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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26196
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Mein Vater ist vor 6 Jahren verstorben. Ich erbte zusammen

Kundenfrage

Mein Vater ist vor 6 Jahren verstorben. Ich erbte zusammen mit der Frau meines Vaters mein Elternhaus zu je 50%. Wir haben die mündliche Absprache getroffen, dass ich auf eine Nutzungsentschädigung verzichte, wenn sie die Kosten für die Instandhaltung des Hauses alleine trägt. Da lief 6 Jahre ohne Zwischenfälle. Jetzt steht der Anschluss an eine zentrale Kläranlage an und sie verlangt von mir die Übernahme der hälftigen Kosten in Höhe von 3000,- €. An unsere mündliche Vereinbarung erinnert sie sich nicht.... Kann ich den Anspruch auf Nutzungsentschädigung rückwirkend geltend machen? Wenn ja, ab wann? Bin ich wirklich zur Zahlung der hälftigen Anschlusskosten verpflichtet?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Nach § 2032 BGB bilden Sie mit der Frau Ihres Vaters eine Erbengemeinschaft.
Das bedeutet, Sie und die Frau verwalten nach § 2338 BGB den Nachlass gemeinsam und müssen die erforderlichen Kosten, also hier die Anschlusskosten gemeinsam tragen, wenn der Anschluss zwingend erforderlich ist.
Wenn die Abrede nicht beweisbar ist, dann können Sie die Nutzungsentschädigung rückwirkend geltend machen.
Allerdings sind Sie nach §§ 195,199 BGB durch die Verjährung begrenzt. Die Verjährung beträgt drei Jahre so dass Sie leider nur die Nutzungsentschädigung bis zum 01.01.2011 geltend machen können.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Vielen Dank.

Die mündliche Absprache, also das ich auf die Nutzungsentschädigung verzichte, wenn sie alle mit dem Haus in Zusammenhang stehenden Kosten trägt, ist also nichtig, nur weil sie sich jetzt plötzlich nicht mehr erinnern kann? Ich dachte, dass auch ein mündlicher Vertrag bestand hat.

Mein Vater ist am 07.10.2008 verstorben. Ab welchem Termin genau kann ich dann meinen Anspruch auf Nutzungsentschädigung rückwirkend geltend machen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
nein in keinem Fall.
Ein mündlicher Vertrag hat natürlich Bestand. Sie müssen jedoch den Vertragsschluss beweisen. Können Sie den Beweis nicht führen so verbleibt es Ihnen allein eine Nutzungsentschädigung zu fordern.
Die Nutzungsentschädigung war ab dem 07.10.2008 geschuldet. Was aber Ansprüche vor dem 01.01.2011 anbelangt, so kann die Frau leider erfolgreich die Einrede der Verjährung erheben. Erfolgreich durchsetzen können Sie daher nur Ansprüche seit dem 1.1.2011.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Kann ich noch weiterhelfen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

In ihrer ersten Antwort schrieben Sie, das ich meinen Anspruch auf Nutzungsentgeld BIS zum 1.1.2011 geltend machen kann. Und jetzt in ihrer 2. Antwort schreiben Sie AB dem 1.1.2011.

Könnten Sie mir bitte nochmal mitteilen AB wann ich die Zahlung einfordern kann.

Mein Vater ist am 07.10.2008 verstorben und seitdem nutzt seine Frau welche mit mir zu gleichen Teilen eine Erbengemeinschaft ist) das Haus unentgeltlich.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
Sehr gerne!
Zur Klarstellung:
Ansprüche auf Nutzungsentschädigung vor dem 1.1.2011 sind leider verjährt.
Sie können Ansprüche daher erst ab dem 1.1.2011 geltend machen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Vielen Dank

Noch eine Frage:

In welcher Form mache ich jetzt meinen Anspruch auf Nutzungsentschädigung rückwirkend bei der Frau meines Vaters geltend?

In Form eines formlosen Schreibens in dem ich meine Forderung mitteile?

Wird dann eine Art Mietvertrag geschlossen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
Nein, wenn sie eine Nutzungsentschädigung geltend machen wird gerade kein Vertrag, insbesondere kein Mietvertrag geschlossen.
Die Nutzungsentschädigung soll ich bei der Frau entstanden Bereicherung (unentgeltliche Nutzung) abgehalten.
Sie machen die Nutzungsentschädigung daher durch eine Aufforderungsschreiben an die Frau gelten.
Setzen Sie der Frau dabei eine Frist von 14 Tagen zur Zahlung des Entgelts. Achten Sie darauf, das Schreiben per Einschreiben zu versenden. Nur so können Sie den Zugang beweisen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

leider kann ich den 2. Satz ihrer letzten Ausführungen nicht verstehen. ...sicher ein Schreibfehler.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
In der Tat .
Es muss heißen:
Die Nutzungsentschädigung soll die bei der Frau entstandene Bereicherung abgelten
Mit freundlichen Grüßen
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schießl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Kann ich die Nutzungsentschädigung auch bis zum 1.1.2011 rückwirkend einfordern auch wenn ich meine Forderungen erst im Februar 2015 oder ev. noch später bei der Frau meines Vaters geltend

mache?

Oder andert sich dann etas an dieser Frist?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
ich habe Ihnen eine Nachricht übermittelt.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Leider habe ich ihre Antwort nicht erhalten.

Meine Frage war, ob sich der Termin bis zu dem ich die Rückforderung der Nutzungsentschäng geltend machen kann zu meinen Ungunsten verschiebt, wenn ich die Forderung erst 2015 an die Frau meines Vaters stelle. Oder bleibt der Termin der 1.1.2011?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich habe Ihnen das Angebot soeben nochmals übersandt.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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