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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Enterbung - DDR- DDR-Meine Mutter (Tochter aus erster Ehe)

Kundenfrage

Enterbung - DDR-
DDR-Meine Mutter (Tochter aus erster Ehe) wurde vom Vater enterbt.
Vater heiratet ein zweites Mal. (Ehefrau 17 jahre jünger-Tochter M. entsteht aus der Ehe.) Eheleute setzen sich 1981 gegenseitig ein. (Testament) Vater stirbt 1985. Erbe geht an Ehefrau und dessen Tochter.
Meine Mutter konnte nichts unternehmen, da nach DDR-Recht kein Pflichtteil gibt. Meine Mutter hatte einen gutenund regelmäßgien Kontakt zu ihrem Vater. Gibt es noch eine Möglichkeit der Testamentsanfechtung?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung beantworte:

Leider gibt es keine Möglichkeit, dass Testament jetzt noch anzufechten.

Da der Erbfall bereits zu DDR-Zeiten eingetreten ist, ist dieser auch nach DDR-Recht zu beurteilen.

Die Anfechtungsfrist hätte nach DDR-Recht längstens10 Jahre betragen. (§ 374 ZGB).

Die Übergehung des Pflichtteilsberechtigten konnte im Übrigen nur erfolgversprechend angefochten werden, wenn der Erbfall nach der Wiedervereinigung eingetreten ist. Dies ist aber vorliegend nicht der Fall.


Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.










Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich hatte gelesen, dass es im Nachhinein möglich sei, wenn der Vater aus politischen Gründen gehandelt hat, nicht mit dem Vorsatz seine Tochter zu enterben. Seine Tochter / meine Mutter stand nicht hinter den SED-Regime, sie plante 1981 schon einen Ausreiseantrag nach West-Berlin zu stellen, wartete nur das ich meine Schule und Lehre abschloss. Der Ausreiseantrag wurde 1984 aus politischen Gründen gestellt.


Mein Opa war Generaldirektor und war Mitglied der SED.


 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

selbst wenn diese Möglichkeit gegeben gewesen wäre, so hätte Ihre Mutter längst handeln müssen.

Ich hatte Ihnen ja die Anfechtungsfristen mitgeteilt, die bereits 1995 abgelaufen waren, weil der Erbfall noch zu DDR-Zeiten angefallen ist.

Es tut mir sehr leid, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.