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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 23088
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Herren, ich wurde durch Tod und Testament

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Herren, ich wurde durch Tod und Testament meines Vaters (schon Witwer) enterbt. Es gibt nur meine Schwester, die nun Alleinerbin ist. Ich habe meinen Pflichtteil geltend gemacht. Soweit besteht Einigung. Es wurde ein Nachlassverzeichnis erstellt. Aber Sie können sich denken, dass meine Schwester nun nicht gerne Auskunft erteilt, zumal etwas Vermögen aus dem Nachlaß meines Vaters vererbt wurde, unter anderem ein kleines Haus.
Nun meine Fragen:
1. Wenn ich nun den Pflichtteil ausgezahlt bekomme, kann ich dann auch noch danach, also z.B. ein Jahr später weitere Ansprüche geltend machen, wenn ich feststelle, dass zum Zeitpunkt des Nachlassverzeichnisses nicht alles ordnungsgemäß durch meine Schwester angegeben wurde?
2. Ausgleichs- und pflichtteilsergänzende Zuwendungen und Schenkungen durch unseren Vater hat meine Schwester verneint. Ich weiß aber, dass unser Vater ihr und ihrer Familie Reisen bezahlt hat und auch der Enkeltochter eine kleine Wohnung eingerichtet hat. Muss das auch offengelegt werden?
3. Zum Haus wurde ein Gutachten durch einen staatlich anerkannten Gutachter gefertigt. Das ist so i.O. Aber woher weiß ich, dass der Wert des Hauses in dem Gutachtens richtig eingeschätzt wurde? Ein anderer Gutachter hätte vielleicht mehr geschätzt. Kann ich auf eigene Kosten ein weiteres Gutachten beibringen?
4. Wenn meine Schwester sagen wir in den nächsten 5 Jahren das Haus mit einem Gewinn oder Verlust im Verhältnis zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung verkauft, kann ich dann aus der Differenz eine Nachforderung zum Pflichtteil geltend machen oder muss ich gar bei einem Verlust etwas zurück zahlen?
Gepostet: vor 24 Tagen.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1. Ja, wenn sich im Nachhinein erweisen sollte, dass die Angaben zu Bestand und Umfang des Nachlasses lückenhaft oder gar wahrheitswidrig waren, so können Sie - unter Zugrundelegung des neu zu berechnenden Nachlasswertes - einen entsprechend höheren Pflichtteil einfordern.

2. Sofern Pflichtteilergänzungsansprüche gemäß § 2325 BGB im Raume stehen, hat Ihnen Ihre Schwester hierüber ebenfalls in gebotenem Umfang Auskunft zu erteilen. Sind Sie im Zweifel, ob die Auskünfte vollständig sind, so können Sie die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung einfordern. Sollten die Angaben sodann nicht stimmen, würde Ihre Schwester sich strafbar machen (§ 156 StGB).

3. Sofern begründete Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens bestehen sollten, so können Sie auf eigene Kosten ein weiteres Gutachten fertigen lassen.

4. Nein, etwaige Nachforderungen (eine Nachschusspflicht zu Ihren Lasten) bei einem späteren Verkauf des Hauses bleiben rechtlich außer Betracht. Maßgeblich ist ausschließlich der Nachlasswert zum Zeitpunkt des Erbfalls.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 24 Tagen.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Danke ***** *****
Noch zu 1.: Wie lange kann ich noch nachträglich einen Anspruch stellen? Ein Jahr oder länger? Gibt es eine Frist?
Noch zu 2.: Zählen Reisen oder Wohnungseinrichtungen, wie von mir angedeutet, zu den Pflichtteilsergänzungsansprüchen? Muss auch Bargeld, welches der Vater innerhalb der letzten 10 Jahre, an seine eigene Schwester gegeben hat, mit aufgeführt werden? Könnte ich auch von dieser Schwester (meine Tante) eine eidesstaatliche Erklärung verlangen?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 24 Tagen.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

zu 1.: Es würde in diesem Fall die 3-jährige Verjährungsfrist für den Pflichtteilsanspruch neu zu laufen beginnen, wenn sich herausstellt, dass unwahre Angaben gemacht worden sind. Sie hätten also ab Kenntniserlangung 3 Jahre Zeit, Ihre weitergehenden Ansprüche geltend zu machen.

zu 2.: Sämtliche Schenkungen sind grundsätzlich pflichtteilsergänzungsrelevant, also auch geschenkte Reisen oder Wohnungseinrichtungen.

Nein, der Pflichtteilergänzungsanspruch des Pflichtteilsberechtigten - also Sie - richtet sich nur gegen den Erben, nicht aber gegen Dritte (hier die Tante).

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Sehr geehrter Herr RA, erst einmal danke für Ihre kompetente Antwort. Ich muß darüber nachdenken und melde mich auf jeden Fall. Ich gebe auch eine sehr gute Bewertung für Sie ab. Aber lassen Sie mir noch ca. 48 Stunde Zeit. Ich melde mich. MfG M.Förster
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 24 Tagen.

Gern.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 23 Tagen.

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Ich habe meine Arbeitszeit aufgewendet, um Ihnen behilflich zu sein, und Ihre Anfrage ist in aller Ausführlichkeit beantwortet worden.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Sehr geehrter Herr RA, noch folgende Nach-Fragen:
zu 2. Schenkungen: Ist es egal, zu welchem Anlass die Schenkung erfolgte? Ich meine: da meine Schwester Ihren 50. Geburtstag hatte und auch Silberhochzeit könnte man behaupten, das waren ja Schenkungen aus besonderem Anlass, das hätte nichts mit dem Vermögen zu tun. Ich denke jedoch, nur wenn Vermögen vorhanden ist, kann man auch entsprechend "hohe" Geschenke machen. Gehe ich richtig in der Annahme, dass auch solche Geschenke pflichtteilsergänzend relevant sind?Der Hausrat wurde nicht bewertet. Ich weiß, dass dieser keinen hohen Wert hat. Aber kann ich einzelne Stücke zur Bewertung verlangen, z.B. einen Billardtisch mit Restwert, eine Mahagoni-vergoldete Standpendeluhr? Wie sieht es aus mit der Bewertung von im Haushalt befindlichem Goldschmuck? Meine Schwester wollte mir einzelne Schmuckstücke geben, ich möchte das aber nicht, sondern möchte den Gegenwert (Gold/Materialpreis) in Geld. Kann ich das verlangen?Nach Abschluss der Pflichtteilsauszahlung soll ich einen Beleg unterschreiben, auf dem ich den Empfang quittiere und auf weitere Ansprüche verzichte. Muss ich das so unterschreiben? Gilt als Nachweis der Zahlung nicht der Kontoauszug?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 23 Tagen.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Das ist richtig: Schenkungen, die anlässlich etwa eines Geburtstages oder eines anderen besonderen Anlasses erfolgten, unterliegen ebenfalls dem Pflichtteilergänzungsanspruch, sofern diese Schenkungen besonders wertvoll waren.

Ja, als Pflichtteilsberechtigter steht Ihnen (nur) ein Anspruch zu, der auf Geldzahlung gerichtet ist. Sie müssen also einzelne Stücke erst gar nicht entgegennehmen. Dies können Sie notfalls auch einklagen!

Wenn Sie eine objektive Bewertung des Hausrats anzweifeln, können Sie auch Ihrerseits ein Wertgutachten fertigen lassen.

Nein, Sie müssen keinen Beleg unterschreiben, denn der Eingang der Zahlung auf Ihrem Konto reicht in der Tat vollkommen aus.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt