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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Meine Mutter ist Ende April 2014 verstorben.Im Tetament steht,daß

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Mutter ist Ende April 2014 verstorben.Im Tetament steht,daß mein Bruder ihr Haus erbt und meine Schwester und ich zu je ein drittel des Hauswertes ausbezahlt werden.Ihr Lebensgefährte soll nach ihrem tot noch ein halbes Jahr Wohnrecht erhalten und ihre Möbel erben.Der Lebensgefährte wohnt aber seit Januar 2014 in einem Altersheim wegen starker Demenz.Es ist also sicher das er alleine nicht in dem Haus meiner Mutter leben könnte.Meine Mutter war für ihn als Betreuerin eingesetzt.Bis jetzt ist im Heim wo er lebt kein neuer Betreuer vor Ort.Mein Bruder möchte uns gerne ausbezahlen wenn das Haus auf seinen Namen überschrieben ist sagt aber er könne das Haus noch nicht auf sich übertragen lassen solange die Sache mit Dem Lebensgefärten noch nicht geklärt wäre.Muss ich jetzt 6Monate warten bis ich an mein Erbe komme?
Werter Fragesteller,

vielen Dank ***** ***** Rechtsfrage. Ich benötige weitere Angaben von Ihnen.

Ist das Wohnrecht für den Lebensgefährten lediglich im Testament erwähnt oder wurde noch zu Lebzeiten ein Wohnrecht für ihn ins Grundbuch eingetragen?

Gerne komme ich nach Ihrer Rückmeldung auf die Beratung zurück.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Er lebte seit 1982 bei meiner Mutter im Haus.2004 hat meine Mutter ihr Testament geschrieben und bei einem Anwalt hinterlegt wo drin steht das nach ihrem Tod der Lebensgefährte noch ein halbes Jahr Wohnrecht hat und für diese Zeit auch für die Umlagen bezahlen soll.Desweiteren vererbt sie ihm sämtliche Möbel.Gruß Pia Williams

Werte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.

Die Zuwendung Ihrer Mutter über das Wohnrecht an den Lebensgefährten ist als Vermächtnis zu werten.

Sie als Erbin müssten jetzt den Lebensgefährten auffordern, zu erklären, ob er das Vermächtnis annehmen will. Sie müssten ihm also schriftlich durch eingeschriebenen Brief das Vermächtnis, also das Wohnrecht anbieten und ihm für die Annahmeerklärung eine Frist setzen. Setzen Sie hierfür eine Frist von 14 Tagen und teilen Sie mit, dass Sie davon ausgehen, dass er das Vermächtnis nicht annehmen will, wenn diese Frist fruchtlos verstreicht. Verweisen Sie dabei auf § 2180 BGB.

Wenn der Lebensgefährte aufgrund seiner Erkrankung unter Betreuung steht, wäre das Schreiben an den gesetzlichen Betreuer zu richten.

Eine Übertragung an den Bruder im Rahmen der Erbauseinandersetzung ist aber dennoch wegen des Vermächtnisses möglich. Dies schon deswegen, weil das Wohnrecht ja auch zeitlich befristet war auf 6 Monate und aufgrund des Umstandes, dass der Lebensgefährte im Heim untergebracht ist, nicht davon auszugehen ist, dass er dieses in Anspruch nimmt.

Sie können also die Erbauseinandersetzung durch notariellen Vertrag regeln und das Alleineigentum gegen Auszahlung an den Bruder übertragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Gerne bin ich bei weiteren Fragen für Sie da. Bitte nehmen Sie noch eine positive Bewertung für meine Beratung vor. Klicken Sie hierzu bitte einfach auf einen lachenden Smiley. Herzlichen Dank
RA_UJSCHWERIN und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.