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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 15724
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Anwältin, sehr geehrter Herr Anwalt, Todesfall

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt,

Todesfall meiner Mutter vom 14.11.2012 - Fragen zum eventuellen Erbfall

Zunächst möchte ich Ihnen einige Hintergrundinformationen geben: Meine Mutter, geb. am 29.04.29, Deutsche, ist am 14.11.2012 verstorben. Es kommen grundsätzlich 3 Erben in Betracht: meine zwei älteren Schwestern und ich. Zu meiner Mutter ist zu sagen, dass sie seit langer Zeit pflegebedürftig war und in den letzten Jahren keine eigenen Willensbekundungen abgeben konnte. Ihr letzter Wohnsitz, vor dem Heimaufenthalt, war bei meiner Frau und mir, zu denen sie auch einzig eine engere Beziehung pflegte. Meine anderen zwei Schwestern wohnen ohnehin weiter entfernt und die Familienverhältnisse sind, vorsichtig ausgedrückt, problematisch. Da ich, meine Frau mit Familie, eine sehr enge Bindung zu meiner Mutter hatten, war ihr stetes und erkennbares Erstreben, stets uns möglichst viel „gutes zu tun“. Wo es möglich war, hat sie uns auch finanziell geholfen. Ihre Äußerung im Testament ist daher nur folgerichtig. Während sich meine Schwestern, meiner Kenntnis nach, jahrzehntelang weder weiter um sie bemühten noch von meiner Mutter her eine enge Beziehung in den letzten Jahrzehnten bestand. Dieses wird unter anderen durch die vorhandene, auf mich ausgestellte, allgemeine und unbefristete und unlimitierte Bankvollmacht aus dem Jahre 1996 offenkundig, womit sie damit auch unsere Beziehung, sowie das Vertauen zu uns skizzierte. Gilt diese eigentlich heute noch?
Da meine Mutter seit Ende der achtziger Jahre sporadisch unter psychotischen Schüben litt, war sie zwar in ärztlicher Behandlung, hatte aber bis in die neunziger Jahre ihre eigene volle Geschäftsfähigkeit. Im weiteren Verlauf hat sich ihre gesundheitliche Situation insgesamt so verschlechtert, dass sie in ein Altenheim aufgenommen wurde. Zunächst war ich als Sohn auch ihr eingesetzter Betreuer. Diese Betreuung gab ich wegen, des seinerseits gewaltigen Arbeitsaufwandes meinerseits in Verbindung mit unserer Großfamilie ab, um mich weniger um den „Papierkram“, sondern mehr um meine Mutter und Familie kümmern zu können.Nun übernahm ein amtlicher Betreuer aus Würzburg diese Tätigkeit (alle diese Vorgänge können bei Bedarf schriftlich belegt werden).
Im Altenheim (seinerzeit noch körperlich un geistig rege) ging meine Mutter, ohne dass wir davon etwas wussten, zur Leitung des Altenheimes und bat dort ihren „letzten Willen“ nieder zu schreiben. Was in den Büroräumen der Einrichtung durch deren Angestellten geschah. Hier wären wohl auch ggf. eidesstattliche Versicherungen bei zu bringen. Da meine Mutter zu diesem Zeitpunkt nicht besonders wohlhabend war, bezog sich das in ihrem letzen Willen angebenen Vermögen, logischerweise auf das, was sie zu diesem Zeitpunkt besaß. Demzufolge wollte sie mir alles zukommen lassen, was sie hatte und es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass sich an Ihrem Entschluss etwas geändert hatte. Natürlich konnte sie damals nicht ahnen, dass sie im Jahre 2004 eine erhebliche Erbschaft von rund 100.000 ,-- € machen würde. Leider war sie 2004 zu keiner eigenen Willensbekundung mehr fähig und konnte daher auch keine Anpassung ihres letzten Willens vornehmen. Laut Testament war nur klar, dass mir „alles“zufallen sollte.Interessant ist, dass auch in ihren wenigen Zeilen mit keinem Wort, eine Zuwendung, ein Gruß XXXXX XXXXX sonstiges für meine Schwestern erwähnt wird, sondern als Erbe einzig nach ihrem Willen, ich - Ihr Sohn eingesetzt wird. Evt. kommt auch hier das sogennante Nottestament in Frage, da sie selber zu diesem Zeitpunkt zwar geistig klar war, aber zur Abgabe ihres Testamentes nur noch eine schlechte Handschrift hatte und somit auf die Handreichung des Heimes angewiesen war. Auf jeden Fall ist damit ausgeschlossen, dass ich in diesem Zusammenhang auf die Formulierung irgendeinen Einfluss haben konnte.Nach dem Ableben meiner Mutter sagte mir in einem Telefonat der Heimleiter, dass bei diesem besagtes Dokument für den Fall Ihres Ablebens, für mich hinterlegt war. Auch daraus wird klar erkenntlich, dass es sich bei dem letzten Willen von 1996 nicht um eine Bekundung, die für diesem Moment (1996) gelten sollte handelte. Der Sinn und die letztendliche Aussage ihres Schreibens war, ihren letzten Willen im Fall ihres Todes vollzogen zu wissen und mich als Sohn als alleinigen Erben einzusezten. Dies ist mit der Maßgabe der Weitergage im Todesfall klar erklärt. Auch mit Achtung vor dem Willen meiner Mutter ist es mir wichtig, das zu tun, was von Ihren Entscheidungen her erkennbar ist. So wie meine Frau und ich auch in den letzten Lebensstunden als einzigeste Verwandte bei ihr waren.Da sie nach ihrem eigenen Erbe 2004 gesundheitlich keine Änderung mehr vornehmen konnte, wie oben erwähnt, wäre es vollkommen sinnentfremdet, nun von einer gleichmäßgen Aufteilung des Erbes durch die 3 Geschwister, auszugehen. Wichtig wäre eine Erteilung des Erbscheines etc. vor Klärung zu verhindern. Bitte erf. Unterl.VOR Antwort anfordern. Danke
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Kunde :

