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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Hallo, ich bin 56 Jahre alt und zu 100% Schwerbehindert mit

Kundenfrage

Hallo, ich bin 56 Jahre alt und zu 100% Schwerbehindert mit Ausweis B/G. Gleichzeitig bekomme ich die Pflegestufe I. Die Erkrankunfg bezieht sich auf körperliche Leiden. Meine Mutter ist im Oktober 2013 mit 90 Jahren verstorben. Sie litt u.a. unter hochgradiger Demenz. Schon 4 Jahre vor ihrem Tod betreute sich ein Pflegedienst. Die Demenz ist ärztlich und auch von Krankenkassen dokumentiert. Gleichzeitig war das komplette Umfeld (Verwandte, Freunde, Nachbarn über ihre Erkrankung informiert. Das letzte Jahr ihres Lebens verbrachte sie im Altenheim. Wir sind 5 Kinder, die jüngste Schwester erbte (au vorheriger Zeit noch eingetragen) 5 % aus dem Hausverkauf. Haus wurde für 155000 Euro verkauft. Im Sommer 2012 wurde meine Mutter von 2 Geschwistern zum Rechtsanwalt und Notar weiter weg von ihrem Wohnort gebracht un dort überschrieb sie 50 % des Hauses auf diese 2 Geschwister. Eine andere Schwester wurde vor langer Zeit schon aus dem Testament genommen. Zu vererben gab es also nur noch 45 %. Dieses ging für Schulden (Heim, Legate und etc. ) drauf. 2 von meinen Geschwistern teilen sich also die Summe von 77500. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es nicht der Wunsch meiner Mutter gewesen ist und das ich zumindest zu 1/4 an diesem Erlös beteiligt sein sollte. Aufgrund meiner körperlichen Erkrankung habe ich mich nie darum gekümmert. Ich stand bis September auch unter erheblichen Morphium Einfluss. Meine Geschwister weigern sich nun mir irgendetwas auszuzahlen. Mir selbst fehlen aufgrun meiner Erkrankung die finanzellen Mittel dagegen vorzugehen. Meine Frage nun (lange Einleitung, sorry), inwieweit habe ich Möglichkeiten an mein Geld zu kommen. Das Haus ist mittlerweile verkauft, eine Abrechnung habe ich nie gesehen. Als Testamentvollstrecker war einer der Geschwister eingesetzt, die sich die 50% haben überschreiben lassen. Das Haus wurde im Frühjahr 2014 verkauft. Ich habe diesem Verkauf zugestimmt.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
vielen Dank ***** ***** Anfrage. Ich muss vor der Beratung noch nachfragen.
Sind Sie in dem Testament Ihrer Mutter überhaupt als Erbin bedacht worden?
Gibt es einen Erbschein? Wenn ja, welche Erbquote wird Ihnen hier zugesprochen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich gehörte zu de 45 %, die natürlich vollkommen für die Verbindlichkeiten draufgegangen sind. Ja, ich gehöre zu den Erben. Die Sache ist diese, dass meine Mutter mit ihrer dokumentierten Demenz zum Notar geschleift wurde und dort diese 50% auf meine Geschwister übertragen wurden. Meiner Meinung nach hätte dies nie passieren dürfen. Konnte mich aufgrund meiner körperlichen Erkrankung auch icht eher zur Wehr setzen. Meiner Meinung nach dürfte nur das Testament gelten, welches vor ihrer Demenz Erkrankung aufgesetzt wurde. Dort stehen die Geschwister gleichberechtigt drin.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.
Die Rechtslage ist hier nicht so einfach zu beurteilen. Wenn Ihre Mutter zum Zeitpunkt der Übertragung des Immobilienanteils nicht mehr geschäftsfähig gewesen ist, dann müsste nunmehr und zwar unverzüglich die Anfechtung des Übertragungsvertrages Ihrerseits erklärt werden. Hierbei muss ich Sie aber auf § 124 BGB hinweisen, wonach eine Anfechtung nur binnen Jahresfrist möglich ist. Wenn Sie als Erbin von der Übertragung erst mit dem Erbfall Kenntnis erhalten haben, dann wäre eine Anfechtung noch denkbar. In einem derartigen Verfahren gegen Ihre Geschwister müssten Sie aber darlegen und beweisen, dass Ihre Mutter zum Zeitpunkt der Übertragung des Immobilienanteils aufgrund der Erkrankung bereits nicht mehr geschäftsfähig gewesen ist und somit der Vertrag unwirksam war.
Hierzu benötigen Sie in jedem Fall einen erfahrenen Anwalt, vorzugsweise einen Fachanwalt für Erbrecht.
Andererseits löst aber die Schenkung an Ihre Geschwister bei Ihnen Pflichtteilsergänzungsansprüche aus. Diese sind in § 2325 BGB geregelt und verjähren erst nach 3 Jahren nach dem Erbfall.
Dieser Anspruch wäre hier in jedem Fall zu prüfen. Ihnen müssten mindestens 10 % des hälftigen Wertes der Immobilie als Pflichtteilsergänzungsansprüche zustehen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne bin ich bei weiteren Fragen für Sie da.
Wenn Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte noch eine positive Bewertung für meine Beratung ab. Klicken Sie hierzu bitte auf einen lachenden Smiley. Herzlichen Dank.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 2 Jahren.
Werte Fragestellerin,
konnte ich Ihnen weiterhelfen?
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