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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26442
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum Erbrecht. Ich habe von meinen

Kundenfrage

Hallo,
ich habe eine Frage zum Erbrecht. Ich habe von meinen Eltern vor 9 Jahren ein Haus geschenkt bekommen (über Anwalt abgesichert). Soweit ich weiß, wird die Schenkung nach 10 Jahren unangreifbar für das Erbe.
Jetzt sieht es allerdings so aus, dass mein Vater wohl innerhalb der nächsten Wochen stirbt und er das Testament so ändern möchte, dass das Haus an mich geht, ohne dass ich an die anderen Erben (Enkel)das Pflichtteil vom Haus zahlen muss.
Geht zum Beispiel ein Zusatz zum Testament in dieser Form: Wenn die 10 Jahre der Schenkung noch nicht um sein, so soll meine Tochter das Haus als Gegenleistung für ihre jahrelange Pflege bekommen, ohne dass das Haus mit in das Testament eingeht?
Oder gibt es eine andere Lösung?
Mit freundlichen Grüßen:
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie höflich fragen:
Ist denn im Schenkungsvertrag damals schon eine Pflegeleistung (als Gegenleistung) vereinbart worden?
Handelt es sich bei den Enkeln um Ihre Kinder oder um Kinder eines verstorbenen Bruders / Schwester?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

Nein, damals ist noch keine Pflegeleistung vereinbart worden, denn damals dachte noch niemand, dass mein Vater mal gepflegt werden muss.

Bei den Enkeln handelt es sich um die Kinder meines Bruders. Der Kontakt ist leider nach seinem Tod abgebrochen. Deshalb sollen sie auch möglichst wenig vom Erbe bekommen, da sie keinen Kontakt mehr wollten.

Mit freundlichen Grüßen:

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** freundliche Ergänzung.
Als Erstes müssen Sie wissen, dass das Geschenk, da nun 9 Jahre vergangen sind, nur noch mit 10% in den Nachlass einfließt. Die anderen 90% sind für den Pflichtteilsanspruch schon nicht mehr von Bedeutung.
Die Schenkung selbst können Sie nicht noch nachträglich mit einer Gegenleistung (Pflegeleistung) versehen. Das hätte bereist zum Zeitpunkt der Schenkung erfolgen können.
Sie können natürlich aber mit Ihrem Vater vereinbaren, dass Sie für seine Pflege eine Gegenleistung erhalten. Diese Gegenleistung vermindert dann als Nachlassverbindlichkeit den Wert des Nachlasses und somit den Pflichtteilsanspruch der Enkel.
Im Ergebnis hätte dies denselben Effekt, auch wenn nicht direkt der Wert der Schenkung vermindert wird sondern der Wert des Nachlasses.
Zusammenfassend:
Der Nachlasswert aus dem sich der Pflichtteil der Enkel berechnet erhöht sich um 10% des Schenkungswertes der Schenkung des Vaters (nicht des Anteils den Ihnen Ihre Mutter geschenkt hat). Den Nachlasswert können Sie aber dadurch verringern indem Sie die Geldforderung für die von Ihnen durchgeführten Pflegeleistungen geltend machen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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