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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26850
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich war nach dem Tod meiner Tochter psychisch sehr schwer krank

Kundenfrage

Ich war nach dem Tod meiner Tochter psychisch sehr schwer krank und so zu sagen gar nicht geschäftsfähig. Daher habe ich nicht rechtzeitig die Erbschaft ausgeschlagen. Meine Tochter hatte kurz vor ihrem Tod ein Haus geschekt bekommen. Die Schenkerin sollte aber das Haus zurück bekommen, falls die Beschenkte stirbt. Leider wußten wir nicht, dass dieser Notarielle Vertrag der Schenkung ins Grundbuch eingetragen werden muss. Da ich zu dem Zeitpunkt in Insolvenz lebte, hat nun der Insolvenzverwalter veranlasst, dass eine Zwangsversteigerung gemacht wird. Ich wollte zu keinem Zeitpunkt die Erbschaft annehmen, da ich bereits Nießbrauch in diesem Haus hatte. Also hätte ich hier wohnen bleiben können, egal wer erbt. Ein Notar hat mich nach meiner Krankheit falsch beraten und behauptet, ich muss die Erbschaft annehmen und dann könnte ich problemlos der Schenkerin wieder zurückgeben und somit auch mein Nießbrauch behalten, da dieser im Schenkungsvertrag vorgesehen ist. Bevor die Versteigerung stattfinden kann, möchte ich eine Klage beim Nachlassgericht einreichen, um die Erbschaft anzufechten:
1)Antrag auf Wiedereinsetzen der ursprungszustand der Erbschaft nach dem Tod
2) Neuentscheidung über die Erbschaft.( Meine Adoptivtochter wäre ggf. die Erbin)
3) Begründung der Klage: Ich war aus medizinischen Gründen zur Ausschlagung der Erbschaft nicht in der Lage und habe durch falsche Informationen eines Notars später einen Erschein beantragt, ohne über die Konsequenzen Bescheid zu wissen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich fragen:

Haben Sie denn, nach Ihrer Genesung, dann ausgeschlagen?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein. Ich war mit meiner Cousine, die die Schenkerin ist bei einem Notar und er hat mich so lange bearbeitet und vollgequatscht, bis ich den Erbschein bei ihm beantragt habe. Ich sagte, er könne die Übertragung der Immobilie nicht direkt von der verstorbenen auf die Schenkerin machen. Dafür sei ich zuständig, nadem ich als Erbin eingetragen bin. Das sei aber nur eine Formsache. Dabei hat der Notar gesehen, dass der Insolvenzverrwalter bereits eine Sperre im Grundbuch eingetragen hat.Im Übrigen hat der Vater meiner verstorbenen Tochter auf Grund der Tatsache, dass die Immobilie eigentlich de facto an die Schenkerin zurückgehen sollte, die Erbschaft ausgeschlagen. Ist das nicht ein Argument für das Gerich? Wie wären meine Chancen alles rückgängig zu machen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Beantragung des Erbscheins gilt als Annahme der Erbschaft.

Sie können die Annahme der Erbschaft jedoch nach § 1954 BGB anfechten.

Die Anfechtung ist ebenfalls befristet auf 6 Wochen. Die Frist beginnt dann zu laufen, wenn von Ihnen der Irrtum bemerkt wurde.

Die Anfechtung der Annahme führt dann dazu, dass Sie rückwirkend nicht Erbin geworden sind.

Weiterhin wäre noch ein Schadensersatzanspruch gegen den Notar aus Amtshaftung gegeben.

Wenn Ihnen der Notar fälschlicherweise geraten hat, einen Erbschein zu beantragen, also die Erbschaft anzunehmen und dadurch ein Schaden entstanden ist, so muss er beziehungsweise seine Haftpflichtversicherung für den entstandenen Schaden bei Ihnen und Ihrer Cousine aufkommen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt