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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbschaftssteuer
Zufriedene Kunden: 887
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Hallo;habe vor drei jahren geerbt.wegen eines anteil einer

Kundenfrage

Hallo;habe vor drei jahren geerbt.wegen eines anteil einer wohnung bekam ich erst jetzt nach fast 2 jahren rechtsstreit das geld ausgezahlt.mir sind aber hinsichtlich der erbsache erhebliche anwaltskosten entstanden.ich kann nachweisen das die gegenseite im verzug war,aber auch auf meine ersten schreiben nebst anwaltsschreiben in keinsterweise reagiert hat.meine frage.
Diese kosten haben direkt mit dem erbe zutun,wo kann ich diese kosten erstattet bekommen?es geht immerhin um einige tausend euro.das finanzamt hat mir das noch nicht berücksichtigt.meine erbschaftssteuer habe ich aber bezahlt.
Mit freundlichen grüßen
Frank. Gareis
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbschaftssteuer
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

vielen Dank für ihre Frage, die ich gerne wie folgt beantworte:

 

Vom steuerpflichtigen Erwerb sind als Nachlassverbindlichkeiten die Kosten abzugsfähig, die dem Erwerber im unmittelbaren Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses oder mit der Erlangung des Erwerbs entstehen, dies ergibt sich aus § 10 Abs.5 Nr.3 Erbschaftsteuergesetz. Sie können deshalb die Anwaltskosten, die im Zusammenhang mit der Verteilung des Nachlasses gestanden haben, von der Bemessungsgrundlage für die Erbschaftsteuer abziehen.

 

Da die Anwaltskosten im Rahmen des Erbschaftsteuerbescheids nicht berücksichtigt wurden und die einmonatige Einspruchsfrist gegen den Erbschaftsteuerbescheid abgelaufen ist, müssen Sie einen Antrag auf Änderung des Erbschaftsteuerbescheids gemäß § 173 Abs.1 Nr.2 AO bei dem FA stellen, das den Erbschaftsteuerbescheid erlassen hat. Eine Änderung des Erbschaftsteuerbescheids zu ihren Gunsten durch Abzug der Anwaltskosten als Nachlassverbindlichkeit vom steuerpflichtigen Erwerb ist nach dieser Bestimmung bis zum Ablauf der Festsetzungsverjährungsfrist möglich, wenn nachträglich Tatsachen oder Beweismittel dem Finanzamt bekannt werden, die zu einer niedrigeren Steuer führen und dem Steuerpflichtigen kein grobes Verschulden daran trifft, das die Tatsachen und Beweismittel erst nachträglich bekannt werden.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gerne zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich bitten meine Steuerberatung zu vergüten indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

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