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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 3088
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Erbrecht
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Ich habe eine Frage und zwar: Am 20.01 ist meine Oma gestorben!

Kundenfrage

Ich habe eine Frage und zwar:
Am 20.01 ist meine Oma gestorben! Zu Erben gibt es nur den Hausstand und Schulden! Das erbe geht an meinem Vater der derzeit seit 7 Minaten in Privatinsolvenz ist! Meine Frage nun begibt er sich in Gefahr das seine Privatinsolvenz hinfällig ist wenn er das Erbe antritt da er ja Schulden in Höhe von ca. 20000€ annimmt?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

seit wann läuft das Insolvenzverfahren denn?

Gerne antworte ich Ihnen weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Seit August 2013
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank

Im Insolvenzverfahren müssen Erbschaften grundsätzlich spätestens dann angegeben werden, wenn ein Vermögenszuwachs ersichtlich ist. Dann gilt allgemein, dass etwa die Hälfte des Erbes an den Insolvenzverwalter abzugeben ist.

Wenn das Erbe hier überschuldet ist, besteht die Gefahr, dass diese Überschuldung überhaupt nicht mehr in das Insolvenzverfahren hineinläuft, sondern eigenständig eine Schuld des Erben darstellt, die er neben dem Insolvenzverfahren ableisten muss.

Daher sehe ich keinen Grund dafür, das Erbe anzunehmen. Sei es einerseits bezüglich der tatsächlichen Gefahr, dass das Insolvenzverfahren durch das Erbe negativ beeinflusst wird oder, dass eben die Schulden aus dem Erbe neben dem Insolvenzverfahren laufen könnten. Die Annahme eines überschuldeten Erbes kann durchaus auch eine neue Schuld im Rahmen des Insolvenzverfahrens darstellen.

Ich empfehle Ihrem Vater daher die Erbschaft schnellstmöglich auszuschlagen, wenn sie überschuldet ist. Eine Erbausschlagung muss innerhalb von sechs Wochen (ab Kenntnis vom Anfall der Erbschaft, dem Grunde der Berufung und eventueller Beschwerungen) hier gegebenenfalls ab dem 20.1.2014. beim zuständigen Nachlassgericht vorliegen (§ 1944 BGB). Handelt es sich um eine Erbschaft aufgrund gewillkürter Erbfolge (Testament, Erbvertrag), beginnt die Frist nicht vor der Eröffnung der letztwilligen Verfügung durch das Nachlassgericht. Das zuständige Nachlassgericht ist das Amtsgericht des Wohnortes des Ausschlagenden (§ 344 Abs. 7 FamFG)

Die Erbausschlagung kann auch bei einem Notar vorgenommen werden.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

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