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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26449
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen aus Düsseldorf ich habe folgenden Fall in der

Kundenfrage

Guten Morgen aus Düsseldorf

ich habe folgenden Fall in der Familie: meine Mutter ist vor 3 Jahren gestorben. Mein Vater lebt weiterhin im Haus, das beiden ( Vater und Mutter ) per Grundbucheintrag gehört. Vor ca einem Jahr hat mein Vater eine Haushaltshilfe aus Polen angestellt, die er selbst bezahlt. Die Frau ist leiert und hat einen halbwüchsigen Sohn Diese Anstellung läuft nun in diesem Monat aus.
Um die Dienste seiner Haushaltshilfe weiterhin in Anspruch nehmen zu können, haben wir einige Szenarien mit unsrem Vater durchgespielt, so z.B. einen Mietvertrag, der bei der Miethöhe entsprechende Hilfeleistungen der Frau berücksichtigt.
Nun kommt mein Vater mit der Idee, die Dame zu heiraten, quasi eine Wirtschaftsheirat.
Da meine Eltern kein Testament gemacht haben, greift hier nach meinem Verständnis die gesetzliche Erbfolge. Meine Frage nun: wie würde sich hier die geplante Hochzeit auswirken ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Haben Sie noch weitere Geschwister?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

ja wir sind zu dritt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

Die derzeitige Situation ist, dass Ihr Vater (da kein Testament vorhanden war) Ihre Mutter zur Hälfte beerbt hat (§§ 1931,1371 BGB).

Er hat also auch die Hälfte des Miteigentumsanteils Ihrer Mutter am Haus bekommen und ist jetzt zu 3/4 Eigentümer am Haus. Das andere 1/4 steht Ihnen und Ihren Geschwistern zu gleichen teilen zu.

Wenn nun Ihr Vater die Haushaltshilfe heiratet, dann steht ihr ein gesetzliches Erbrecht nach §§ 1931,1371 zu in Höhe der Hälfte des gesamten Nachlasses Ihres Vaters. Sie und Ihre anderen beiden Geschwister erben die andere Hälfte. Das Kind der Haushaltshilfe erbt nichts, da keine Verwandtschaft besteht. (Daran ändert sich auch durch die Heirat nichts).

Wenn nun Ihr Vater die Haushaltshilfe als Alleinerbin einsetzen würde, so würden Sie und Ihre Geschwister nur den gesetzlichen Pflichtteil bekommen, also insgesamt 1/4 des Nachlasses. Die anderen 3/4 würden die Haushaltshilfe zustehen.

Wenn nun die Haushaltshilfe versterben sollte, so wird der Sohn der Haushaltshilfe Alleinerbe.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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