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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7691
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich habe folgende Frage zum

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe folgende Frage zum Thema Erbe:
Meine Eltern sind geschieden und mein Vater ist nach Bali ausgewandert und hat dort neu geheiratet und dort Häuser gebaut und vermietet. Leider ist alles was er besaß auf Bali ( Konten Grundstücke, Vermögen...) auf seine neue Frau gemeldet gewesen. Angeblich darf ein Deutscher auf Bali keine Besitztümer und Geschäfte auf seinen Namen laufen lassen.
Jetzt würde ich gerne das Erbe annehmen habe aber Angst das er in Deutschland evtl schulden hat. Leider gibt es kein Testament zumindest wurde es mir so mitgeteilt.
Außerdem bekomme ich weder von seiner Frau noch von seiner Familie Informationen bzw Unterstützung .
Ich befinde mich noch in der Ausbildung und habe Bedenken das wenn ich das Erbe annehme Schulden bezahlen muss.
Wie kann ich in Erfahrung bringen wie es um ein evtl. Erbe steht wenn die Familie keine Unterstützung leistet? Kann ich wenn ich das Erbe annehme und schulden ( in Deutschland) da sind die Annahme rückgängig machen und wenn ja welche Kosten würden dann evtl. Entstehen ?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.

RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Zunächts folgt das Erbrecht Deutschland und Thailand gleichen Grundsätzen. Wenn Ihr Vater die deutsche Staatsangehörigkeit hatte, findet Deutsches Erbrecht Anwendung. D.h. Sie teilen sich mit Ihrer Mutter das Erbe. Zwar findet hinsichtlich der in Thailand belegenen Vermögenswerten Thailändisches Erbrecht Anwendung, jedoch sieht dies gleichermaßen eine Teilung des Nachlasses je zur Hälfte vor.

2. Um eine Haftungsbeschränkung zumindestens auf den Nachlass zu erreichen ohne das Erbe auszuschlagen gibt es folgende Möglichkeiten:

a) Aufgebotsverfahren


Soll das Erbe nicht ausgeschlagen werden, weil es höchstwahrscheinlich mit Vermögen versehen ist, sollte sich der Erbe oder die Erben so schnell als möglich einen Überblick über die tatsächlich geerbten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verschaffen.

Ein Weg mittels dessen man eine Informationsbeschaffung zum Nachlass durchführen kann, ist das in den §§ 1970 ff. BGB verankerte Gläubigeraufgebot. Das Aufgebotsverfahren ist durch die §§ 433 ff. FamFG und die §§ 454 ff. FamFG geregelt. Um ein Aufgebotsverfahren durchführen lassen zu können, muss der Erbe beim zuständigen Amtsgericht das Aufgebot beantragen. Hierzu ist durch den Eben das Verzeichnis der bekannten Gläubiger vorzulegen. Infolgedessen bestimmt das Gericht eine Frist von sechs Monaten, innerhalb derer die Nachlassgläubiger eine Meldung hinsichtlich ihrer Forderung durchführen können bzw. müssen.

Der nächste Schritt ist die öffentliche Bekanntmachung des Aufgebots gemäß § 435 FamFG. Sowohl durch eine Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger als auch durch den Tafelaushang erfolgt die Bekanntgabe des Aufgebots. Eine Veröffentlichung in einer Tageszeitung kann durch das Gericht zusätzlich veranlasst werden.

Der Erbe kann die Tilgung der Verbindlichkeiten der Nachlassgläubiger gemäß § 1973 BGB verweigern, sobald der Nachlass erschöpft ist – wenn nach Beendigung des Aufgebotsverfahrens ein Ausschlussbeschluss ergeht und die Nachlassgläubiger sich innerhalb der bestimmten Frist nicht gemeldet haben.

- See more at: http://www.flegl-rechtsanwaelte.de/rechtstipps/erbrecht-tipps/wie-beschraenke-ich-erfolgreich-die-haftung-als-erbe#sthash.mx2gTotu.dpuf

Soll das Erbe nicht ausgeschlagen werden, weil es höchstwahrscheinlich mit Vermögen versehen ist, sollte sich der Erbe oder die Erben so schnell als möglich einen Überblick über die tatsächlich geerbten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verschaffen.

Ein Weg mittels dessen man eine Informationsbeschaffung zum Nachlass durchführen kann, ist das in den §§ 1970 ff. BGB verankerte Gläubigeraufgebot. Das Aufgebotsverfahren ist durch die §§ 433 ff. FamFG und die §§ 454 ff. FamFG geregelt. Um ein Aufgebotsverfahren durchführen lassen zu können, muss der Erbe beim zuständigen Amtsgericht das Aufgebot beantragen. Hierzu ist durch den Eben das Verzeichnis der bekannten Gläubiger vorzulegen. Infolgedessen bestimmt das Gericht eine Frist von sechs Monaten, innerhalb derer die Nachlassgläubiger eine Meldung hinsichtlich ihrer Forderung durchführen können bzw. müssen.

