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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26852
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hat die uneheliche Tochter Anspruch auf ein Erbe?

Kundenfrage

Mein Vater hatte mit seiner letzten Ehefrau (diese Ehe war kinderlos) ein Berliner Testament, in dem meine Halbschwester (seine Tochter aus erster Ehe) und ich (seine Tochter aus 2. Ehe) als Nacherben festgesetzt sind. Es gibt noch eine uneheliche Tochter meines Vaters, die in dem Testament nicht genannt ist. Nach dem Tod meines Vaters 1988 haben alle drei Töchter den Pflichtteil erhalten.
Nun meine Fragen für den Fall des Todes seiner letzten Ehefrau:
1. Hat die uneheliche Tochter Anspruch auf ein Erbe?
2. Wie wird das Erbe besteuert? Zu der letzten Ehefrau besteht kein verwandtschaftliches Verhältnis (demnach Steuerklasse III), aber als Nacherbe des Vaters bzw. als Stiefmutter käme auch Steuerklasse I in Frage.
Vielen Dank ***** ***** Antwort,
Susanne ***
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Ratsuchende, haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. zu Ihrer ersten Frage: Wenn Sie und Ihre Halbschwester im Testament als Erben bestimmt wurden, dann wurde die Nichteheliche Tochter damit enterbt und hat (außer dem Pflichtteil bei Versterben Ihres Vaters) keinen Anspruch auf das Erbe. Zu Ihrer zweiten Frage. Durch dieses Testament tritt eine Doppelbesteuerung des vollen Wertes des Nachlasses ein, da zwei Erbfälle vorliegen. Zunächst hat der Vorerbe, dann (bei Eintritt der Nacherbfolge) der Nacherbe die volle Erbschaftssteuer zu bezahlen. Dabei wird beim Nacherben (anders als die erbrechtliche Wertung ergibt) die Erbschaft als vom Vorerben stammend angesehen (§ 6 Abs 2 S 1 ErbStG). Auf Antrag (!) des Nacherben ist das Verhältnis des Nacherben zum Erblasser zugrunde zu legen (§ 6 Abs 2 S 2 ErbStG). Das heißt, Sie werden dann nach Steuerklasse I und nicht nach Steuerklasse III besteuert werden. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewertenMit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo Herr Schiessl,herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort! Das hilft mir schon sehr weiter. Dennoch habe ich noch ein paar kurze Nachfragen:1. Gehe ich recht in der Annahme, dass eine nachträgliche Änderung des Berliner Testamentes hinsichtlich der Nacherbschaft auch nicht mehr möglich ist, sprich dass die uneheliche Tochter durch meine Stiefmutter nicht mehr ergänzt werden könnte?2. Welche Voraussetzungen sind in dem Antrag anzugeben und zu erfüllen, damit Steuerklasse I greift? Ist es bereits durch den Verwandtschaftsgrad zum Vater begründet oder muss auch das Verhältnis zur Vorerbin in besonderer Weise belegt werden? Wenn ja, wäre es sinnvoll, zu Lebzeiten meiner Stiefmutter noch etwas vorsorglich zu regeln?Herzlichen Dank und beste Grüße!
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Gerne antworte ich Ihnen weiter. Ich schicke Ihnen hierzu ein Angebot. Mit freundlichen Grüßen Hans-Georg SchiesslRechtsanwalt