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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26853
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Muss der Vertrag über eine Geldschenkung mit sofortiger Auszahlung

Kundenfrage

Muss der Vertrag über eine Geldschenkung mit sofortiger Auszahlung als vorgezogenes Erbe an den Sohn beim Notar/Rechtsanwalt gemacht werden oder genügt ein Vertrag ohne beglaubigte Unterschriften?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Darf ich Sie fragen: Soll denn der Sohn das Geld sofort erhalten?






Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

wie mitgeteilt: bei sofortiger Auszahlung

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Klarstelleung.

Warum ich hier nochmal nachgehakt habe hat folgenden Hintergrund.

Nach § 518 BGB müssen Sie jede Schenkung notariell beurkunden.

Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Schenkung bewirkt ist, also Ihr Sohn das Geschenk (auf seinem Konto) erhalten hat.

In diesem Falle (wir sprechen hier von einer sogenannten Handschenkung) brauchen Sie keine notarielle Beurkundung.

Was das vorgezogene Erbe anbelangt so kommt es darauf an.

Soll Ihr Sohn ansonsten nichts mehr erhalten, so müssen Sie einen Erb- und Pflichtteilsverzichtsvertrag abschließen. Dieser Vertrag muss zwingend notariell beurkundet werden.

Soll aber das Geldgeschenk nur auf den Erbanteil Ihres Sohnes angerechnet werden, so genügt eine Anrechnungsanordnug Ihrerseits die Sie nicht notariell beurkunden müssen.

Absolut wichtig ist aber, dass Sie diese Anrechnungsanordnung vor der Schenkung oder zumindest gleichzeitig treffen.

Diese Anordnung muss Ihr Sohn nicht unterschreiben. Wichtig ist nur ein Schriftstück Ihrerseits aus dem hervorgeht, dass das Geldgeschenk Ihres Sohnes auf sein Erbe angerechnet werden soll.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt