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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16811
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Abend,

Kundenfrage

Guten Abend, ich habe Fragen zum Thema Erbrecht, da bei uns nun ein Erbfall eingetreten ist. Allerdings muss ich etwas in die Vergangenheit gehen, damit Sie den Fall besser verstehen können. Meine Oma hatte zwei Töchter, die eine Tochter war meine Mutter und die andere Tochter meine Tante. 2004 ist meine Mutter an einem Krebsleiden verstorben. Auf Wunsch meiner Oma wurde dann ein Tiefgrab für 25 Jahre gepachtet, wo sie selbst nach ihrem Ableben ihre Ruhestätte finden sollte. Nun ist meine Oma leider am 26.04.2013 im Alter von 101 Jahren verstorben und wurde am 02.05.2013 beigesetzt. Wir sind nun eine Erbengemeinschaft bestehend aus meiner Tante, meinem Bruder und mir. Meine Tante erbt nun 50% von Omas Erbe und wir, mein Bruder und ich zusammen die anderen 50% (den Erbanteil unserer Mutter). Wir waren auch nach dem Ableben unserer Mutter in keiner Weise kostenpflichtig gegenüber unserer Oma, die nach dem Tod unserer Mutter im Altersheim war. Unsere Tante war der Vormund unserer Oma. Frage 1: sind wir nach dem Ableben unserer Oma verpflichtet die Hälfte der Beerdigungskosten zu übernehmen? Unsere Tante meint, dass von Omas Geld jetzt alle Kosten bezahlt werden und was dann noch übrig ist wird anteilig verteilt. Ist das so richtig? Warum müssen mein Bruder und ich diese Kosten mittragen, wenn wir doch zu Lebzeiten unserer Oma auch nicht kostenpflichtig waren. Unsere Tante hat doch ihre Mutter beerdigt, wir haben damals die Kosten der Beerdigung unserer Mutter auch selbst bezahlt, obwohl ihre Mutter (Oma) sogar noch am Leben war. Und jetzt sollen wir die Kosten der Beerdigung von Oma anteilig mittragen?!!! Das wundert mich etwas !!! Was Oma damals beim Tod meiner Mutter bezahlt hatte war die Hälfte der Grabpacht für 25 Jahre und die Hälfte der Kosten des Grabsteins mit Einfassung, den Oma selbst ausgesucht hatte. Sie konnte mit bestimmen wie das Grab ihrer Tochter und ihre letzte Ruhestätte aussehen soll. Frage 2: das Grab muss nun ja für weitere 9 Jahre Pacht verlängert werden, da Oma ja auch 25 Jahre liegen muss. Wer muss für diese Kosten nun aufkommen? Frage 3: unsere Oma hat soweit wir dies wissen Geld angespart. Ist unsere Tante uns gegenüber verpflichtet sämtliche Belege öffen zu legen, damit wir Einsicht haben? Muss Tante ab einem gewissen Zeitpunkt zb. der Totestag unserer Oma das Guthaben zusammen zu rechnen und ist dann dieser Geldbetrag zu teilen oder darf die Tante erst alle Kosten davon bezahlen und dann diesen Geldbetrag teilen? Müssen wir einen gemeinsamen Erbschein beantragen? Frage 4: das Grab war ja bereits fertig angelegt und durch den Tod von Oma musste alles abgeräumt werden. Der Steinmetz hat die Grabstein nun gelagert und macht die Initialen unserer Oma auf den Grabstein und in ca. einem halben Jahr wird dann der Grabstein wieder gesetzt. Auch hier entstehen weitere Kosten. Wer muss diese Kosten tragen? Die Tante alleine oder wir, mein Bruder und ich anteilig? Frage 5: die Kosten die nun am Grab anfallen für Blumen und für die Holzumrandung und natürlich für die Arbeitszeit, bis der Grabstein wieder gesetzt werden kann, wer muss dafür aufkommen? Wir sind der Meinung, dass das Grab unserer Mutter ja fertig war und da jetzt Oma mit reingekommen ist, unsere Tante zumindest solange die Kosten voll übernimmt, bis der Grabstein wieder gesetzt ist. Ab da sind wir der Meinung, dass die Kosten dann anteilig, also 50% Tante und 50% wir, anfallen. Ich selbst bin aber die Einzige, die das Grab macht. Was kann ich von meiner Tante denn für die Grabpflege verlangen, die ich mit meiner Arbeitskraft leiste. Haben Sie hier eine Idee, wie man in solchen Fällen sich fair einigen kann. Ich freue mich sehr über ein rasche Antwort, da wir mein Bruder und ich unbedingt einen Streit mit unserer Tante vermeiden wollen. Herzlichen Dank dafür im voraus. Viele Grüße XXX

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid zum Tode der Großmutter aussprechen.

Wie Sie schildern, sind Sie, Ihr Bruder und die Tante gesetzliche Erben nach Ihrer Großmutter geworden.

Gem. § 1968 BGB tragen die Erben aus dem Nachlass die Bestattungskosten.

Soweit also Ihre Großmutter etwas angespart hatte, so sind die Bestattungskosten aus dem Nachlass der Großmutter vollständig zu bezahlen und sodann nach Abzug aller Kosten aus dem Nachlass dann die Aufteilung des Restvermögens aus dem Nachlass an die 3 Erben in entsprechender Quote vorzunehmen.

Alle die durch die jetzige Bestattung der Großmutter entstehenden Kosten sind Nachlassverbindlichkeiten, die durch die Erbengemeinschaft zu tragen sind.

Ihre Tante ist Ihnen natürlich verpflichtet, Auskunft über den Bestand des Vermögens der Großmutter zu erteilen. Die noch anfallenden Kosten für die Großmutter sind aus dem Vermögen zu bezahlen und dann die Aufteilung des Erbes vorzunehmen.

Hierzu sollten Sie einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen.

Für Ihre Grabpflege können Sie die anteiligen Kosten von den anderen Miterben verlangen. Hier insbesondere die Kosten für die Bepflanzung. Für die regelmäßige Pflege können Sie sich beim Friedhofsgärtner informieren, welchen Preis dieser in Rechnung stellen würde und dann entsprechend bei der Tante und beim Bruder die Erstattung verlangen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.


Sehr geehrter Herr Rösemeier,

 

zuerst einmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

 

Können Sie mir bitte sagen, wo genau man diesen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen muss.

 

Müssen wir 3 Erben zu einem Notar und dort alle persönlich erscheinen? Denn da könnte es Probleme geben, denn unserer Tante geht es gesundheitlich wirklich nicht sehr gut und ich vermute, dass sie den Weg zu einem Notar nur sehr beschwerlich meistern könnte. Kann es unter diesen Umständen auch möglich sein, dass ein Notar ins Haus kommt sowie ein Hausbesuch?

 

Freue mich sehr über eine rasche Antwort. Dankeschön.

 

Viele Grüße

XXX

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Der gemeinschaftliche Erbschein ist beim Nachlassgericht, das seinen Sitz beim Amtsgericht hat, am letzten Wohnort Ihrer Großmutter zu beantragen. Sollten Sie in Süddeutschland leben, dann wäre hier die allerdings das staatliche Notariat zuständig.

Wenn es Ihrer Tante gesundheitlich nicht so gut geht, dann können Sie mit einer entsprechenden Vollmacht Ihrer Tante, den gemeinschaftlichen Erbschein beantragen. Es ist nicht erforderlich, dass Sie alle beim Nachlassgericht/Notariat vorstellig werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Bekannt aus:

 
 
 
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