So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16968
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Muss ein Erbenvertrete ein Miterbe sein oder darf eine Erbengemeinschaft

Kundenfrage

Muss ein Erbenvertrete ein Miterbe sein oder darf eine Erbengemeinschaft auch eine Drittperson als Erbenvertreter bestimmen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Grundsätzlich soll der Erbenvertreter auch aus der Mitte der Erben kommen.

raschwerin :

Allerdings kann die gesamte Erbengemeinschaft auch eienn Dritten bevollmächtigen.

raschwerin und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Zunächst Danke für Ihre Antwort.


 


Inzwischen haben mir alle Mitglieder der Erbengemeinschaft eine Vertretungsvollmacht zugestellt.


Die Nachlassabteilung vom Amtsgericht in Eisenach verlangt aber, dass nur einer oder mehrere Miterben einen Erbschein beantragen dürfen, die sich mit den anderen Erben abstimmen müssen, was aus familiären Gründen nicht geht.


Anhand welcher Unterlagen könnte ich belegen, dass nach geltendem Recht auch ein bevollmächtigter Dritter den Erbschein beantragen darf bzw. welche Voraussetzungen oder Bedingungen müsste dieser Dritte erfüllen

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Aus § 2038 BGB ergibt sich diese Vertretungsmacht.

§ 2038
Gemeinschaftliche Verwaltung des Nachlasses


(1) Die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich sind; die zur Erhaltung notwendigen Maßregeln kann jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen.

(2) Die Vorschriften der §§ 743, 745, 746, 748 finden Anwendung. Die Teilung der Früchte erfolgt erst bei der Auseinandersetzung. Ist die Auseinandersetzung auf längere Zeit als ein Jahr ausgeschlossen, so kann jeder Miterbe am Schluss jedes Jahres die Teilung des Reinertrags verlangen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke, Herr Raschwerin, für die erweiterte Antwort.
Indessen kann ich aus $ 2038 kaum eine Vertretungsmacht erkennen. Oder ist "Vertretungsmacht" juristisch vielleicht so etwas wie ein über allen Gesetzen stehendes allgemeines Menschenrecht?


Die "Teilung der Früchte" wird kein Problem. Das Problem liegt allein darin, dass keiner der 9 Erben einen Erbantag stellen kann, weil mehrere es ablehnen, mit den anderen auch nur zu reden, also sich abzustimmen, wie es das Amtsgericht verlangt.


Eine schwierige Sache. Aber vielleicht fällt Ihnen noch ein Tipp oder ein guter Rat ein. Ich würde mich sehr freuen.


mfg. Lothar Pfab

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich denke drüber nach.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Erbrecht