Dass das expliziete Weglassen meiner Schwestern, wäre auch daher erklärbar, dass die Familienverbhältnisse schon lange schwer gestört waren und auch von der Seite meiner Schwestern, nach meiner Kenntnis, zum Teil über Jahrzehnte keine Anstrengungen unternommen wurden, sich um meine Mutter zu kümmern oder auch Verantwortung für sie zu übernehmen.



Anzumerken ist, dass ich als Inhaber einer kleinen Firma wesentliche Forderungsausfälle hatte und daher seit 2 Jahren das Regelinsolvenzverfahren über mein Vermögen eröffnet ist. Weitere relevante Details sollten nicht fehlen, falls sie genauere Daten benötigen, teilen Sie mir dies bitte vor einer Antwort mit, da Ihre Einschätzung die Basis für mein weiterese Handeln darstellen soll. Da ich selber zur Zeit erkrankt bin und natürlich auch keine Fristen verletzen möchte (oder vorzeitige Erteilung eines Erbscheines an meine Schwestern) stehe ich verständlicher Weise etwas unter zugzwang. Bisher habe ich lediglich das Nachlassgericht zwei mal sowie die Sparkasse als Kontoführende Stelle grob über den Sachstand informiert und darauf hingewiesen, dass kurzfristig Details bzw. weitere Schreiben folgen werden.Wichtig wäre auf jeden Fall, die Erteilung eines Erbscheines oder die Herausgabe irgendwelcher Vermögenswerte vor einer Klärung zu unterbinden.



Für Ihre Bemühungen danke XXXXX XXXXX voraus.



Mit freundlichen Grüßen



Ihr Fragesteller


raschwerin :

Haben Sie konkrete Fragen zu dem Fall?

Kunde :

Hallo,

Kunde :

ich bin das erste Mal in diesem Forum. Ich habe bisher keine Antwort auf meine ausführliche Darlegung ersehen können. Eien Antwort von Ihnen kam bereits eine Minute nachdem ich die Frage gestellt hatte. Kann man in dieser Zeit überhaupt den Vorgang lesen? Habe ich etwas bei der Bedienung falsche gemacht? Meine Fragen ergeben sich aus dem Schreiben: Welche Schritte sind von meiner Seite genau zu tun? Wie gehe ich am besten vor? Danke XXXXX XXXXX Tel.NNN-NN-NNNN12 oder 9796 15 Am besten ich sende Ihnen meine Angrage nochmals per Mail.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Unser Chat ist beendet, Sie können jedoch weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Kommen Sie einfach zurück auf diese Seite, um die Konversation und neue Informationen hierzu anzusehen.

Was passiert nun?

Wenn Sie meine Antwort noch nicht bewertet haben, können Sie dies nun oben durchführen. Oder Sie können mir unten antworten, wenn Sie noch nicht zufrieden sind.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich hatte nur nachgefragt, ob Sie konkrete rechtliche Fragen haben?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die exakten Fragen ergeben sich aus dem umfangreichen Darstellungen. Weder habe ich hier im Web, oder danach auf meine Mail an Sie irgend eine Antwort erhalten. In Ihrem Antwortfeld sind lediglich Textbausteine meiner eigenen Anfrage zu sehen. Ich fordere Sie daher auf Ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen und setzte Ihnen, da schnelles Handeln geboten und bereits zwei Mal die ausführliche Antwort angemahnt wurde, eine Frist bis 06.12.2012. Ich habe bisher für 63,-- Euro Luft erhalten! Mit freundlichen Grüßen Ralf Kliem Finanzfachwirt (FH)

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Zunächst möchte ich Ihnen einige Hintergrundinformationen geben: Meine Mutter, geb. am 29.04.29, Deutsche, ist am 14.11.2012 verstorben. Es kommen grundsätzlich 3 Erben in Betracht: meine zwei älteren Schwestern und ich. Zu meiner Mutter ist zu sagen, dass sie seit langer Zeit pflegebedürftig war und in den letzten Jahren keine eigenen Willensbekundungen abgeben konnte. Ihr letzter Wohnsitz, vor dem Heimaufenthalt, war bei meiner Frau und mir, zu denen sie auch einzig eine engere Beziehung pflegte. Meine anderen zwei Schwestern wohnen ohnehin weiter entfernt und die Familienverhältnisse sind, vorsichtig ausgedrückt, problematisch. Da ich, meine Frau mit Familie, eine sehr enge Bindung zu meiner Mutter hatten, war ihr stetes und erkennbares Erstreben, stets uns möglichst viel „gutes zu tun“. Wo es möglich war, hat sie uns auch finanziell geholfen. Ihre Äußerung im Testament ist daher nur folgerichtig. Während sich meine Schwestern, meiner Kenntnis nach, jahrzehntelang weder weiter um sie bemühten noch von meiner Mutter her eine enge Beziehung in den letzten Jahrzehnten bestand. Dieses wird unter anderen durch die vorhandene, auf mich ausgestellte, allgemeine und unbefristete und unlimitierte Bankvollmacht aus dem Jahre 1996 offenkundig, womit sie damit auch unsere Beziehung, sowie das Vertauen zu uns skizzierte. Gilt diese eigentlich heute noch?

- Sofern sie nicht widerrufen wurde oder nur begrenzt war, gilt sie auch heute noch.


Da meine Mutter seit Ende der achtziger Jahre sporadisch unter psychotischen Schüben litt, war sie zwar in ärztlicher Behandlung, hatte aber bis in die neunziger Jahre ihre eigene volle Geschäftsfähigkeit. Im weiteren Verlauf hat sich ihre gesundheitliche Situation insgesamt so verschlechtert, dass sie in ein Altenheim aufgenommen wurde. Zunächst war ich als Sohn auch ihr eingesetzter Betreuer. Diese Betreuung gab ich wegen, des seinerseits gewaltigen Arbeitsaufwandes meinerseits in Verbindung mit unserer Großfamilie ab, um mich weniger um den „Papierkram“, sondern mehr um meine Mutter und Familie kümmern zu können.Nun übernahm ein amtlicher Betreuer aus Würzburg diese Tätigkeit (alle diese Vorgänge können bei Bedarf schriftlich belegt werden).
Im Altenheim (seinerzeit noch körperlich un geistig rege) ging meine Mutter, ohne dass wir davon etwas wussten, zur Leitung des Altenheimes und bat dort ihren „letzten Willen“ nieder zu schreiben. Was in den Büroräumen der Einrichtung durch deren Angestellten geschah. Hier wären wohl auch ggf. eidesstattliche Versicherungen bei zu bringen. Da meine Mutter zu diesem Zeitpunkt nicht besonders wohlhabend war, bezog sich das in ihrem letzen Willen angebenen Vermögen, logischerweise auf das, was sie zu diesem Zeitpunkt besaß. Demzufolge wollte sie mir alles zukommen lassen, was sie hatte und es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass sich an Ihrem Entschluss etwas geändert hatte. Natürlich konnte sie damals nicht ahnen, dass sie im Jahre 2004 eine erhebliche Erbschaft von rund 100.000 ,-- € machen würde. Leider war sie 2004 zu keiner eigenen Willensbekundung mehr fähig und konnte daher auch keine Anpassung ihres letzten Willens vornehmen. Laut Testament war nur klar, dass mir „alles“zufallen sollte.Interessant ist, dass auch in ihren wenigen Zeilen mit keinem Wort, eine Zuwendung, ein Gruß oder auch sonstiges für meine Schwestern erwähnt wird, sondern als Erbe einzig nach ihrem Willen, ich - Ihr Sohn eingesetzt wird. Evt. kommt auch hier das sogennante Nottestament in Frage, da sie selber zu diesem Zeitpunkt zwar geistig klar war, aber zur Abgabe ihres Testamentes nur noch eine schlechte Handschrift hatte und somit auf die Handreichung des Heimes angewiesen war. Auf jeden Fall ist damit ausgeschlossen, dass ich in diesem Zusammenhang auf die Formulierung irgendeinen Einfluss haben konnte.Nach dem Ableben meiner Mutter sagte mir in einem Telefonat der Heimleiter, dass bei diesem besagtes Dokument für den Fall Ihres Ablebens, für mich hinterlegt war. Auch daraus wird klar erkenntlich, dass es sich bei dem letzten Willen von 1996 nicht um eine Bekundung, die für diesem Moment (1996) gelten sollte handelte. Der Sinn und die letztendliche Aussage ihres Schreibens war, ihren letzten Willen im Fall ihres Todes vollzogen zu wissen und mich als Sohn als alleinigen Erben einzusezten. Dies ist mit der Maßgabe der Weitergage im Todesfall klar erklärt. Auch mit Achtung vor dem Willen meiner Mutter ist es mir wichtig, das zu tun, was von Ihren Entscheidungen her erkennbar ist. So wie meine Frau und ich auch in den letzten Lebensstunden als einzigeste Verwandte bei ihr waren.Da sie nach ihrem eigenen Erbe 2004 gesundheitlich keine Änderung mehr vornehmen konnte, wie oben erwähnt, wäre es vollkommen sinnentfremdet, nun von einer gleichmäßgen Aufteilung des Erbes durch die 3 Geschwister, auszugehen. Wichtig wäre eine Erteilung des Erbscheines etc. vor Klärung zu verhindern. Bitte erf. Unterl.VOR Antwort anfordern. Danke

- Ich habe dem Text nur eine Frage entnehmen können. Weitere Fragen beantworte ich gern.

raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung: Rechtsanwalt
raschwerin und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Anwalt Schwerin,


in der Anlage maile ich Ihnen nochmals mein Anliegen, da die Übermittlung offensichtlich nicht richtig geklappt hat. Oder habe ich etwas falsch gemacht? Bin das erste Mal bei Ihnen.


Konkret:

-Welche genauen Schritte AG Wü sind von mir nun zu unternehmen?

-Wie setze ich meinen Anspruch als Alleinerbe durch? Geht das, wie es meine Mutter wollte?

-Reicht diese Form des Testamentes? Auf welche Rechtsgrundsätze kann ich mich beziehen? §§

-Bis wann muss ich in welcher Form und wo überall aktiv werden?

-Was kann ich tun, damit in der Zwischenzeit nicht meine Schwestern versuchen Tatsachen zu schaffen (Erbschein zu erlangen)?

-Benötigen Sie noch Unterlagen?(Betreuerausweis, Vollmacht, "Letztere Wille" etc.)

-Kommen bei Durchsetzung weitere Kosten auf mich zu?

-Bestehen Risiken?

-Ich habe eine unbefr. Bankvollmacht von meiner Mutter. Die Bank teilt mir derzeit nicht die Guthabensstände mit. Was kann ich tun, damit ich überhaupt weiß, bo sich die Durchsetzung lohnt? (Evtl. Schulden?)



Freundliche Grüße

Ralf Kliem

Finanzfachwirt (FH)

Auch diese Fragen haben Sie bereits erhalten. Ich erwarte, wie zugesagt! genaue Antworten mit rechtlichen Quellennachweisen und Argumentationen. Das Sie nur den geschilderten Sachstand haben ist klar. Bis zum derzeitigen Punkt hoffe ich immer noch, dass es sich bei Ihnen um ein seriöses Unternehmen handelt, mit allen Konsequenzen. Es wäre sinnvoll dies vor einer ausführlichen Antwort zu überdenken. Freundliche Grüße

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Fragen, die ich jetzt erstmalig erhalte.

