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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7708
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Möglichkeit Haus zu übernehmen

Kundenfrage

Guten Morgen, für meinen Mann und mich besteht die Möglichkeit sein elterliche Haus zu übernehmen. Da der Vater bereits verstorben ist, wurde das Erbe wie folgt aufgeteilt: Mutter 3/4, 1. Schwester 1/12, mein Mann 1/6 (inkl. dem Anteil der 2. Schwester, die ausbezahlt wurde). Auf dem Haus liegt eine Grundschuld in Höhe des 1/12 Anteils der 1. Schwester. Nun unsere Frage: Welche Möglichkeiten gibt es, das Haus zu übernehmen? Kaufen, Schenkung? Wie sind die Verfahren? Was muss beachtet werden? Sind wir zur Pflege der Mutter im Alter verpflichtet (besonders in finanzieller Hinsicht), wenn es zu einer Schenkung kommt? Wie sieht es mit einem lebenslangen Wohnrecht aus? Muss dieses im Grundbuch niedergeschrieben sein? Wir haben die Befürchtung, dass wir dann Schwierigkeiten bei der Krediterteilung bekommen. Vielen Dank ***** ***** für Ihre Antwort!

Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Eine Übertragung des Hauses ist grundsätzlich möglich. Dies erfolgt im Wege einer Schenkung. Hinsichtlich der Schenkung steht der Mutter ein Freibetrag von EUR 400.000,- zur Verfügung den sie für die Übertragung 3/4 der Miteigentumsanteile nutzen kann ohne das Schenkungssteuer anfällt.

2. Hinsichtlich der Schwester ist ebenfalls eine Übertragung durch eine Schenkung vorzunehmen. Wenn die Belastung aus der Grundschuld mit übergeht und die Belastung dem Wert des 1/12 Miteigentumsanteils entspricht, fällt auch hier keine Schenkungssteuer an.

3. Die Übertragung der Miteigentumsanteil erfolgt im Wege einer notariellen Schenkung. Aufgrund des Verwandschaftsverhältnis zur Mutter fällt keine Grunderwerbsteuer an.

4. Ein lebenslanges Wohnrecht kann der Mutter durchaus eingetragen werden und sollte auch im Grundbuch eingetragen sein. Die finanzierende Bank wird auf darauf bestehen, dass eine Grundschuld zur Absicherung des Darlehens dem Wohnrecht vorgeht, so dass im Falle einer Zwangsversteigerung das Wohnrecht entfallen kann.

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Viele Grüße

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
Unser Chat ist beendet, Sie können jedoch weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Kommen Sie einfach zurück auf diese Seite, um die Konversation und neue Informationen hierzu anzusehen.

Was passiert nun?

Wenn Sie meine Antwort noch nicht bewertet haben, können Sie dies nun oben durchführen. Oder Sie können mir unten antworten, wenn Sie noch nicht zufrieden sind.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schröter,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Folgende Fragen haben sich aus Ihrer Antwort noch für uns ergeben:

zu 3. Wenn wir das Haus nicht durch eine Schenkung sondern durch einen Kauf erwerben, ist dann eine Grunderwerbssteuer fällig?

zu 4. Wie wäre es, wenn wir das Wohnrecht nicht im Grundbuch eintragen lassen, sondern einen separaten Vertrag mit ihr abschließen, dass sie ein Wohnrecht hat?

Können Sie uns noch zu folgender bereits gestellter Frage eine Auskunft geben: Sind wir zur Pflege der Mutter im Alter verpflichtet (besonders in finanzieller Hinsicht), wenn es zu einer Schenkung kommt?

Vielen Dank ***** ***** Voraus!

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für die Rückmeldung.

zu 3) Grunderwerbsteuer fällt für den zu übertragenden Anteil der Mutter nicht an, § 3 Nr. 6 GrEStG. Allerdings fällt für den Anteil der Schwester Grunderwerbsteuer an.

zu 4) Das Wohnrecht kann auch in einem gesonderten Vertrag vereinbart werden. Dies hat für Sie den Vorteil, dass im Grundbuch keine Belastung durch das Wohnrecht besteht.

Der Sohn und die Schwester können für den Unterhalt der Pflege finanziell in Anspruch genommen werden. Hierbei besteht eine Freibetrag von EUR 1.400,- netto im Monat. Die Schenkung kann im Fall, dass die Pflegekosten nicht gedeckt sind für die Dauer von 10 Jahren für die Kosten in Anspruch genommen werden.

Viele Grüße
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

soweit noch Nachfragen bestehen, stehe ich hier gerne weiterhin zur Verfügung. Habe ich Ihre Frage beantwortet, bin ich für eine positive Bewertung (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).dankbar.

Vielen Dank ***** ***** Grüße!

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