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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26731
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Meine 92jährige, fast blinde Mutter (Witwe) hat vor sieben

Kundenfrage

meine 92jährige, fast blinde Mutter (Witwe) hat vor sieben Jahren ein Privattestament verfasst und darin vorgesehen, mir ihre Eigentumswohnung zum Kaufwert (nicht Marktwert) zu vererben.

Mein Bruder hat das Testament zufällig entdeckt und auf unsere Mutter (ohne mein Beisein) eingewirt, dieses Testament zu zerreißen (oder mit ihrer Einwilligen zerreißen zu dürfen) und gleichzeitig ein von ihm neuformuliertes Testament maschinenschriftlich vorgelegt, das sie im Vertrauen auf seine Wirksamkeit unterschrieben hat .

Dazu muß noch gesagt werden, dass meine Mutter nicht mehr schreiben kann und auch ihre Fähigkeit, die Angelegenheit sachlich und juristisch nach zu vollziehen, nur noch sehr eingeschränkt besitzt. Möglicherweise ist sie nicht mehr testierfähig. Dies bedeutet, dass nun die gesetzliche Erbauseinandersetzung gilt (?).

Meine Frage wäre nun, ob bei Eintritt des Erbfalles der Widerruf ihres gültigen Testaments wegen Motivirrtums (oder Irreführung) angefochten werden kann und wie sie die Chancen dafür einschätzen.

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen ***

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Das maschinengeschriebene Testament ist in jedem Falle unwirksam, da nach § 2247 BGB das Testament eigenhändig ge- und unterschrieben werden muss. Ein Testament mit der Schreibmaschine verfasst ist daher unbeachtlich.
Es kommt also allein darauf an, ob Ihre Mutter das Testament (durch Zereißen) noch wirksam widerrufen konnte und damit die gesetzliche Erbfolge eingetreten ist.
Dies hängt allein von der Geschäftsfähigkeit Ihrer Mutter ab. Ist Ihre Mutter jetzt nicht mehr geschäftsfähig, dann kann das Testament auch durch Zerreißen nicht mehr widerrufen werden.
Die Anfechtung des Testaments wegen Irrtums, Täuschung oder Drohung ist natürlich ebenso möglich.
Das Vorliegen eines Anfechtungsgrundes (seitens der Mutter) muss jedoch bewiesen werden. Das Mittel der ersten Wahl ist es jetzt die Geschäftsfähigkeit Ihrer Mutter zu überprüfen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
konnte ich Ihnen behilflich sein?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung (lachender Smilie) sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt