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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag

Kundenfrage

Guten Tag, meine Schwester und ich haben zu Lebzeiten meiner Eltern jeweils Schenkungen von Immobilien in etwa wertgleichem Ausmaß erhalten. Nach dem Tod meiner Eltern ( mein Vater 2008 meine Mutter März 2013)hat nun meine Mutter ein notarielles Testament hinterlassen, welches meinen Sohn als Alleinerben des restlichen Vermögens macht. Das restl. Vermögen ist eine 1 Zi Wohnung, auf die meine Schwester nun meint Anrecht zu haben. Sie fordert von mir nun über ihren Rechtsanwalt Pflichteilergänzungsanspruch ein. Das Haus welches ich 1999 geschenkt bekam war zum Zeitpunkt der Schenkung ca 300.000 DM wert. Ihre Wohnungen die eine 2000 geschenkte ca. 100.000 Euro die andere 2004 geschenkte und nun bereits verkaufte, hat 70.000 Euro gebracht. Beide Wohnungen hatten den Nießbrauch meiner Mutter eingetragen, mein Haus wurde 1999 verschenkt an mich und der Nießbrauch 2004 gelöscht. Die Wohnung, die mein Sohn nun erben soll gehörte allein meiner Mutter und hat einen Verkehrswert von ca. 30.000 Euro. Kann meine Schwester hier noch irgendwelche Ausgleichsansprüche stellen?? Vielen Dank XXX

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Zunächst möchte ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

Soweit Ihre Schwester hier Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend macht, muss sie sich die eigenen Zuwendungen hierauf anrechnen lassen. Da Ihre Eltern in Ihrem Fall bereits seit 2004 das Nießbrauch auf Ihren Objekt gelöscht haben, ist nur noch ein Jahr der 10-Jahres-Frist auf die Schenkung übrig, so dass bei einer Schenkung von 300.000 €, noch 30.000 €, mithin rund 15.000 € für den Pflichtteilsergänzungsanspruch in den Nachlass eingerechnet werden würden.

Ihre Schwester muss sich aber die eigene Zuwendung von 170.000 € in Form von Immobilien auf einen etwaigen Pflichtteils - bzw. Pflichtteilsergänzungsanspruch anzurechnen. Insoweit dürfte Ihre Schwester keine Ansprüche mehr inne haben.

Rechnet man alle Immobilien zusammen (auch die, die Ihr Sohn jetzt geerbt hat) ergibt sich ein Gesamtimmobilienvermögen von 350.000 €. Der gesetzliche Erbteil Ihrer Schwester wäre bei 2 Kinder 1/2. Der Pflichtteilsanspruch 1/4. Somit hätte Sie einen Pflichtteilsanspruch in Höhe von 87.500 €. Bereits erhalten hat Sie Schenkungen im Wert von 170.000 €, so dass weder Pflichtteils- noch Pflichtteilsergänzungsansprüche bestehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Über eine positive Bewertung für meine Beratung würde ich mich sehr freuen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Zunächst möchte ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

Soweit Ihre Schwester hier Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend macht, muss sie sich die eigenen Zuwendungen hierauf anrechnen lassen. Da Ihre Eltern in Ihrem Fall bereits seit 2004 das Nießbrauch auf Ihren Objekt gelöscht haben, ist nur noch ein Jahr der 10-Jahres-Frist auf die Schenkung übrig, so dass bei einer Schenkung von 300.000 €, noch 30.000 €, mithin rund 15.000 € für den Pflichtteilsergänzungsanspruch in den Nachlass eingerechnet werden würden.

Ihre Schwester muss sich aber die eigene Zuwendung von 170.000 € in Form von Immobilien auf einen etwaigen Pflichtteils - bzw. Pflichtteilsergänzungsanspruch anzurechnen. Insoweit dürfte Ihre Schwester keine Ansprüche mehr inne haben.

Rechnet man alle Immobilien zusammen (auch die, die Ihr Sohn jetzt geerbt hat) ergibt sich ein Gesamtimmobilienvermögen von 350.000 €. Der gesetzliche Erbteil Ihrer Schwester wäre bei 2 Kinder 1/2. Der Pflichtteilsanspruch 1/4. Somit hätte Sie einen Pflichtteilsanspruch in Höhe von 87.500 €. Bereits erhalten hat Sie Schenkungen im Wert von 170.000 €, so dass weder Pflichtteils- noch Pflichtteilsergänzungsansprüche bestehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Über eine positive Bewertung für meine Beratung würde ich mich sehr freuen

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