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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 23365
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, die Mutter meiner Frau ist

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Mutter meiner Frau ist verstorben (Witwe). Sie hat als alleinige Eigentümerin in einem Einfamilienhaus gelebt. Bei ihr hat die Schwester meiner Frau gewohnt. -Mehr oder weniger von Sozialhilfe oder geringfügiger Beschäftigung gelebt).
Ein Testament wurde nicht verfasst. Demnach sind meine Frau und die Schwester die gesetzlichen Erben. Nun hat die Schwester meiner Frau verkündet, dass sie beim Nachlassgericht eine Verfügung seitens der Verstorbenen eingereicht hat wonach ihr nebst hälftigem Anteil an der Immobilie noch ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt werden soll. Im Grundbuch ist noch keine Eintragung erfolgt.
Somit wäre sie Erbin der hälftigen Immobilie und gleichzeitig Nutzerin der Immobilie zu Lebzeiten (sie ist 60 Jahre alt). Meine hätte ausser Verpflichtungen nichts geerbt.
Hinzu kommt noch das Problem wie sie künftig die Unterhaltskosten bestreiten will.
Ist das alles rechtens?
Ihrer Antwort sehe ich mit Interesse entgegen.
Vielen Dank ***** ***** Grüße
Paul Brengel

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das ist nicht rechtens!

Ein lebenslanges Wohnrecht hätte der Schwester Ihrer Frau nur auf zwei Wegen eingeräumt werden können:

1.) Die verstorbene Erblasserin hätte in einem Testament ausdrücklich anordnen und verfügen müssen, dass ihr ein solches lebenslanges Wohnrecht zustehen soll.

Das ist hier nicht der Fall, denn die Erblasserin hat kein Testament errichtet!

2.) Die Verstorbene hätte zu Lebzeiten der Tochter ein lebenslanges Wohnrecht einräumen können, und dieses wäre (ebenfalls noch zu Lebzeiten der Erblasserin) sodann in das Grundbuch eingetragen worden.

Auch das ist hier nicht der Fall.

Selbst wenn eine solche "Verfügung" existieren sollte, so würde diese gegenüber Ihrer Frau als Rechtsnachfolgerin nach der verstorbenen Mutter (=Erbin) keine Rechtswirkung entfalten, da es sich dann um eine rein schuldrechtliche Abrede zwischen der Mutter und der Tochter handeln würde. Rechtswirkung gegenüber Ihrer Frau würde diese Abrede nur entfalten, wenn diese im Grundbuch eingetragen wäre - woran es aber gerade fehlt!

Im rechtlichen Ergebnis bedeutet dies, dass der Schwester kein Wohnrecht zusteht!
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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwa