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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17049
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, eine kurze Frage zur gesetzlichen Erbfolge. Meine

Kundenfrage

Hallo, eine kurze Frage zur gesetzlichen Erbfolge. Meine verstorbene Mutter hat von Ihrer Tante (Kinderlos) mehrer Grundstücke geerbt. Bekommt mein Vater (später verstorben) 50% der Grundstücke oder gehen 100% an die gemeinsamen Kinder ? Danke! XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Nach der gesetzlichen Erbfolge beerben der Ehemann und die Kinder die verstorbene Frau.

raschwerin :

Damit hat der Vater erst einen Anteil der Grundstücke bekommen.

raschwerin :

Da er aber auch verstorben ist, haben die gemeinsamen Kindern nunmehr 100 % Eigentum an den Grundstücken.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Mein Vater hatte wieder geheiratet, und damit ist meine Stiefmutter wieder am Erbe beteiligt?

raschwerin :

Ja, dann ist seine neue Ehefrau auch an den Grundstücken mitbeteiligt.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Ist es denn nicht so, dass was meine Mutter mit in die Ehe gebracht hat zu 100% an die Kinder vererbt wird? Gibt es im Erbrecht Unterschiede zwischen DDR und BRD?

raschwerin :

Ja, die gibt es.

raschwerin :

Aber wir haben ja nun schon 22 Jahre Gesamtdeutschland.

raschwerin :

Wann sind denn die Beiden jeweils verstorben?

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Meine Mutter ist 1990 und mein ist 1995 Vater verstorben.

raschwerin :

Es gilt ja seitdem auch schon das BGB, also gesamtdeutsches Recht.

raschwerin :

Ihre Mutter hat damals 50 % an die Kinder und 50 % an den Mann vererbt.

raschwerin :

Dieser Mann wiederum hat bei seindem Versterben wieder 50 % an seine neue Frau und 50 % an die Kinder gegeben.

raschwerin :

Die Kinder haben damit nun 75 % und seine neue Frau hat 25 %.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

In unserer Erbengemeinschaft wird nun behauptet dass sei so nicht richtig.

raschwerin :

Wie sieht es die Erbengemeinschaft?

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Mein Vater hätte in der Erbfolge nichts zu suchen. Es sei alles müterlicher seits direkt auf die Kinder zu übertragen. Meine Stiefmutter steht nun mit im Grundbuch und das sei falsch. Damit können nun evtl. verkäufe nicht durchgeführt werden.

raschwerin :

Es gab aber nie ein Testament, oder?

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Ich sehe es genau wie Sie, möchte aber Klarheit haben, weil ich unter druck gesetzt werde, diese angelegenheit zu bereinigen.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Es gab kein Testament.

raschwerin :

Die erste Erbfolge ist 1990 eingetreten. Hier galt schon das BGB, was erst der BRD entstammte, aber dann auch gesamtdeutsch galt und gilt.

raschwerin :

Hiernach gibt es keine Erbfolge nur auf die Kinder.

raschwerin :

Daher haben schon 1990 die Kinder und der Mann jeweils 50 % geerbt.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

War es zu DDR Zeiten anders?

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Die Tante ist (glaube ich) schon zu DDR Zeiten verstorben. Nur die Rückübertragung der Grundstücke erfolgte erst mit nach der Wiedervereinigung.

raschwerin :

Nein, auch nicht wirklich.

raschwerin :

Es gab auch die gesetzliche Erbfolge auf Mann und Kinder.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Die Tante meiner Mutter ist 1975 ohne Testament verstorben.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Können Sie den Erbfall Notariell bestätigen.

raschwerin :

Selbst wenn es 1975 zu einem Fehler kam, ist dieser nicht mehr angreifbar.

raschwerin :

Die Kinder haben damit nun 75 % und seine neue Frau hat 25 %.

raschwerin :

Das ist und bleibt der aktuelle Stand.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

Vielen Dank, können Sie diesen Fall notariell niederschreiben? Was kostet das?

raschwerin :

Nein, ich bin kein Notar, sondern Anwalt. Daher kann ich das leider nicht notariell bestätigen.

JACUSTOMER-qdk570ek- :

O.k dann nochmals vielen Dank für die kompetente Beratung.

raschwerin :

Gern, alles Gute.