Ich gebe die Anfrage wieder frei und damit in die Hände eines anderen Experten.

Bitte haben Sie einen Moment Geduld. Es wird sich umgehend jemand bei Ihnen melden.

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich werde versuchen , Ihnen weiterzuhelfen.


Ein Testament muss normalerweise eigenhändig handgeschrieben und unterschrieben sein.

Das ergibt sich aus § 2247 BGB

Davon gibt es aber Ausnahmen.

 



So wie Sie mir das schildern, hat nicht die Mutter sondern die Heimleitung das Testament geschrieben und ihr auch nicht die Hand geführt ?

 

 

Es kommen verschiedeneAusnahmen in Betracht:


Das eine ist das von Ihnen erwähnte Nottestament, § 2250 BGB





Ich überlasse Ihnen diese Vorschrift in Anlage



§ 2250
Nottestament vor drei Zeugen

(1) Wer sich an einem Orte aufhält, der infolge außerordentlicher Umstände dergestalt abgesperrt ist, dass die Errichtung eines Testaments vor einem Notar nicht möglich oder erheblich erschwert ist, kann das Testament in der durch §2249bestimmten Form oder durch mündliche Erklärung vor drei Zeugen errichten.

(2) Wer sich in so naher Todesgefahr befindet, dass voraussichtlich auch die Errichtung eines Testaments nach §2249nicht mehr möglich ist, kann das Testament durch mündliche Erklärung vor drei Zeugen errichten.

(3) Wird das Testament durch mündliche Erklärung vor drei Zeugen errichtet, so muss hierüber eine Niederschrift aufgenommen werden. Auf die Zeugen sind die Vorschriften des §6Abs. 1 Nr. 1 bis 3, der §§7,26Abs. 2 Nr. 2 bis 5 und des §27des Beurkundungsgesetzes; auf die Niederschrift sind die Vorschriften der §§8bis10,11Abs. 1 Satz 2, Abs. 2, §13Abs. 1, 3 Satz 1, §§23,28des Beurkundungsgesetzes sowie die Vorschriften des §2249Abs. 1 Satz 5, 6, Abs. 2, 6 entsprechend anzuwenden. Die Niederschrift kann außer in der deutschen auch in einer anderen Sprache aufgenommen werden. Der Erblasser und die Zeugen müssen der Sprache der Niederschrift hinreichend kundig sein; dies soll in der Niederschrift festgestellt werden, wenn sie in einer anderen als der deutschen Sprache aufgenommen

 

 

 

Wie Sie sehen bestehen hier einige Voraussetzungem, die im Falle Ihrer Frau Mutter wohl nicht gegeben sind.

 

 

 

So muss sie außerstande gewesen sein, einen Notar zu beauftragen, was da Notare in solchen Fällen auch ins Haus kommen nicht der Fall sein dürfte.

Auch war hier nach Ihren Schilderungen wohl keine drohende Todesgefahr gegeben,

Sie schildern sie als körperlich und geistig rege also kein Fall für ein Nottestament

Es muss eine Niederschrift gefertigt werden, fehlt ebenfalls.

Ich gehe daher leider von der Formunwirksamkeit des Testaments aus, da die doch rech strengen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Damit erübrigen sich Ihre restlichen Fragen.

I

Auch wenn die alleinige Ereinsetzung Ihrer Person dem Willen der Mutter entsprochen hat, so ist das ohne formgültiges Testament leider nicht relevant

Ist keine letztwillige Verfügung vorhanden greift die gesetzliche Erbfolge.

Nach dem Gesetz erben Abkömmlinge zu gleichen Teilen, so dass Sie zusammen mit den Schwestern eine Erbengemeinschaft bilden

Es kann hier nur ein gemeinschaftlicher Erbschein beantragt werden.

Auch der Auskunftsanspruch steht Ihnen gemeinsam mit den Schwestern zu.

Ich bedauere sehr, Ihnen keine angenehmer Mitteilung machen zu können.

ich bitte dennoch um positive Bewertung.

Wenn Sie mich bewerten, bewerten Sie meine Arbeit für Sie und nciht das Ergebnis auf das ich keinen Einfluss habe

vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Anwältin!


 


Vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Die Frage nach dem Drei Zeugen Testament ist für mich nicht geklärt. So ist sicher, dass mehrere Personen involviert waren, die das wohl auch eidesstattlich versichern könnten. Der Umschlag erhielt den Hinweis: Nach meinem Tode zu übergeben......


Es ist also vollkommen klar, was meine Mutter meinte, auch das vor neutralen Personen die mit der Pflege betraut sind-diese Angaben gemacht wurden. Können Sie in diesem Fall sicher sagen, dass keine rechtliche Möglichkeite der Anfechtung der gesetzlichen Erbfolge existiert? Die Auslegung dieser Gesetzte hat sich ja anscheinend auch der Zeit angepasst. Können Sie zweifelsfrei ausschließen, dass das drei zeugen Testament nicht greift? Und eine schriftliche ERklärung vor Zeugen erfolgte ja ebenso-vor einwandfrei neutralen Menschen, die kein eigenes Interesse daran haben. Wenn drei Zeugen reichen? Wie ghe ich am besten vor, zu verlieren habe ich ja nichts. Wenn ich nicht tue habe ich bereits verloren. Vom Willen meiner Mutter mal abgesehen. Ich wüßte nicht warum letztgenanntes Testament sicher in diesem Fall nicht greifen sollte? Was ist konkret mit meiner unbefristeten Bankvollmacht, von der der Kollege sagte diese würde auch jetzt wohl noch gelten?


 


MfG Kliem

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


so, wie Sie mit den Sachverhalt schildern, insbesondere indem Sie mir sagen, dass Ihre Mutter sich nicht in der Gefahr des nahenden Todes befamd kann ich das Nottestament ausschließen.

Auch denke ich nicht, dass ein Notar nicht greifbar war.


Diese Form des Testaments ist für Testierende auf dem Sterbebett gedacht, oder für solche , denen wirklich keine andere Möglichkeit bleibt.Sollte sich der Sachverhalt anders darstellen kommt aber ein Nottestment ggf. in BetrachtSie müssen aber beachten, dass das Nottestament, selbst wenn es wirkdam wäre nur drei Monate gilt.§ 2252Gültigkeitsdauer der Nottestamente(1) Ein nach § 2249, § 2250 oder § 2251 errichtetes Testament gilt als nicht errichtet, wenn seit der Errichtung drei Monate verstrichen sind und der Erblasser noch lebt.(2) Beginn und Lauf der Frist sind gehemmt, solange der Erblasser außerstande ist, ein Testament vor einem Notar zu errichten.(3) Tritt im Falle des § 2251 der Erblasser vor dem Ablauf der Frist eine neue Seereise an, so wird die Frist mit der Wirkung unterbrochen, dass nach Beendigung der neuen Reise die volle Frist von neuem zu laufen beginnt.(4) Wird der Erblasser nach dem Ablauf der Frist für tot erklärt oder wird seine Todeszeit nach den Vorschriften des Verschollenheitsgesetzes festgestellt, so behält das Testament seine Kraft, wenn die Frist zu der Zeit, zu welcher der Erblasser nach den vorhandenen Nachrichten noch gelebt hat, noch nicht verstrichen war.Was die Vollmact anbetrifft, so müssen Sie hier unterscheiden zwischen rexhtlicem Können und rechtlichem Dürfen.


Sie können diese noch verwenden.

Da aber mit dem Tod nach § 1922 BGB sofort das gesamte Vermögen auf die Erben übergeht, also so wie es sich darstellt, alle Kinder, dürfen Sie hier nichts ohne die anderen Erben machen, da Sie dazu nicht berechtigt sind




wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um positive Bewertung, damit ich bezahlt werde
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ist das Drei Zeugen Testament auch ausschließlich ein Nottestament? Hätte nicht die Heimleitung, bei der das Schreiben abgefasst wurde, auf dem Umstand der evtl. fehlenden rechtlichen Wirksamkeit aufmerksam machen müssen? (Sorgfaltspflicht, Betreuende Stelle der man Vertrauen entgegen bringt). Durch dieses Verhalten kamen nun die Probleme. Hier ist doch dann ein Vermögensschaden entstanden?!


 


MfG


KLiem

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ja es ist ausschließlich ein Nottestament.
Die Formvorschriften für Testamente müssen stets gewahrt sein, außer eben im Notfall.


Die Heimleitung hätte hier etwas sagen können, da pflichte ich Ihnen bei.

Ob die dazu erforderlichen rechtlichen kenntnisse vorhanden waren, darf aber angezweifelt werden, so dass eine Verpflichtung nicht bestand



Wenn ich Ihre Frage beantworten konnte bitte ich höflich um positive Bewertung


danke
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
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Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre positive Bewertung

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