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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 23096
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Einen schönen guten Abend. Ich habe ein Frage zum Erbrecht.

Beantwortete Frage:

Einen schönen guten Abend. Ich habe ein Frage zum Erbrecht.
Meine Großmutter ist dieses Jahr verstorben. In Ihrem Testament aus dem Jahr 2000 hat Sie auch meine Mutter bedacht. Meine Mutter ist 2010 verstorben. Ich bin der Alleinerbe meiner Mutter.
Nun hat das Nachlassgericht u.a. mich angeschrieben, wegen der Auslegung des Testaments von meiner Großmutter. Wie sie schreiben, treten mein Bruder und ich als Abkömmlinge an die Stelle meiner Mutter, da das Testament meiner Großmutter keine ausdrückliche Ersatzerbeinsetzung für meine Mutter enthält.
Nun meine Frage: Wenn ich der Alleinerbe meine Mutter bin ( und dies hat meine Mutter aus gutem Grund gemacht), trete ich dann auch alleine an die Stelle meiner Mutter was das Testament meiner Großmutter betrifft?
Vielen Dank ***** ***** Hilfe im Voraus
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die erbrechtliche Würdigung des Sachverhaltes durch das Nachlassgericht rechtlich korrekt und nicht zu beanstanden ist.

Wenn nämlich Ihre Großmutter in dem Testament auch Ihre Mutter bedacht hat, so gilt folgendes: Hat Ihre Großmutter in dem Testament für den Fall des Versterbens der Mutter keine ausdrückliche Alternativregelung getroffen (etwa eine Ersatzerbenberufung Ihrer Person oder eines Dritten), so gilt dann die gesetzliche Erbfolgenregelung.

Nach dieser gesetzlichen Regelung greift sodann § 1924 Absatz 3 BGB:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1924.html

An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings (=hier Ihre Mutter) treten nach dieser Vorschrift die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (=hier Sie und Ihr Bruder).

Dass Ihre Mutter ihrerseits Sie als Alleinerbin eingesetzt hat, ändert hieran erbrechtlich nichts, denn maßgeblich in dem hier zur Beurteilung stehenden Fall sind nicht die testamentarischen Verfügungen Ihrer Mutter, sondern nur die Ihrer Großmutter.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Geben Sie abschließend Ihre Bewertung für die erbrachte anwaltliche Beratung ab, indem Sie oben auf die Sterne (=3-5 Sterne) klicken, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,
vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort. Gestatten Sie mir eine Nachfrage. Mit dem Schreiben des Nachlassgerichts kam eine Eröffnungsniederschrift. Darin ist u.a. zu lesen: "In dem Nachlassverfahren ...Personalien der Großmutter.. fand sich ein: -Niemand-"
Hätte man uns nicht zur Eröffnung laden müssen oder können? Dieses Schreiben hinterlässt den Eindruck als hätte niemand Interesse am letzten Willen meiner Großmutter gehabt und das trifft zumindest für mich sicherlich nicht zu.Vielen Dank
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, das ist üblich: Zur Meidung von Verwaltungsaufwand wird ein bei einem Nachlassgericht hinterlegtes Testament von dem Gericht selbst im Erbfall eröffnet und die Erben werden dann anschließend angeschrieben - wie hier auch.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt