sicher feststellen kann. Allerdings bin ich, der Vater, ADS'ler (heute ohne Hyperaktivität) und habe bis heute mit Zerstreutheit, immer neuen Projekten, die nicht zu Ende geführt werden, massiven Tagträumen, schnellem Frust einhergehend mit Wut u. a. Verhaltensweisen zu tun, die man bei ADS gehäuft antrifft.

Ansonsten ist er ein auffällig schönes Kind (halb thail., halb deutsch) sehr kräftig, sehr selbstbewusst und durchsetzungsstark gegenüber anderen Kindern und grundsätzlich eher fröhlich und gut gelaunt.

Unsere Problem: Unser Sohn schlägt immer häufiger uns und andere Personen, die er nicht oder im Moment nicht mag oder um sich haben will. Vor einem halben Jahr hatte er lediglich zeitweise seine Mutter geschlagen (aber eher symbolisch oder leicht). Bei mir, dem Vater, traut er sich das anscheinend nicht. Jetzt schlägt er aber mich praktisch bei jeder Gelegenheit, sofern meine Frau, also seine Mutter, dabei ist. Wenn ich mit ihm alleine bin, ist er mir zugewandt und meistens ganz brav.

Unsere Fragen: Was bedeutet dieses Schlagen und Abwehren psychologisch in seinem Alter gegenüber uns Eltern, aber auch fremden Personen? Wie sollen wir damit erzieherisch sinnvoll umgehen, damit dieses Verhalten aufhört?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erziehung
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage.

Es ist verständlich, dass Sie sich als Vater mit einem in fragekommenden Störungshintergrund Gedanken machen, ob nicht Ihr Sohn das gleiche Problem haben könnte. Mit Sicherheit ist dies nicht auszuschließen, jedoch zum Zeitpunkt der angedeuteten Probleme in der Erziehung in keinem realistischen kausalen Zusammenhang zu sehen. D.h. man muss bei der Exploration (Untersuchung) der Hintergrundprobleme sich Hilfe durch externe Beobachterinnen und Beobachter holen um eine schon im entwicklungspsychologischen Kontext bestimmte nicht altersspezifische Symptome zu erkennen. diese Hilfe erhalten Sie z.B. auch kompetent in einer Erziehungsberatungsstelle und können da auch ohne viel Aufwand mit Ihrem Kind vorstellig werden und um dann, so eine Störungssymptomatik vorliegen sollte sich fachpsychologische Hilfe zu suchen. Zum Teil und dessen sein Sie sich immer bewusst, lernen Kinder in diesem Alter primär von dem was Ihnen Eltern vorleben und Sie brauchen sich nicht wundern, dass Ihr Kind Ihnen auf die hand haut, wenn Sie es bei Ihm tun, denn es filtert, hinterfragt oder vergleicht in diesem Alter nocht nicht. Es wäre auch also hier ratsam, dass Sie Ihr Verhalten im Umgang mit dem Kind überprüfen. Dies kann ja auch ein mal Gegenstand einer Erziehungsberatung sein.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen kurzen Antwortzeilen etwas weiter helfen und wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das Abweisen und Schlagen mit der Hand, begann bei unserem Sohn lange bevor wir es, nach reichlicher Überlegung, wagten, das erste Mal ihm einen symbolischen Klaps auf die schlagende Hand zu geben. Da sollten Ursache und Wirkung nicht verwechselt werden.

Ich bin selbst langjähriger Gymnasial- und Berufaschullehrer und bin sehr wohl in der Lage, meine Erziehungmeteoden zu reflektieren und tue dies auch. Ihr Hinweis, spezielle Erziehungsberater etc. aufzusuchen ist deshalb völlig in Ordnung, wir haben uns schon informiert, wo es das gibt.

Allerdings waren meine Fragen an "justanswer" gerichtet und ich möchte sie deshalb auch hier beantwortet bekommen. Ein Verweis auf andere Einrichtungen, meine Fragen zu beantworten ist deshalb nicht hilfreich. Und wenn Sie es nicht beantworten können, dürfen Sie das auch ruhig sagen.

Ferner hatte ich explizit nach dem psychologischen Hintergrund gefragt, wenn kleine Kinder ihre Eltern und andere Erwachsene gelegentlich schlagen. Das ist eine Frage, die ich unabhängig von dem aktuellen Fall und unabhängig von einem bestimmten Kind gestellt habe.

