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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7716
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine geliebte Mutter starb

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine geliebte Mutter starb Anfang dieses Jahres. Leider erwies sich die Erbangelegenheit sehr schwierig und schmerzhaft, da mein Bruder gelinde gesagt sehr "kampflustig" war. Meine Mutter hatte mich schon finanziell unterstützt, ohne aber dass es sich um Schenkungen handelte. Meinen Bruder unterstütze sie aber natürlich auch. Nur, er wohnte in derselben Stadt wie meine Mutter und hatte nach ihrem Tod Zugang zu all ihren Kontoauszügen und Papieren. Vermutlich hat er viele davon vernichtet. Da ich aber nicht streiten wollte, habe ich akzeptiert, dass von meinem Erbanteil eine erhebliche Summe abgezogen wird und ihm als "Ausgleich" zugeteilt wurde. Darüber hinaus - und das ist hier der Gegestand meiner Frage an Sie - wollte ich unbedingt, so wie ich es meiner Mutter versprochen hatte, ihren Schmuck haben. Mein Bruder war da einverstanden. Da er vor Ort ist, nahm er den Schmuck und ließ es von einem Juwelier einschätzen. Dieser schätzte den Schmuck auf insgesamt 40.000€. Da meine Geduld am Ende war und die ganze Sache mich schmerzte, habe ich diese Einschätzung hingenommen, ohne eine Gegeneinschätzung einzuleiten. Vor dem Notar am 28. September dieses Jahres habe ich also akzeptiert, dass zusätzlich noch die Hälfte dieser Einschätzungssumme von meinem Erbanteil abgezogen wird. Sprich knapp 20.000€. Nun ist es so: Ich möchte einige Schmuckstücke behalten und muß aber aus finanziellen Gründen mir von denjenigen trennen, die auch keinen so großen emotionalen Wert haben. Stück für Stück musste ich mit Erschrecken feststellen, dass die von meinem Bruder durchgeführten Einschätzung völlig überschätzt (mit Absicht?) ist. Ich war inzwischen bei den besten Experten mit dem gesamten Schmuck. Einschätzung (wenn ich u.a. Glück bei Ersteigerungen habe): ca. 12.000€! Wir befinden uns also sehr weit von den eingeschätzten 40.000€!

Meine Frage an Sie: Kann ich nun überhaupt etwas unternehmen? Oder habe ich mit meiner Unterschrift beim Notar jede Hoffnung, diesen offensichtlichen Betrug anzufechten, ruiniert?

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Hilfe

SB
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Vereinbarung vor dem Notar ist leider verbindlich, so dass diese kaum angreifbar ist. Allenfalls besteht Hoffnung, wenn Ihr Bruder hier in Kenntnis des geringeren Wertes einen falschen Wert vorgegeben hat. Hierzu benötigen Sie die Schätzung durch den Juwelier. Wenn dieser Ihnen bestätigt, dass er die Schmuckstücke mit EUR 40.000,- bewertet hat, sehe ich keine Möglichkeit gegen diese notarielle Vereinbarung vorzugehen. Hat dieser hingegen einen wesentlichen geringeren Schätzwert angesetzt, besteht durch aus gute Chancen, die notarielle Vereinbarung wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Dann müssen Sie aber darlegen, dass Ihr Bruder in Kenntnis des tatsächlichen Wertes hier einen wesentlich überhöhten Wert angegeben hat.

Fordern Sie daher von dem Juwelier eine schriftlich Bestätigung seiner Einschätzung. Liegt diese in der Größenordnung von EUR 12.000,- sollten Sie die notarielle Vereinbaeung anfechten und auch hinsichtlich der anderen Bankguthaben, Kontostände bei den Banken einfordern.


Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort positiv bewerten, wenn Sie mit dieser zufrieden sind. Sollte meine Antwort Ihre Frage noch nicht vollständig beantworten oder Sie noch Fragen haben, fragen Sie nach bevor Sie eine Bewertung abgeben.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA

Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

soweit noch Nachfragen bestehen, stehe ich hier gerne weiterhin zur Verfügung. Habe ich Ihre Frage beantwortet, bin ich für eine positive Bewertung dankbar.

Vielen Dank und beste Grüße!

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