So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17046
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,ich war jetzt über ein paar

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich war jetzt über ein paar Jahre der gerichtlich bestellte Betreuer von einem allein- stehenden alten Herren ( ehem.Arbeitskollege ) der keine Angehörigen hat. Dieser alte Herr hat mich schriftlich, mit Datum und Unterschrift zu seinem Nachlassverwalter bestellt. Nach dem ich von ihm für meine Hilfe und meinem Aufwand von ihm nie etwas haben wollte und natürlich auch Nichts genommen habe, hat er mir gegenüber den Willen kund getan, dass sein Nachlass auf meine Kinder und auf meine Frau aufgeteilt zu werden habe. In den letzten Monaten hat er ferner klar zum Ausdruck gebracht, dass eine Pflegerin im Altenheim auch ihren Anteil zu bekommen habe. Frage: Kann ich als sein Nachlassverwalter beim Nachlassgericht seinen Willen durchsetzen? Xxxxxxx Xxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Da noch gar kein Nachlass vorhanden ist, sind Sie kein "echter" Nachlassverwalter.

raschwerin :

Die Nachlassverwaltung (§ 1975 BGB) ist eine Form der Nachlasspflegschaft. Es handelt sich um eine auf Antrag durch das Nachlassgericht angeordnete Pflegschaft mit dem Ziel der Befriedigung der Nachlassgläubiger. Sie dient insbesondere bei unübersichtlichem Nachlass der Trennung des eigenen Vermögens des Erben vom Nachlass und bewirkt, dass die Haftung des Erben für Nachlassverbindlichkeiten auf den Nachlass beschränkt wird (§§ 1975 ff. BGB).

Mit der Anordnung der Nachlasspflegschaft geht die Befugnis, den Nachlass zu verwalten und über ihn zu verfügen, vom Erben auf den Nachlasspfleger über (§ 1984 BGB). Antragsberechtigt für die Anordnung der Nachlassverwaltung ist der Erbe. Falls mehrere Erben existieren, können die Miterben den Antrag nur gemeinschaftlich und vor der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft stellen (§ 1981 BGB). Nachlassgläubiger können einen entsprechenden Antrag innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach Annahme der Erbschaft stellen, wenn die Befriedigung ihrer gegen den Nachlass gerichteten Forderungen gefährdet erscheint.