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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Hallo ich habe eine Frage zur Pflichtteilsentziehung Paragraph

Kundenfrage

Hallo ich habe eine Frage zur Pflichtteilsentziehung Paragraph 2079 BGB. Ich habe einen Bruder und eine Schwester. Denen ist der Plichtteil entzogen worden. Bekommen die trotzdem einen Plichtteil oder nicht? Auf eine Antwort zu wäre ich dankbar. Lg M.S.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Wer hat den Beiden denn den Pflichtteil entzogen und mit welcher Begründung?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Mein Bruder und meine Schwester haben meine Eltern mit Pistole bedroht und mussten Polizei holen. Und mein Bruder hat bei meinen Eltern Körperverletzung begangen. Deswegen Plichtteil Entziehung.


Lg M.S.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Der Erblasser kann einem Abkömmling den Pflichtteil entziehen unter den Voraussetzungen des § 2333 BGB. Die Entziehung des Erbteils eines Pflichtteilsberechtigten ist, wie aus dieser Vorschrift ersichtlich, nur in Ausnahmen rechtmäßig. Es müssen dem Abkömmling schwere Verfehlungen vorgeworfen werden können.[1] Reine Unfreundlichkeiten oder die falsche Berufswahl gegen den Wunsch des Erblassers reichen hier nicht aus.

 

Der Erblasser kann außerdem dem Elternteil den Pflichtteil entziehen, der ihm oder seinem Ehegatten nach dem Leben getrachtet hat, sich gegen ihn oder seinen Ehegatten eines Verbrechens oder schweren vorsätzlichen Vergehens schuldig gemacht hat, oder wenn der Elternteil die ihm obliegenden Unterhaltspflichten dem Erblasser gegenüber böswillig verletzt hat, § 2334 BGB. Nach § 2335 BGB i.V.m. § 10 Abs. 6 S. 2 LPartG kann der Erblasser auch dem Ehegatten/Lebenspartner den Pflichtteil entziehen, wenn dieser sich einer der dort genannten Verfehlungen schuldig gemacht hat.

 

Die Entziehung des Pflichtteils erfolgt durch letztwillige Verfügung, § 2336 Abs. 1 BGB. In ihr muss der Grund der Entziehung angegeben werden. Der Entziehungsgrund muss in einer letztwilligen Verfügung i.S.d. § 1937 BGB genannt werden, d.h. in dem verfügenden Text vor der Unterschrift. Ein Verweis auf andere, der Testamentsform nicht entsprechende Schriftstücke genügt nach h.M. auch dann nicht, wenn diese zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung schon bestanden. Er muss zur Zeit der Errichtung bestehen, § 2336 Abs. 2 BGB.

 

Die Bedrohung reicht aus, um diesen Entzug durchzusetzen.