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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Der Sohn meines Mannes ist notariell beglaubigt Alleinerbe

Kundenfrage

Der Sohn meines Mannes ist notariell beglaubigt Alleinerbe - ich bin Ehefrau nr. 2 und habe mit meinem Mann noch 2 Kinder; wenn mein Mann sterben sollte, haben die Kinder aus 2. Ehe und ich einen Rechtsanspruch und wenn ja wie wird das berechnet, oder können wir den Sohn meines Mannes aus 1. Ehe auszahlen?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
um Ihre Anfrage beantworten zu können, muss ich nachfragen.
Aus welcher Regelung geht hervor, dass der 1. Sohn Ihres Ehemannes sein Alleinerbe ist? Was für eine notarielle Regelung wurde hier getroffen?
Sobald Sie mir geantwortet haben, nehme ich die Beratung auf.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Im Rahmen der Ehescheidung gab es einen Erbvertrag, der festlegt,

das Alexander der alleinige Erbe ist.

Wir haben das Notariell prüfen lassen.Der Vertrag ist angeblich gültig und kann nur durch Alexander rückgängig gemacht werden, laut Notar

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ein Erbvertrag ist eine verbindliche Regelung des Nachlasses. Es ist richtig, dass Ihr Ehemann diesen Vertrag nicht mehr einseitig abändern kann. Dies würde nur im Einvernehmen mit Sohn 1 gehen, in dem der Vertrag durch neuerlichen notariellen Vertrag wieder aufgehoben wird. Hierfür ist die Zustimmung von Sohn 1 erforderlich.
Sie und die weiteren beiden Kinder sind durch diesen Erbvertrag quasi enterbt und damit auf Ihren Pflichtteil gesetzt.
Als Ehefrau haben Sie hier 2 Möglichkeiten, Ihre Ansprüche im Erbfall geltend zu machen.
Der Pflichtteil ist von der Höhe her, die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Als Ehefrau haben Sie einen gesetzlichen Erbanspruch von 1/4. Wenn Sie in Zugewinngemeinschaft leben, erhöht sich dieser um ein weiteres 1/4 auf 1/2 des Nachlasses Ihres Ehemannes. Der Pflichtteil, der Ihnen damit zustünde, war 1/4.
Sie können aber und dies wäre empfehlenswert, wenn sich das Vermögen Ihres Ehemannes während der Ehe deutlich erhöht hat, auch lediglich den kleinen Pflichtteil mit 1/8 geltend machen und darüber hinaus den tatsächlichen Zugewinn. Dies müsste dann im Ernstfall berechnet werden, welche Variante für Sie günstiger ist.
Bei 3 Kindern wäre deren gesetzlicher Erbteil jeweils 1/6, der Pflichtteil damit 1/12 je Kind. Ihren beiden Kindern würde daher nach dem Tod Ihres Ehemannes nur der Pflichtteil mit 1/12 zustehen.
Ihr Ehemann kann hier nur, wenn eine Einigung mit Sohn 3 nicht erzielt werden kann, anderweitig Vorsorge treffen. Ist beispielsweise Ihr Ehemann Eigentümer einer Immobilie, so könnte er Ihnen ein lebenslanges Wohnrecht bereits jetzt zu Lebzeiten in die Immobilie eintragen lassen.
Ebenso könnte mit Schenkungen zu Lebzeiten agiert werden, um den Nachlass zu schmälern, hier sollte aber unbedingt anwaltliche Beratung in Anspruch genommen werden.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne bin ich bei weiteren Fragen für Sie da.
Wenn Sie keine Fragen mehr haben, schließen Sie die Beratung bitte mit einer positiven Bewertung ab. Klicken Sie hierzu bitte auf einen lachenden Smiley. Herzlichen Dank

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