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Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 29
45451533
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daniela-mod ist jetzt online.

unsere Mutter ist seit 3 1/2 Jahren in einem Pflegeheim.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Mutter ist seit 3 1/2 Jahren in einem Pflegeheim. Ich bin die Tochter. Ihrer Schwester hat die Generalvollmacht. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Schwester - meine Tante - mir die Vollmacht überträgt. Das ist bisher noch unvorstellbar. Wir reden aber miteinander. Nun pendle ich seit 3 1/2 Jahren zwischen dem Pflegeheimort und meinem Arbeitsort - 400 Km. Habe eine Wohnung im Pflegeheimort gemietet und am Wochenende ist Mutter bei mir. Nun gehen die Ersparnisse zur Neige, und ich habe noch keine geeignete Arbeit am Pflegeheimort gefunden. Es sind Aussichten da, aber noch nichts Konkretes. Frage: habe ich Recht auf eine Art Erbvorbezug. Es ist das Elternhaus da - gut vermietet - das man verkaufen könnte und ein Vermögen. Die monatlichen Einkünfte meiner Mutter - von Tante verwaltet - sind ausreichend für die Pflegeheimkosten. Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie bitte fragen:
Hat denn Ihre Mutter ein Testament verfasst? Wenn ja mit welchem Inhalt?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

nein

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Info.
Der Gesetzgeber gewährt Ihnen in der Tat einen Vorteil, wenn Sie sich um Ihre Mutter kümmern.
Dies hat der Gesetzgeber in § 2057a BGB geregelt.
Danach haben Sie aus dem Nachlass Ihrer Mutter einen Anspruch auf Ausgleichung der für die Pflege Ihrer Mutter getätigten Aufwendungen. Davon umfasst sind finanzielle Aufwendungen (Anmieten einer Wohnung, Fahrtkosten, und so weiter) aber auch aufgewendete Arbeitszeit (15 EUR) pro Stunde.
§ 2057a BGB stellt klar, dass Sie hier bevorzugt werden, wenn Sie sich um Ihrer Mutter kümmern.
§ 2057a BGB gilt aber nur für den Fall des Ablebens Ihrer Mutter.
Zu Lebzeiten Ihrer Mutter haben Sie keinen Anspruch auf einen vorzeitigen Erbausgleich oder auf Zuwendungen aus Ihrem Erbanspruch.
Zuwendungen zu Lebzeiten Ihrer Mutter können nur dann erfolgen, wenn Ihre Mutter dies vertraglich mit Ihnen regelt (bei Geschäftsfähigkeit der Mutter).
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

natürlich möchte ich, dass meine Mutter weiterlebt und noch lange und sie wieder gesund wird und geschäftsfähig.

Dass ich mich kümmere wird als unnötig erklärt - bisher.

Gibt es keinerlei Absprachemöglichkeiten mit den Verantwortlichen? Bisher überweißt meine Tante mir monatlich 300 Euro als Fahrtkosten- und Wohnungszuschuss, was aber nicht mehr reicht.

Gäbe es die Möglichkeit über Gespräch diese Zuwendung zu erhöhen - bzw herauszufinden, wie dieser Betrag zustande kommt?

MfG

***

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Nachfrage:
Einen rechtlichen Anspruch auf Fahrtkosten und Wohnungszuschuss haben Sie leider nicht. Ebensowenig einen Auskunftsanspruch gegenüber der Tante.
Ihre Tante handelt als Vertreterin Ihrer Mutter und ist aus diesem Grunde nur Ihrer Mutter zur Auskunft und Rechenschaft schuldig.
Das bedeutet: Die gegenwärtige Situation können Sie nur dann ändern, wenn Ihre Mutter Sie anstelle Ihrer Tante zur Generalbevollmächtigten ernennt.
In diesem Falle dürfen Sie namens Ihrer Mutter sich Fahrtkosten und Unterkunftskosten auszahlen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

vielen Dank für Ihre Antworten.

Und es gibt noch die Möglichkeit, dass meine Tante von sich aus mir die Generalvollmacht überträgt bzw. mich miteinbezieht?

Mit freundlichen Grüßen

***

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
ja selbstverständlich kann die Tante Ihnen aufgrund der Generalvollmacht Untervollmacht erteilen.
Die Tante kann Ihnen aber jederzeit diese Vollmacht wieder entziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

vielen Dank.

Nun ist es so, dass ich meiner Tante und ihrem Umfeld bei weitem nicht gewachsen bin bisher und für derartige Verhandlungen einfach niemand geeignetes zur Unterstützung habe in meinem Umfeld. Ich habe eine Rechtsanwältin konsultiert, die mir zur Seite stehen möchte, sobald sich irgendeine Chance zum Gespräch auftut. Haben Sie bis dahin noch einen Rat oder gibt es Experten, die in solchen Fällen, zum Beispiel zur Mediation, herangezogen werden könnten?

Mit freundlichen Grüßen

****

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Nachricht.
in diesem Falle wäre es überlegenswert, dass Ihre Mutter (sofern sie noch geschäftsfähig ist) der Tante die Vollmacht entzieht und Ihnen die Vollmacht überträgt. Damit scheidet jeder Streit von vorneherein aus.
Sollte dies nicht gewünscht oder möglich sein, so wäre es sinnvoll zusammen mit Ihrer Anwältin und der Tante ein Gespräch zu führen in dem genau abgesteckt wird wer für welche Bereiche zuständig ist und welche Geldmittel Ihnen zur Verfügung gestellt werden.
Für ein solches Gespräche wäre Ihre Rechtsanwältin die richtige Begleitung. Einen gesonderten Experten oder Mediator benötigen Sie hier vorläufig nicht.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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