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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16838
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Meine Mutter ist Ende März 2017 verstorben. Es existiert ein

Beantwortete Frage:

Meine Mutter ist Ende März 2017 verstorben. Es existiert ein Erbschein, der meinen Bruder und mich zu gleichen Teilen als Erbengemeinschaft für die hinterlassene Eigentumswohnung ausweist. Ich will den Verkauf der Wohnung, mein Bruder, der dort mit seiner Frau als Zweitwohnsitz gemeldet ist, will sie noch halten.
Nun ist mir die Kopie einer testamentarischen Verfügung meiner Mutter von meinem Bruder zugesandt worden, die ihm ein lebenslanges Wohnrecht in der geerbten Wohnung zubilligt und die Wohnung meinem Sohn überschreibt, wenn sie verkauft wird.
Ich fühle mich enterbt und ungerecht behandelt, da ich mich immer um meine Mutter gekümmert habe und bis zuletzt alle Vollmachten und zum Schluss sogar die gerichtlich verfügte Betreuungsvollmacht hatte.
Meine Frage: Kann meine Mutter mich durch solch eine schriftliche Verfügung überhaupt enterben, steht mir nicht auf jeden Fall ein Pflichtteil zu und ist das in Anspruch genommene Wohnrecht nicht an Abgaben an den zweiten Erben gekoppelt?
Karin von Hilchen
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchende, darf ich fragen: hat das Nachlassgericht eine Kopie von dieser Verfügung? Wie sieht diese Verfügung aus? Ist sie Hand geschrieben und unterschrieben

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

das Nachlassgericht hat keine Kopie von dieser Verfügung. Ich war beim Nachlassgericht und habe den Erbschein beantragt, wusste aber nicht, dass diese schriftliche Verfügung (sie ist handschriftlich, datiert und unterschrieben)existiert. Habe also die Frage, ob ein Testament existiere, verneint.

Karin von Hilchen

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchende, diese Verfügung muss zwingend beim Nachlassgericht abgeliefert werden.

Dieses Testament ist eine Urkunde, die muss man abgeben.

Ob die Urkunde echt ist und inwieweit die Einfluss auf das Erbe hat entscheidet allein das Nachlassgericht.

Solange das Wohnrecht nur testamentarisch ist er lässt es, sobald die Wohnung verkauft wird.

Durch diese verfügung kann man sie nicht um ihren Pflichtteil bringen. Dieser beträgt mindestens die Hälfte des gesetzlichen Erbteils

ClaudiaMarieSchiessl und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.