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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Sehr geehrtes Anwalts-Team,es wäre für mich sehr hilfreich,

Kundenfrage

Sehr geehrtes Anwalts-Team, es wäre für mich sehr hilfreich, wenn Sie mir in folgender Angelegenheit einen Vorgehensweg darstellen könnten. Mein geschiedener Ex-Ehemann ist am 02.11. verstorben. Unser gemeinsames Kind war auf der Beerdigung bei seiner neuen Familie, hat aber von dieser kein Wort über Erbschaft, Testament o. ä. gehört. Mein Sohn hat mich danach bevollmächtigt, hier für ihn tätig zu werden, da ich von Freunden erfahren habe, dass es hier wohl eine 6-Wochen-Frist gibt -(gültig seit Bekanntgabe des Todesfalles und der Erbschaft). Der Todesfall wurde ihm am 05.11. tel. mitgeteilt, aber nicht, dass er Erbe ist. Daraufhin habe ich bei seiner neuen Ehefrau schriftlich nach einem Testament bzw. Offenlegung der Verhältnisse angefragt, allerding ohne Reaktion. Vorgestern habe ich dann beim zuständigen Notariat angerufen, allerdings waren die Auskünfte eher dürftig. Mein Sohn würde angeschrieben werden. Was muss ich jetzt beachten, um hier kein Frist zu versäumen? Vielen Dank XXXXX XXXXX jetzt für einen Rat. Mit besten Grüßen xxxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

erlauben Sie mir zunächst nachzufragen, ob Ihr Sohn noch minderjährig ist?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein, er ist volljährig.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX weitere Mitteilung.

Wenn Ihr Sohn den festen Entschluss hat, das Erbe auszuschlagen, so sollte er die Erbausschlagung so kurzfristig wie möglich vornehmen.

Wenn bisher kein Testament dem Notariat vorgelegt worden ist, hier sollte aber Ihr Sohn nochmals direkt beim Notariat selbst nachfragen, dann wäre von der gesetzlichen Erbfolge auszugehen.

In diesem Fall beginnt die Frist zur Erbausschlagung mit Kenntnis über dem Erbfall, also mit der Mitteilung über den Tod des Vaters am 05.11.2012.

Die Frist beträgt 6 Wochen und kann nicht verlängert werden.

Damit müsste gegenüber dem staatlichen Notariat, ich gehe davon aus, dass Sie in Süddeutschland leben, wo die Notariate die Aufgabe des Nachlassgerichtes übernehmen, bis zum 17.12.2012 ausgeschlagen werden.

Wenn ein Testament existieren sollte, welches die Witwe allerdings unverzüglich dem Nachlassgericht vorzulegen hätte, dann beginnt die Frist zur Ausschlagung erst mit Eröffnung des Testamentes.

Lassen Sie Ihren Sohn erst einmal nochmals nachfragen beim Notariat, ob ein Testament vorgelegt wurde. Sollte dem nicht der Fall sein, wäre die Ausschlagungsfrist der 17.12.2012.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau RA'in Schwerin,

Sie beantworten meine Frage hinsichtlich Erbausschlagung. Mein Sohn weiß doch gar nicht, ob er das Erbe ausschlagen wird. Keiner weiß, was an Vermögen und/oder Schulden vorhanden ist.

 

Ich möchte lediglich seine Erbansprüche wahren.

 

Ich möchte gerne wissen, ob ich dem zuständigen Notariat in Sulz meine Vollmacht anzeigen muss und was ich inhaltlich beantragen muss, um auch in dieser Frist zu bleiben?

Ich gehe davon aus, es ist kein Testament da und weiß nicht, was ich überhaupt beantragen soll?

Ich habe einfach Bedenken wegen dieser Frist von 6 Wochen. Muss der Erbe jetzt tätig werden und wenn ja, wie?

Oder muss die Witwe tätig werden und wir (mein Sohn und ich als Bevollmächtigte) haben keine Pflichten?

Vielen Dank nochmals.

Mit freundlichen Grüßen

xxxxxxx

 

 

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Wenn Sie Ihren Sohn hier gegenüber dem Notariat und der Witwe vertreten, dann benötigen Sie eine schriftliche Vollmacht.

Die Frist der 6 Wochen ist nur für die Ausschlagung des Erbes maßgeblich.

Sie sollten daher zunächst nochmals unter Vollmachtsvorlage schriftlich die Witwe auffordern, Auskunft über den Bestand des Nachlasses zu erteilen. Da sich diese hier bedeckt hält, ist eigentlich nicht in erster Linie davon auszugehen, dass der Nachlass des Vaters überschuldet ist.

Beim Notariat müsste, soweit kein Testament vorliegt, ein gemeinschaftlicher Erbschein beantragt werden, wenn Ihr Sohn das Erbe antreten will. Hierfür gibt es keine Frist zu wahren.

Liegt kein Testament vor, so ist Ihr Sohn automatisch gesetzlicher Erbe und muss dann zusammen mit der Witwe und ggf. weiter vorhandenen gesetzlichen Erben (Kinder aus 2. Ehe) die Erbauseinandersetzung betreiben.

Mit dem Erbschein ist Ihr Sohn bzw. Sie in Vollmacht dann auch in der Lage, Auskünfte bei Banken und Versicherungen einzuholen.

Wer den Erbschein beantragt, ob Ihr Sohn oder die Witwe, dass ist vollkommen egal. Ihr Sohn kann also auch erst einmal abwarten, ob die Witwe den Erbschein beantragt. Tut sie es nicht, kann er dies jederzeit nachholen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe gerne für weitere Rückfragen zur Verfügung.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrte Frau RA'in Schwerin,


 


vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Eine Frage bleibt aber noch.


Was, wenn die Witwe sich bewusst mit einer Auskunft über den Nachlass zurück hält, weil sie weiß, dass Schulden da sind?


 


Und mein Sohn kann nichts tun und würde dann nach Ablauf der 6 Wochen, weil er nicht ausgeschlagen hat, möglicherweise doch auf einem Schuldenberg sitzen.


 


Reicht hier unsere schriftliche Aufforderung gegenüber der Witwe auch als Fristwahrung?


 


Danke XXXXX XXXXX viele Grüße


Cornelia Rossner

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

das ist immer das Risiko bei Erbangelegenheiten.

Wenn sich nach Ablauf der Ausschlagungsfrist ergeben sollte, dass der Nachlass überschuldet ist, dann kann Ihr Sohn immer noch eine Nachlassinsolvenz beantragen, dann haftet nur der vorhandene Nachlass für die Schulden und Ihr Sohn erbt keine Schulden.

Alleine die schriftliche Aufforderung reicht nicht aus zur Fristenwahrung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen noch einen schönen Nikolaustag.
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung: Rechtsanwältin
RA_UJSCHWERIN und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrte Frau RA'in Schwerin,


 


vielen Dank. Mit diesen Auskünften sollte ich weiter kommen. Was heißt für mich jetzt hier "Bonus zahlen"? Ich habe doch bereits bezahlt.


 


Danke für Ihr Feedback und


herzliche Grüße


Cornelia Rossner

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

erst einmal herzlich Dank für Ihre positive Bewertung. Die Bonuszahlung ist eine freiwillige zusätzliche Zahlung der Kunden bei besonderer Zufriedenheit. Hierzu sind Sie aber keinesfalls verpflichtet.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihr schnelles Feedback und auch Ihnen ein schönen Nikolaus-Nachmittag mit hoffentlich noch vielen zufriedenen Kunden.


 


Ihre


Cornelia Rossner

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Dankeschön :)

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