Der nächste Schritt ist die öffentliche Bekanntmachung des Aufgebots gemäß § 435 FamFG. Sowohl durch eine Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger als auch durch den Tafelaushang erfolgt die Bekanntgabe des Aufgebots. Eine Veröffentlichung in einer Tageszeitung kann durch das Gericht zusätzlich veranlasst werden.

Der Erbe kann die Tilgung der Verbindlichkeiten der Nachlassgläubiger gemäß § 1973 BGB verweigern, sobald der Nachlass erschöpft ist – wenn nach Beendigung des Aufgebotsverfahrens ein Ausschlussbeschluss ergeht und die Nachlassgläubiger sich innerhalb der bestimmten Frist nicht gemeldet haben.

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RASchroeter :

Das Aufgebotsverfahren nach §§ 1970 ff. BGB ist durch die §§ 433 ff. FamFG und die §§ 454 ff. FamFG geregelt. Das Aufgebotsverfahren wird beim zuständigen Amtsgericht beantragt.

Hierzu müssen Sie ein Verzeichnis der bekannten Gläubiger vorlegen. Innerhalb einer Frist von sechs Monaten können die Nachlassgläubiger eine Meldung hinsichtlich ihrer Forderung vornehmen.

Durch die öffentliche Bekanntmachung gemäß § 435 FamFG im elektronischen Bundesanzeiger als auch durch den Tafelaushang erfolgt die Bekanntgabe des Aufgebots.

Als Erbe können Sie die Tilgung der Verbindlichkeiten der Nachlassgläubiger gemäß § 1973 BGB verweigern, sobald der Nachlass erschöpft ist – wenn nach Beendigung des Aufgebotsverfahrens ein Ausschlussbeschluss ergeht und die Nachlassgläubiger sich innerhalb der bestimmten Frist nicht gemeldet haben.

JACUSTOMER-7kpt3m8k- : Aber alle Besitztümer kaufen auf seine Frau auf Bali.
JACUSTOMER-7kpt3m8k- : wie finde ich heraus ob in Deutschland noch vermögen ist und was ist ein aufgebotsverfahren
RASchroeter :

b) Nachlassverwaltung

Eine weitere Möglichkeit der Haftungsbeschränkung ist die Nachlassverwaltung.

Die Nachlassverwaltung wird insbesondere dann angeordnet, wenn der Nachlass zwar unübersichtlich, aber nicht überschuldet ist.

Ein Nachlassinsolvenzverfahren kommt zum Tragen, wenn eine Überschuldung des Nachlasses vorliegt, aber genügend Mittel im Erbe zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens beinhaltet sind.

Die Haftung für die Nachlassverbindlichkeiten beschränkt sich auf den Nachlass, wenn eine Nachlasspflegschaft zum Zwecke der Befriedigung der Nachlassgläubiger angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet ist, § 1975 BGB.

Dies dient der Trennung zwischen Nachlass und Privatvermögen mit der Folge einer Haftungsbeschränkung des Erben auf den Nachlass.

Die Nachlassverwaltung oder die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens kann von Ihnen beantragt werden. Folge ist, dass ein Nachlassverwalter durch das Nachlassgericht nach § 1985 BGB bestimmt wird, der den Nachlass in Besitz nimmt und verwaltet bis alle Verbindlichkeiten reguliert sind.

Im Ergebnis müssen Sie für das Aufgebotsverfahren und die Nachlassverwaltung einen Antrag bei dem Nachlassgericht stellen.

RASchroeter :

Der Nachlassverwalter wird in Deutschland prüfen, ob weitere Vermögenswerte vorhanden sind. Erste Anlaufstelle wird das Bundesamt für Finanzen sein. Hier kann ermittelt werden, welche Kontoverbindungen bestehen. Weiterhin wird die Deutsche Rentenversicherung angeschrieben, ob Rentenansprüche bestehen.

RASchroeter :

An das Vermögen in Thailand, welches sich im Eigentum der Ehefrau befindet werden Sie voraussichtlich nicht herankommen, da es in Thailand kein Pflichtteilsrecht gibt. Vererbt werden kann daher nur Vermögen was sich auch im Eigentum Ihres Vaters befand.

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Viele Grüße

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.
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Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 2 Jahren.

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