Es ist so ähnlich, wie die Frage, was kann es bedeuten, wenn Kinder ins Bett nässen o. ä. Können Sie dazu bitte noch Stellung nehmen?
Experte:  Sandra100784 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meine erste Vermutung: Die Beziehung zwischen Ihrem Sohn und Ihrer Frau spielt eine größere Rolle bei Ihrer Problematik, da Sie einen Unterschied in seinem Verhalten schildern, wenn die Mutter anwesend bzw. nicht anwesend ist.
Es könnte sein, dass er sich sicher/ überlegen fühlt, wenn die Mutter in der Nähe ist.
Es könnte auch Eifersucht oder Aufmerksamkeit ein Grund sein.
Gibt es ein besonderes Verhältnis zwischen den beiden?
Spielen evtl. Vorgeschichten eine Rolle (Geburt, Krankheiten etc.)?
Ist Ihre Frau berufstätig?
Zweite Vermutung:
Die Vorbildfunktion spielt bei Kindern eine wichtige Rolle. Sie als Vater sind ein direktes Vorbild für Ihren Sohn.
Es könnte sogar sein, dass Sie durch Ihre eigenen Erfahrungen Ihrem Sohn empathischer gegenüber treten und er dies unbewusst spürt. Man reagiert automatisch anders auf Verhaltensweisen, wenn man sich hineinversetzen kann und das bekommt die jeweilige Person zu spüren. Darum vielleicht das "brave" Verhalten, wenn er mit Ihnen allein ist. Wenn dann Dritte dazu kommen ändert sich die Situation und somit sein Verhalten. Er muss dann mit anderen/ neuen Reizen umgehen.
Hat Ihr Sohn Verhaltensweisen bei Ihnen beobachten können (Wut, Frust...)?
Sehen Sie Parallelen zwischen Ihrem Verhalten und dem Ihres Sohnes?
Würden Sie selber behaupten, dass Sie sich ihm gegenüber konsequent verhalten?
Wichtig, besonders für Kinder in diesem Alter (unter drei Jahren) ist ein direktes und konsequentes Handeln. Der Zusammenhang zur "Tat" muss für das Kind klar und zu begreifen sein. Also keine langen Erklärungen oder dergleichen, eine kurze Ansage und direktes Handeln sind angebracht.
Damit ist allerdings nicht gemeint, dass Sie selber handgreiflich werden.
Zurück schlagen ist pädagogisch eher nicht sinnvoll. Besser seine Hand leicht festhalten und klar das eigene Missfallen durch Mimik, Gestik und ein klares, bestimmtes "Nein" oder "Stop" signalisieren.
Ich würde nicht das direkte "Problem", also das Schlagen an sich "behandeln".
Am wichtigsten ist, die Hintergründe herauszufinden und darauf zu reagieren.
Also wenn er beispielsweise einen Wutanfall bekommt, die Gesamtsituation betrachten, am besten ruhig und objektiv bleiben (auch wenn´s schwer fällt). Was könnte der Auslöser für sein Verhalten sein? Überfordert ihn etwas in dem Moment? Wie kann ich ihm helfen aus der Situation heraus zu kommen (durch Ablenkung, Abstand nehmen, Verändern des Standpunktes/ der Situation)?
Kein Kind handelt aus Boshaftigkeit oder um jemanden zu ärgern. Es liegen immer tiefere Gründe vor. Darum ist es wichtig mit einer positiven Grundhaltung an die Problematik heranzugehen, zu überlegen, wie kann ich meinem Kind helfen und nicht das Kind selbst als Störfaktor zu sehen.
Sie sind der Erwachsene und können die Situation kontrollieren.
Haben Sie das Selbstvertrauen und das Vertrauen zu Ihrem Sohn, der lediglich auf das reagiert, was ihm dargeboten wird.
Freundliche Grüße
Sandra
Sandra100784, staatlich anerkannte Erzieherin
Kategorie: Erziehung
Zufriedene Kunden: 6
Erfahrung: Arbeit in einer U3 Gruppe, Fortbildung im Bereich Sprache, LES, Psychomotorik u. Erste Hilfe am Kind
Sandra100784 und weitere Experten für Erziehung sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX detailliert auf unser Anliegen eingegangen sind. Ihre Hinweise und Fragen sind brauchbar und hilfreich. Da Fabian gestern bei der Tagesmutter sogar zwei andere Kinder geschlagen und nicht unerheblich verletzt hat, sprechen wir ihn jetzt wieder jedes Mal sofort durch Hand auf die Schulter legen und Augenkontakt und ein deutliches "Nein" etc. an. Das hat heute morgen schon zu ersten Erfolgen geführt. Er hat sein Schlagen uns gegenüber deutlich reduziert und gemildert.
Experte:  Sandra100784 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es freut mich sehr, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.
Zu dem Fall bei der Tagesmutter ist es vielleicht noch wichtig zu wissen, dass Kinder in dem Alter Ihres Sohnes noch nicht nach Gewissen, sondern aus reinem Impuls handeln. D.h. ein selbständiges Spielen in einer Gruppe dieser Altersklasse läuft selten geregelt ab und man kann oft beobachten, dass die Kinder handgreiflich werden. Verbal und sozial noch nicht ausreichend ausgerüstet bleibt auch meist keine andere Wahl. In welchem Maße die handgreiflichen Aktionen stattfinden hängt dann wiederum von dem Umständen und auch vom Charakter der Kinder ab. Sie benötigen in jedem Fall die Beobachtung und gezielte Hilfestellung des Erwachsenen (in dem Fall die Tagesmutter). Die bekannte Pädagogin Maria Montessori behauptete sogar, dass Kinder bis zu ihrem 3. Lebensjahr Einzelgänger sind und man als Erwachsener akzeptieren muss, wenn keine oder wenig Interaktionen gegenüber anderen statt finden. Das Kind lernt erst sich mit sich selbst und seiner näheren Umgebung auseinanderzusetzen. Danach erst kann es sich auf mehr einlassen, wie beispielsweise ein Spiel in einer Kindergruppe. Der Erwachsene ist stets als präsenter Beobachter in der Nähe des Kindes und handelt nach dem schönen Motto aus der Montessori-Pädagogik "Hilf mir es selbst zu tun!" immer unterstützend und einfühlend.
Sprechen Sie die Tagesmutter auch ruhig darauf an, wenn sie denken, dass Ihr Kind überfordert sein sollte und deshalb handgreiflich agiert.
Sandra100784, staatlich anerkannte Erzieherin
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