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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26434
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Bruder ist verstorben, nun gehts um die Verteilung.

Kundenfrage

Mein Bruder ist verstorben, nun gehts um die Verteilung.
Mein ältester Bruder und ich bekommen jeweils 25% und unser Vater 50%. Soweit ist alles geklärt und auch schon bekannt (gesetzliche Regelung). Unser Vater schöpft somit den vollen Freibetrag aus !! Wir alle 3 zahlen unser Erbschaftssteuer.
Wir wollen es aber nach Zahlung der Steuer per Notar anders aufteilen, aus verschiedenen Gründen.Die Frage ist nun : müssen mein Bruder und ich im Nachgang nochmal Steuer zahlen, weil unser Vater seinen Anteil uns wieder weitergibt ?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Ihnen der Vater Teile des Erbes zuwendet, d***** *****egt hier rechtlich gesehen eine Schenkung vor.

Die Schenkung löst genau so wie die Erbschaft Steuern aus (Schenkungssteuer). Die Schenkungssteuer ist ebenso im Erbschaftssteuergesetz geregelt.

Das bedeutet, auch hier gelten die jeweiligen Freibeträge (400.000 EUR pro Kind nach § 16 ErbstG) und die entsprechenden Steuersätze (Steuerklasse I § 19 ErbstG).

Wenn Sie bei der Schenkung diese Freibeträge überschreiten, dann müssen Sie für die Weitergabe des väterlichen Anteils leider nochmals Schenkungssteuer bezahlen.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

merkt das Finanzamt nicht, das das Vermögen - wo wir ja Steuern gespart haben - nun verschenkt wird , und müssen wir dafür nicht noch im Nachgang Steuern zahlen ?

Und kann man diese Schenkung (400000€ frei ist uns bekannt ) umgehen, und von einem Darlehen etc sprechen ?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Erbschaft und Schenkung sind zwei unterschiedliche Sachverhalte.

Das Finanzamt merkt durchaus, dass Ihr Vater Ihnen seine Erbschaft überträgt. Da er dies jedoch freiwillig tut, wird das Finanzamt keine Einwände haben.

Das von Ihnen angesproche Darlehen allerdings wird vom Finanzamt sehr genau geprüft werden.

Wenn Sie ein Darlehen in Betracht ziehen, dann muss es einem sogenannten Drittvergleich stand halten. Das bedeutet, die Konditionen des Darlehens müssen sich ebenso gestalten, wie einem fremden Dritten gegenüber (Zinsen, Laufzeit, Rückzahlung des Darlehens).

Gerade was solche Umgehungsversuche anbelangt sind Finanzämter und Gerichte recht streng.

Achten Sie bitte aber darauf, dass der Schenkungsfreibetrag alle 10 Jahre neu ausgeschöpft werden kann.

Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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