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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16994
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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wan endet eine erbgemeinschaft ist es richtig das wen keine

Kundenfrage

wan endet eine erbgemeinschaft ist es richtig das wen keine ansprüche bei einem gericht gestellt werden das die erbgemeinschaft nach 3 jahren endet
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Eine Erbengemeinschaft endet nicht automatisch.

Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Sie kann daraus entstehen, dass Erben von Gesetzes wegen zur Erbschaft berufen sind (Kinder, Ehepartner) oder der Erblasser testamentarisch mindestens zwei Personen als Wunscherben eingesetzt hat.

Die Erbengemeinschaft ist vom Gesetz als Abwicklungsgemeinschaft darauf angelegt, die Nachlassverbindlichkeiten zu befriedigen und den Nachlass aufzulösen. Als Miterbe können Sie deshalb jederzeit die Auseinandersetzung des Nachlasses verlangen.

Sie können die Erbengemeinschaft ausnahmsweise nicht auflösen, wenn der Erblasser die Auflösung durch Verfügung von Todes wegen für einen bestimmten Zeitraum oder bis zum Eintritt eines bestimmten Ereignisses ausgeschlossen hat. Diese Verfügung tritt jedoch spätestens nach 30 Jahren außer Kraft.

Vor der Auseinandersetzung gehört keinem von Ihnen ein bestimmter Gegenstand aus dem Erbe allein oder auch nur ein Bruchteil davon. Sie können nur alle zusammen über einen Gegenstand entscheiden. Einigen Sie sich nicht, blockieren Sie sich gegenseitig. Ein widerspenstiger Miterbe kann alles auf Eis legen.

Wenn Sie die Gemeinschaft auflösen möchten, müssen Sie eine Auseinandersetzungsvereinbarung treffen, der jeder Erbe zustimmen muss. Darin wird festgehalten, wer was bekommt. Bei Häusern und Grundstücken ist eine notarielle Beurkundung erforderlich, wenn das Objekt verkauft oder einem bestimmten Miterben übertragen werden soll.

Aus dem Nachlass müssen Sie zunächst alle Nachlassverbindlichkeiten befriedigen. Dazu ist der Nachlass, soweit erforderlich, in Geld umzusetzen. Der übrig gebliebene Restnachlass ist unter den Miterben nach dem Verhältnis ihrer Erbquoten zu verteilen.

Ist die Naturalteilung bei einem Gegenstand nicht möglich oder nicht gewünscht, muss der Nachlass verkauft und der Erlös geteilt werden. Persönliche Schriftstücke oder Erinnerungsgegenstände bleiben Gemeinschaftseigentum, bis sich alle Erben über die Zuteilung geeinigt haben.

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