So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 22860
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Betr. Eine Frage zur Kostenübernahme der hier enststandenen

Kundenfrage

Betr. Eine Frage zur Kostenübernahme der hier enststandenen privaten Betreuungs und Fahrtkosten durch die 2 Miterben
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der nachfolgenden Angelegenheit bitte ich um Ihre rechtliche Auskunft:
Sachverhalt: Berliner Testament 3 Kinder ,erben von der letztverstorbenen Mutter zu gleichen Teilen.
Sohn hat allein die Betreuung und Pflege der Mutter bis zu Ihrem Tod in 7.2015 übernommen.
Mutter war bereits 2011 sehr krank, so dass schon in 2012 direkt Pflegestufe I und II notwendig wurde.
Bis Februar 2013 noch Unterbringung in ihrem Haushalt ( Pflegedienste, Physio, Essen auf Rädern etc.) .- Danach Pflegeheim ,-später dort Pflegestufe III = schwerst pflegebedürftig.
-Die Mutter hat den Sohn mittels notarieller Vorsorgevollmacht ,Generalvollmacht und Patientenverfügung zur Regelung ihrer Angelegenheiten im Leben und nach dem Tod bestimmt.
Der 2 malige Antrag der beiden Geschwister /Erben- zu Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung zu ihren Gunsten , wurde von der Mutter bewußt gegen die Schwestern abgelehnt . Das Betreungsgericht und zusätzlichen Gutachten hat den Willen der Mütter zur Fortführung der Betreuung durch den Sohn vollumfänglich bestätigt.
Dh. die notwendige vollständige Betreuung nach PFL III + & 87 b und die ärztlich bestätigten notwendigen Besuche bleiben damit privat.
Insoweit können die Kosten nicht , wie bei einer gestzl. Betreuung einfach dem Vermögen entnommen werden.
Frage:
In den Jahren 11-15 sind aber erhebliche Fahrtkosten 2xWoche a 12o km entstanden- die deshalb weder abgerechnet noch steuerlich absetzbar waren .
Deweiteren die gesamte Verwaltung Krankenkassen,Beihilfe Steuern,Versicherungen,
Schriftverkehr , Pflegedienste Arztbesuche Einkäufe Arbeitszeiten etc. die doch tatsächlich eben nur hier entstanden sind .-
Diese Kosten sind doch wenigstens ( schon erheblich geringer als der tatsächliche Wert) nach den gesetzlichen Pauschalen einer Betreuung abzurechnen ?
Die beiden Miterben weigern sich die Kosten zu tragen.
Kann es richtig sein, das ein Erbe nach dem Tod allein die gesamten Betreuungs ,Pflege und Fahrtkosten tägt- und die Miterben dürfen sich darauf berufen
das " hätte vorher bei der Mutter entnommen werden müssen" ?
Ist es nicht erst recht bei bei PFL III richtig ,dass ohne eine weitere Regelung durch die Erblasserin , die Betreuung und die Verwaltung des Vermögens treuhänderisch, bis zum Tode zu erfolgen hat? ohne eigene Entnahme? ...und das
die Kosten dann aus dem Nachlass beglichen werden müssen?
Durch die hiesige Arbeit ,Betreuung ,Verwaltung der Kostenminimierung konnte das Vermögen der Erblasserin bis zum Pflegeheimaufenthalt in 2013- noch gemehrt werden
( dadurch doch am Ende auch höhere Erbschaft für die Erben.
Mit bestem Dank
für Ihre Mühe in der Sache
Thomas Knirsch
Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den gegebenen Umständen können Sie für die langjährige Pflege Ihrer Mutter und die Ihnen erwachsenen Aufwendungen einen Ausgleichsanspruch gegen die Miterben gemäß § 2057 a BGB geltend machen:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2057a.html

Nach dieser Vorschrift kann ein Abkömmling (Kind), der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen.

Die Höhe dieses Anspruch aus § 2057a BGB wegen erbrachter Pflegeleistungen ist gesetzlich nicht festgelegt und richtet sich nach der Dauer und dem Umfang der Pflegeleistung.

Konkrete Bewertungsvorschriften für die genaue Bemessung des Anspruchs, die etwa einen bestimmten Stundensatz vorsehen würden, gibt es nicht.

Allerdings wird vertreten, dass die Bewertung der Pflegeleistungen an den sozialrechtlichen Pflegesätzen auszurichten ist, da diese handhabbare Maßstäbe liefern und eine einheitliche Bemessung des Ausgleichsanspruchs ermöglichen.

Es würde sich für Sie daher empfehlen, eine Aufstellung der von ihr erbrachten Hilfs- und Pflegeleistungen zu erstellen und diese dann unter Heranziehung und auf der Grundlage der Pflegesätze in der Pflegeversicherung nach Ihrem konkreten Aufwand an Zeit und Umfang entsprechend betragsmäßig zu bewerten.

Anschließend kann sodann eine entsprechende Verrechung/Anrechnung auf das Erbe erfolgen.

Geben Sie abschließend Ihre Bewertung für die erbrachte anwaltliche Beratung ab, indem Sie oben auf die Sterne (=3-5 Sterne) klicken, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber Justanswer meine Vergütung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Teilen Sie mit, was Sie an der Abgabe einer Bewertung hindert.

Ich habe meine Arbeitszeit aufgewendet, um Ihnen behilflich zu sein, und Ihre Anfrage ist in aller Ausführlichkeit beantwortet worden.

Geben Sie daher bitte nunmehr Ihre Bewertung für die in Anspruch genommene anwaltliche Dienstleistung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne).

Kostenlose Rechtsberatung durch Rechtsanwälte ist gesetzlich verboten!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sie haben noch immer keine Bewertung hinterlassen.

Sie haben eine umfassende Rechtsberatung in Anspruch genommen.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die von Ihnen in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt