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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, mein Fall ist etwas kompliziert. Mein Stiefvater und

Kundenfrage

Hallo,
mein Fall ist etwas kompliziert. Mein Stiefvater und meine Mutter haben ihr Eigentum verkauft um ein neues Haus zu kaufen, bevor es zum Abschluss des Kredites für das neue Haus kam, verstarb meine Mutter an Krebs. Es wurde von mir und meiner Schwester eine Selbstauskunft bei der finanzierenden Bank verlangt, um zu sehen das im Falle der Stiefvater nicht mehr zahlen könnte, wir mit in den Kredit einsteigen könnten. Der Pflichtteil der uns zustand betrag 1/8 des Gesamtvermögen ( welches aber nicht korrekt zusammengestellt/beziffert worden ist). Es liegt eine Auslandsimmobilie vor, Aussteuerversicherrungen der Enkelkinder/unsere Kinder usw usw.Auf das Drängen des Notares meines Stiefvaters hin, ( ich sei voll und ganz mit Haftbar für die Hausfinanzierung) habe ich mein Pflichtteil auf meinen Stiefvater überschreiben lassen, unter der Bedingung, ich sei nicht haftbar für den Hauskredit und es werde ein Testament gemacht da ich nicht die leibliche Tochter bin,das im Falle des Todes vom Stiefvater meinen 1/8 Erbanteil wieder bekomme. Beglaubigte Urkunden vom Notar wurden vorbereitet, jedoch nie vollzogen. Ich stehe nach wie vor im Grundbuch des "neuen" Eigenheims mit 1/8 drin. Auf meine Anfrage hin beim zuständigen Notar warum ich noch im Grundbuch stehen würde, kam die Antwort das mein Stiefvater noch nicht die geforderten Bankunterlagen eingereicht hätte, indem vermerkt sei, das ich nicht belangt werden könnte für die Kreditsumme im Falle des Todes, oder Insolvenz meines Stiefvaters. Durch einen ganz blöden Zufall ist vor 4 Wochen heraus gekommen, ( da meine Schwester sich eine Eigenheimfinanzierung, bei der gleichen Bank abgeschlossen hat), wir BEIDE in keiner weise irgendwo in irgendwelchen Krediten auftauchen, was uns damals der Notar gesagt hat. Wir sind nicht haftbar für die Finanzierung die mein Stiefvater abgeschlossen hat. Zudem muss ich sagen, als ich meinen Pflichtteil an Ihm verschenkt/ überschrieben habe, habe ich 2 Wochen später nie wieder ein Sterbenswörtchen vom ihm gehört. Weder ein vereinbartes Testament oder sonstige "Entlastungsdokumente der Bank" sind bei mir eingetroffen. Fühle mich wirklich arklistig getäuscht. Kann man heute, 5 Jahre nach dem Tod meiner Mutter, 4 Jahre nach der Überschreibung meiner Anteile, die bis heute nicht vollzogen ist, seinen Pflichtteil noch einklagen?
MfG
M.Schreiber
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

JACUSTOMER-k41k71jl- :

Hallo und guten Abend

JACUSTOMER-k41k71jl- :

Dieser Fall ist wirklich total konfus und nicht leicht zu durchschauen, jedoch bin ich der Auffassung das ich unter Angaben falscher Tatsachen meinen Pflichteil verschenkt habe

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.


Die Verjährung beträgt 3 Jahre ab Kenntnis.

Man muss das denn überlegen, wann die Kenntnis von dem Anspruch eingetreten ist.

Vor 4 Wochen haben Sie neue Erkenntnisse gewonnen.

Man kann hier auf den Verjährungsbeginn abstellen.

Dann kann man den Anspruch auf den Pflichtteil auch noch geltend machen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Die Verjährung beträgt 3 Jahre ab Kenntnis.

Man muss das denn überlegen, wann die Kenntnis von dem Anspruch eingetreten ist.

Vor 4 Wochen haben Sie neue Erkenntnisse gewonnen.

Man kann hier auf den Verjährungsbeginn abstellen.

Dann kann man den Anspruch auf den Pflichtteil auch noch geltend machen.

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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Aber wie muss ich weiter vorgehen, bzw wie hätte ich eine Chance meinen Pflichtteil zu bekommen/ einzuklagen?


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sie müssen den Pflichtteil geltend machen - vorgeschaltet ist ein Auskunftsanspruch nach § 2314 BGB.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Meine Bedenken sind ganz klar, da ich meinen Stiefvater vor 3-4 Jahren alles geschenkt habe, und er schon ( Schenkungssteuer? zahlen musste) ich keinerlei Chance auf meinen Pflichtanteil habe. Obwohl ich die Schenkung nur gemacht unter gewissen Bedingungen gemacht habe, die nicht vollzogen worden sind. Bzw unter Auskünften ( Kredithaftbar) nicht korrekt sind. Wie soll mein weiteres Vorgehen sein?


MfG


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sie machen die Auskunft anwaltlich geltend.

Notfalls kann die Auskunft dann auch gerichtlich geltend gemacht werden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Also trotz beglaubigter Urkunden wegen der Schenkung ( die bislang noch nicht vollzogen sind) kann ich das geltend machen? Aber wie kann ich die Versicherrungen die bereits ausgezahlt worden sind von den Enkelkindern geltend machen?


Bzw sind ja einige Fehler beim Grundbesitzvermögen unterlaufen, auch die Auslandsimmobilie sind nicht mal erwähnt worden. Der Notar schätze pi mal Daumen ein 1/8, und bezifferte ca 15.500€-Kann ich wirklich 5 Jahre nach dem Tod diese summe einklagen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.


Das müsste man alles mal genau auflisten und dann im Detail prüfen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


OK, ich denke man müsste das wirklich näher ins Detail gehen. Jedoch meinen Sie Ganz klar, das ich noch ein Recht auf meinen Pflichtanteil habe, trotz das einige Jahre vergangen sind, bzw ich die Schenkung unter falschen Tatsachen gemacht habe?


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.


Ja genau.

Meines Erachtens haben Sie den Anspruch auf den Pflichtteil und können das auch geltend machen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.