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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26614
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir Lisbeth u. Karl Knierim haben seit 1966 Gütertrennung,

Beantwortete Frage:

Wir Lisbeth u. Karl Knierim haben seit 1966 Gütertrennung, wo meiner Frau ihr Vermögen aus den Hausrat besteht. Meine Frau hat ein Haus gebaut, dass sie mit Vertrag an unsere Tochter vererbt hat. Unsere Tochter hat auf Druck einen Erbverzicht unterschrieben gegenüber ihres Bruders. Der Erbverzicht wurde benannt über Immobilien und Firmen Vermögen. §3 des Vertrages Der Notar belehrt über diesen vollständigen Erbverzicht......
die erschienene zu 2. (Tochter) im Wege der gewillkürten Erbfolge durch Testament mit weiteren Ansprüchen zu bedenken. Der Sohn hat in der Zwischenzeit das weitere Firmenvermögen und die Immobilien geerbt. Hat da meine Tochter Pflichtteilsanspruch?
Ist durch den Erbverzicht, der unter Druck erfolgte, noch ein Pflichtteil zu beanspruchen.
Nach der Übergabe des Hauses und Verzichtserklärung sind noch weitere Vermögensteile erwirtschaftet wurden. Ist da meine Tochter Pflichtteilsberechtigt? Meine weiteren Immobilien habe ich mit meiner damals noch lebenden Ehefrau an meine/unsere Tochter weiter vererbt und meine Enkeltochter als Nacherbe eingesetzt.
Ich hoffe ich konnte die Situation verständlich darstellen. Ich bitte um Prüfung und Rückantwort. Mfg. Karl Knierim
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Ihre Tochter nur einen Erbverzicht unterschrieben hat, dann bedeutet dies allein, dass Ihre Tochter auf Ihren gesetzlichen Erbanteil verzichtet hat. Der Pflichtteilsanspruch ist davon verschieden. Das bedeutet: Solange Ihre Tochter nicht auf den Pflichtteil in notarieller Urkunde verzichtet hat, kann Ihre Tochter gegenüber dem Erben nach wie vor einen Pflichtteilsanspruch geltend machen. Der Pflichtteil beträgt nach § 2303 BGB die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils Ihrer Tochter.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für Ihre Antwort. Wie kann der Pflichtteil angefordert werden. Es sind Tochter u. Sohn gegenseitig
Pflichtteils berechtigt. Sohn hätte Anspruch auf ein bereits vererbtes Vermögen. Immobilie / Bargeld.
Die Vererbung war vor ca. 12 Jahren an meine Tochter und die Tochter hat es vor 2 Jahren ihrer Tochter weitervererbt. Die Tochter hätte an meinen Sohn Anspruch auf einen Immobilien - Besitz, der mein Sohn zum 1.1.2009 übertragen wurde. Mein Sohn hat diese geerbte Immobile jetzt verkauft. Wie können da noch Pflichtteil Ansprüche geldent gemacht werden. Mfg. K. Knierim
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Pflichtteilsanspruch entsteht erstmals mit dem Ableben des Erblassers. Der Anspruch besteht dann gegen die Erben des Verstorbenen. Die Tochter hat dann gegen den Erben einen Anspruch auf Auskunft über den Bestand des Nachlasses zum Zeitpunkt des Todes und der Schenkungen der letzten 10 Jahre (diese werden nach § 2325 BGB dem Nachlass hinzugerechnet). Aus diesem Nachlass errechnet sich dann der Pflichtteil, den der Berechtigte gegen den Erben geltend machen kann.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr RA. Schiessel, vorerst einmal mein Dank für die Stellungnahmen - Erbverzicht.
Ich glaube, dass ich nicht verständlich genug, die Erb -Fälle dargestellt habe.In unserer Ehe haben wir 2 Kinder. -Tochter/Sohn- Zwischen meiner Frau und mir bestand Gütertrennung.
1) Meine Frau hat ein Haus gebaut, dass sie unter lebenden vererbt hat, an unsere Tochter, -vor ca. 12 Jahren- Danach hätte unser Sohn sicher ein Pflichtteil - Anspruch- Bis Dato wurde von unseren Sohn kein Pflichtteil gefordert. In den Übergabe-Vertrag hat unsere Tochter Erbverzicht bekundet, aber kein Pflichtteil ausgeschlagen. Wie könnte mein Sohn heute noch einen Pflichtteil Anspruch geltend machen?
2) Ich besaß mehrere Immobilien in einer KG, wo ich Komplementär war, und eine Firma, sowie hatte ich noch eine Privat Immobilie. In 2008 zum 31.12. habe ich ein Teil der KG Immobilie an meinen Sohn vererbt mit den Firmen-Anteilen. (Fachmarkt) Weitere 2 Immobilien habe ich aus der KG entnommen und in mein Privat-Eigentum überführt. Mein Sohn hat bis Dato keinen Erbverzicht erklärt, aber hat er dann einen Pflichtteils Anspruch? Nun hat mein Sohn die geerbte Immobilie jetzt verkauft, daran müsste unsere Tochter sicher Pflichtteil-Ansprüche haben? Was muss meine Tochter machen um an das Pflichtteil zu kommen? In diesen Fall handelt es sich unter Lebenden Personen. Meine Frau ist in 2015 verstorben und hat Ihr zustehenden Hausrat usw. an unseren Sohn/Schwiegertochter als Erbe testamentarisch vererbt. Hier hätte meine Tochter sicher auch ein Pflichtteil Anspruch?
3) Die Immobilien die noch in meinen Besitz sich befinden, kann ich doch Frei Vererben/Verkaufen? Hat da mein Sohn Pflichtteil Anspruch?
4) Wie werden die Vermögenswerte 1 - 3 fest gestellt?
Mfg. Karl Knierim
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ein Vererben unter Lebenden gibt es rechtlich gesehen eigentlich nicht. Es handelt sich um eine Überlassung beziehungsweise Schenkung.

In den Pflichtteil fallen einmal Vermögensgegenstände die zum Zeitpunkt des Versterbens noch vorhanden waren und zum anderen (im Wege der Pflichtteilsergänzung nach § 2325 BGB Schenkungen.

Das bedeutet: Bezüglich Ihres Vermögens besteht keinerlei Pflichtteilsanspruch da Sie ja nicht verstorben sind. Sie können mit Ihrem Vermögen also machen was Sie möchten, es verkaufen, verschenken, verbrauchen, ohne dass hier ein Pflichtteilsanspruch besteht.

Soweit Ihre Frau verstorben ist, kann die Tochter gegen den Erben einen Pflichtteilsanspruch und den Bruder einen Pflichtteilsergänzungsanspruchs geltend machen (dieser hat ja das Haus erhalten).

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch bedeutet, dass die Schenkung (Haus) dem Nachlass teilweise (10% Abzug vom Wert für jedes Jahr das zwischen Schenkung und Erfall liegt) hinzugerechnet wird, den Nachlass erhöht und somit auch den Pflichtteil der sich aus dem Nachlass ergibt.

Der Sohn selbst hat nur dann einen Pflichtteilsanspruch wenn er enterbt worden ist oder das Erbe ausschlägt.

Die Vermögenswerte werden im Streitfall durch einen Gutachter festgestellt.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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